Ein Paukenschlag an Meldung erreicht uns am heutigen Dienstagabend. Wie der zuletzt von Negativschlagzeilen geprägte Entwickler und Publisher Blizzard Entertainment im Rahmen einer aktuellen Mitteilung bekannt gibt, wird die im Mai 2021 erstmals angeteaserte BlizzConline 2022 nicht stattfinden.

Die „BlizzConline“ war während der Coronavirus-Pandemie Blizzards Ersatzevent für die seit 16 Jahren bestehende Hausmesse BlizzCon gewesen. Doch auch dieses wird nicht wie zunächst geplant im Februar 2022 veranstaltet werden, heißt es in der Nachricht des Studios. Man habe sich dazu entschieden in der Planung einen Schritt zurück zu machen und zu überdenken, was die BlizzCon in Zukunft sein soll.

Jedes BlizzCon-Event erfordere zudem vollen Einsatz jedes einzelnen Mitarbeiters. Diese Energie, die für eine Show wie die BlizzCon – oder eben BlizzConline – erforderlich wäre, wolle man derzeit lieber in die Entwicklung der eigenen Spiele und Projekte stecken. Blizzard war in der näheren Vergangenheit von gleich mehreren schweren Vorwürfen und Rückschlägen betroffen. Themen wie Geschlechterungleichheit, Diskriminierung und sogar sexuelle Belästigung sowie sexuelle Übergriffe im beruflichen Umfeld kamen in kurzen Abständen direkt nacheinander auf. Die Skandale und damit verbundene Klagen und Prozesse führten beim einstigen Vorbildentwickler zu diversen personellen Veränderungen, Rücktritten und Entlassungen.

Viele dieser Anschuldigungen basierten auf einer jahrelangen Untersuchung des Staates Kalifornien, die letztlich in eine umfassende Klage gegen das Unternehmen mündete. Noch vergleichsweise am Anfang der Aufarbeitung verließ der bisherige Präsident von Blizzard Entertainment, J. Allen Brack, das Unternehmen:

Breaking: Blizzard Präsident J. Allen Brack verlässt das Unternehmen

Viele weitere folgten seinem Beispiel auf freiwilliger oder unfreiwilliger Basis in den darauf folgenden Tagen, Wochen und Monaten. Wie es aus internen Kreisen des Entwicklerstudios nach außen drang, lag die Arbeit an mehreren Projekten des Studios über lange Zeit still. Die Mitarbeitenden seien traumatisiert und zu Zeiten komplett arbeitsunfähig gewesen. Wie der aktuelle Stand um die inhaltliche Arbeit bei Blizzard Entertainment ist, kann nur vermutet werden.

Eine Absage mit Ansage?

Theoretisch hätte man also unter pessimistischer Veranlagung eine Meldung wie die heutige bereits erwarten oder zumindest erahnen können. Im offiziellen Statement von Blizzard werden die Schlagzeilen und Themen der näheren Vergangenheit allerdings nicht direkt als Grund für den Ausfall des Events, den es im Übrigen so seit der Entstehung der BlizzCon noch nie gegeben hat, genannt. Vielmehr solle es um die Fokussierung der Arbeitskraft und die Innovation gehen, die das Event für die Zukunft erfahren solle.

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In der Erklärung heißt es [übersetzt]:

„Die erste BlizzCon fand vor 16 Jahren statt und seitdem hat sich so viel verändert – vor allem die vielfältigen Möglichkeiten, wie Spieler und Communitys zusammenkommen und sich als Teil von etwas Größerem fühlen können. Wie auch immer die Veranstaltung in Zukunft aussehen mag, müssen wir sicherstellen, dass sie sich so sicher, einladend und inklusiv wie möglich anfühlt. Wir sind bestrebt, mit unseren Spielern kontinuierlich zu kommunizieren, und wir sehen die BlizzCon in Zukunft eine große Rolle dabei spielen. Wir sind gespannt darauf, was wir mit dem Event machen werden, wenn wir es in Zukunft wiederholen.“

Abschließend betont Blizzard, dass es trotz der ausfallenden BlizzConline 2022 Ankündigungen zu Updates geben wird, die für Blizzard-Spiele in der näheren Zukunft anstehen. Man habe viele bevorstehende Neuigkeiten und Veröffentlichungen geplant, die man mit der Community teilen möchte.

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