Seit dem späten Dienstagabend, 18. Juni, ist der Auto Chess Modus Modus von League of Legends auf den Testservern (PBE) verfügbar. Dieser nennt sich „Teamfight Tactics“ (TfT) und ist Riot Games‘ Antwort auf die beliebte Dota2 Auto Chess Mod.

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Neben Riot haben auch Epic Games und Valve das Potenzial des neuen Spielmodus erkannt und arbeiten jeweils an eigenen Auskopplungen. Riot Games bedient sich nun dabei dem eigenen League of Legends Franchise und schickt mit Zed, Tristana, Ahri und Co. die altbekannten LoL Champions auf das virtuelle „Schachbrett“.

Wer kann spielen?

Nachdem bereits einige Auto Chess Enthusiasten direkt im Riot Games Hauptquartier in Amerika die Gelegenheit hatten Teamfight Tactics zu testen und ihr Feedback zu geben, hat es der Spielmodus nun auf den League of Legends Testserver geschafft. Dementsprechend haben alle Spieler mit PBE-Zugang die Möglichkeit die League of Legends Auto Chess Variante zu testen. Voraussetzung für die Erstellung eines Testserver-Accounts ist die Ehrenstufe 3 auf dem normalen League of Legends Account. Außerdem darf dieser nicht negativ aufgefallen sein und dementsprechend aktuell nicht gebannt sein.

Wie beliebt die League of Legends Variante des rundenbasierten Taktiktitels ist, machte bereits direkt nach dem Release die extrem lange Warteschlange auf dem Server deutlich. Spieler mussten sich teilweise deutlich über 20 Minuten „anstellen“, um sich überhaupt auf den Testserver einloggen zu können.

Auch große nationale und internationale Streamer aus dem Auto Chess und MOBA Umfeld stürzten sich direkt in ihre ersten Gefechte und erfreuten sich hohen Zuschauerzahlen.

Kein reibungsloser Start

Vergessen sollte man allerdings bei aller Freude über die Möglichkeit zu spielen nicht, dass es sich um einen Testserver und dementsprechend auch eine Testversion von Teamfight Tactics handelt. Das machte sich auch kurz nach dem Start bemerkbar. Spieler klagten reihenweise über Spielabstürze, aufgehängte Clients sowie Bugs in den Partien selbst.

Wie schnell Riot Games die Probleme beheben und das Spiel auf einen selbst angesetzten Qualitätsstandard heben kann, bleibt abzuwarten. Ein Datum für die Veröffentlichung im normalen League of Legends Client gibt es natürlich momentan noch nicht.

Die Konkurrenz schläft nicht

Wie eingangs bereits kurz erwähnt, ist Riot Games nicht der einzige Publisher, der an einem eigenen Auto Chess Ableger arbeitet. Valve befindet sich mit „Dota Underlords“ ebenfalls bereits in einer Beta-Phase, die schon bald in einen offenen Status transferiert und somit allen Steam Nutzern zugänglich gemacht werden soll.

Epic Games hat sich indes mit den Entwicklern der ursprünglichen Auto Chess Mod von Drodo Studio zusammengetan und arbeitet an einer eigenen Variante für den Epic Launcher.

Über Teamfight Tactics

Teamfight Tactics (TfT) orientiert sich natürlich maßgeblich an der originalen Auto Chess Variante. Wir setzen auf einem (etwas kürzeren) gekachelten Schachfeld Einheiten von unterschiedlichen Typen ein, sammeln diese, um sie in Trios zum nächsthöheren Level aufwerten zu können, und stellen Kompositionen zusammen, die besondere Vorteile und Buffs mit sich bringen.

Auch Gegenstände, die aus regelmäßig auftretenden NPC-Wellen stammen, sind mit von der Partie. Hier sammeln und kombinieren wir ebenfalls Ausrüstung, die League of Legends Spielern sehr bekannt vorkommen dürfte. Klingen der Unendlichkeit, Dornenpanzer und Co. können in Teamfight Tactics aus Kettenweste, Riesenschwert und so weiter zusammengebaut  und an Einheiten verteilt werden.

Statt Rassen haben die Helden bei TfT eine „Origin“ also eine Herkunft. Hat der Spieler mehrere Fraktionen einer Herkunft, erhält er Boni dafür. Ebenso funktioniert das System der Klassen. Rundenweise kämpft anschließend das eigene Schachbrett gegen das eines anderen Mitspielers. Insgesamt nehmen, wie aus Auto Chess bekannt, acht Spieler an einer Partie teil.

Gold um neue Einheiten zu kaufen generieren wir neben dem Grundeinkommen auch aus einem Zinssystem, Siegen und Serien von Siegen oder Niederlagen. Der Spieler, der am längsten überlebt, gewinnt die Partie. Die größte Besonderheit im Vergleich zur herkömmlichen Auto Chess Variante ist ein Kreis aus Einheiten, aus dem sich die Spieler alle paar Runden abhängig von ihren aktuellen Lebenspunkten nach und nach gezielt bedienen dürfen – je höher die Lebenspunkte, desto später darf gewählt werden.

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