Über den ziemlich chaotischen Release von Cyberpunk 2077 hat die Welt eigentlich ja schon genug geschrieben. Nun allerdings werden vermutlich etliche Spieler ihren Trip nach Night City bis zum Ende gespielt haben und können sich einen genauen Überblick über den Inhalt des Spiels machen.

Wie bereits eingeräumt wurde, gab es durch den straffen Veröffentlichungsplan nicht nur Performanceprobleme auf den alten Konsolen, es sind auch ziemlich deutliche Schnitte zu erkennen, auch sind offensichtlich nicht alle Features eingebaut worden, von denen im Vorfeld die Rede war. Das ist nicht so desaströs wie einst bei No Man’s Sky – falsche Versprechungen wurden seitens des Publishers bei Cyberpunk eher hinsichtlich der Lauffähigkeit auf den alten Konsolen gemacht – dennoch merkt man beim Spielen nicht ausgearbeitete Passagen.

So war die Tage von Spielern die Rede, die angelegte Teile des fehlenden U-Bahn-Systems gefunden haben. Weitere Schnitte sind unter anderem: der Flathead-Begleiter, Auto Tuning, verschiedene Moves wie Wallrunning, etc. – um nur ein paar Beispiele zu nennen. Auch fragt man sich, warum einzelne Story-Stränge so wenig ausgearbeitet worden sind – das passt eigentlich nicht zu den sonst teilweise sehr liebevoll gestalteten Nebenmissionen. Auch sehr dünn fällt das aktuelle Fahndungssystem des Night City Police Departments, hier hätte man deutlich mehr herausholen können, stattdessen spawnen aus dem Nichts plötzlich übermächtige Truppen in Form von Drohnen oder Soldaten, naja.

Einen Hinweis auf kommende DLCs gab es bereits im Launch-Trailer, auf der offiziellen Cyberpunk 2077 Seite kann man nun bereits die Ankündigung lesen:

„Kostenlose DLCs landen ab Anfang 2021 in Night City.

Mehr Infos dazu demnächst!“

Unter dem Wort kostenlose DLCs verbirgt sich in diesem Fall also eher, dass damit die Lücken geschlossen werden sollen, die der zu straffe Terminplan verursacht hat. Es gibt also weniger „neue“ als „ursprünglich geplante“ Inhalte nachgereicht.

Mitarbeiter enthüllt Produktionsdetails

Nun folgte noch die Stimme eines angeblichen Mitglieds des Entwicklerteams, welches relativ detaillierte Einblicke in die problematische Produktion gegeben hat. In einem Forumbeitrag wird ein anonymer Text des besagten Mitarbeiters zitiert (Quelle: https://gamefaqs.gamespot.com/boards/778998-cyberpunk-2077/79177975#7).

Darin wird erklärt, dass es viel Druck von oben gegeben habe, dass etliche Streichungen vorgenommen seien worden, eine Quest sogar ganz rausgeflogen wäre und dem Team einige Entscheidungen aufgedrückt worden seien. So sei zum Beispiel auch Keanu Reeves gar nicht die Wunschbesetzung für Johnny Silverhand gewesen. Stattdessen hatte man eher einen Charakter im Blick wie Solid Snake aus dem ersten Metal Gear Solid.


Mehr zum großen Rollenspiel aus dem Hause CD Projekt Red findet ihr hier: Alle Cyberpunk 2077 News