Großartige Gewinnerinnen und Gewinner und ein begeistertes Publikum: Am Donnerstag, 31. März 2022, wurde der Deutsche Computerspielpreis 2022 (DCP) in München verliehen. Die begehrte Trophäe für das „Beste Deutsche Spiel“ und damit 100.000 Euro Preisgeld gehen an das Weltraum-Action-Game Chorus von Deep Silver Fishlabs aus Hamburg. Das geht aus der offiziellen Pressemitteilung zum gestrigen Event hervor, welches wir euch im Voraus bereits ankündigten.

Moderator und Entertainer Uke Bosse begrüßte das Publikum vor Ort und führte durch die spannende und unterhaltsame Show. Über eine halbe Million Spielefans verfolgten die Preisverleihung im Livestream. Der Deutsche Computerspielpreis 2022 wurde in 16 Kategorien vergeben und ist mit Preisgeldern in Höhe von 800.000 Euro dotiert.

Nach zwei digitalen Preisverleihungen fand der Deutsche Computerspielpreis in diesem Jahr wieder mit Publikum statt. Moderator Uke Bosse begrüßte die Nominierten und Laudatorinnen und Laudatoren vor Ort in der Tonhalle in München sowie die zahlreichen Zuschauenden im Livestream.

„Made in Germany“

Die begehrten Trophäen wurden von prominenten Laudatorinnen und Laudatoren überreicht, darunter Michael Kellner, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, Judith Gerlach, Bayerische Staatsministerin für Digitales, Moderatorin Jana Forkel, Schauspielerin Faye Montana, Autor Markus Heitz und viele bekannte Gesichter aus der Games-Branche und dem E-Sport.

Der Deutsche Computerspielpreis ehrt alljährlich die besten Computer- und Videospiele „made in Germany“. Träger des Preises sind die Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, und der game – Verband der deutschen Games-Branche. Die diesjährige Preisverleihung in München wurde mit Mitteln des Freistaates Bayern gefördert.

Michael Kellner, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz:

„Ich gratuliere allen Gewinnerinnen und Gewinnern des diesjährigen Deutschen Computerspielpreises herzlich. Mit ihren Spielen unterstreicht die deutsche Games-Branche eindrucksvoll, welch enormes Potenzial in ihr steckt. Games unterhalten uns auch in schwierigen Zeiten und setzen als Innovationstreiber wichtige Impulse für die Digitalisierung. Und Computerspiele werden online über alle Grenzen hinweg gespielt und bauen damit Brücken zwischen Spielerinnen und Spielern weltweit – das ist insbesondere in diesen Zeiten wichtiger denn je. Daher wollen wir den Games-Standort Deutschland weiter stärken und international noch wettbewerbsfähiger machen.“

Felix Falk, Geschäftsführer des game – Verband der deutschen Games-Branche:

„Gratulation an alle Gewinnerinnen und Gewinner des Deutschen Computerspielpreises 2022! Die vergangenen zwei Jahre waren für alle besonders herausfordernd. Auch die Spiele-Entwicklung aus dem Home-Office wartete mit großen Hürden auf. Dass unter diesen erschwerten Bedingungen nicht die Qualität leiden muss, sondern hervorragende Spiele entstehen können, zeigen die eindrucksvollen Gewinner-Titel dieses Jahres. Besonders spannend sind die Nachwuchspreise: Hier zeigt sich abermals, welches enorme Potenzial wir in den kommenden Jahren heben können, wenn wir Deutschland zu einem der führenden Games-Standorte weltweit entwickeln. Das wollen wir als Branche gemeinsam mit der Politik erreichen.“

Die Preisträger 2022 im Überblick

(innerhalb der Kategorien in alphabetischer Reihenfolge, in Klammern: Entwickler-Team und ggf. Publisher)

Bestes Deutsches Spiel (dotiert mit 100.000 Euro für das Gewinnerspiel)

  • Chorus (Deep Silver Fishlabs / Koch Media)

Die beiden weiteren Nominierten erhalten jeweils 30.000 Euro:

  • Endzone – A World Apart (Gentlymad Studios / Assemble Entertainment)
  • Lacuna (DigiTales Interactive / Assemble Entertainment)

Bestes Familienspiel (dotiert mit 40.000 Euro)

  • OMNO (Studio Inkyfox)

Nachwuchspreis – Bestes Debüt (dotiert mit 60.000 Euro für das beste Debüt)

  • White Shadows (Monokel / Headup Games)

Die beiden weiteren Nominierten erhalten jeweils 25.000 Euro:

  • A Juggler’s Tale (kaleidoscube / Mixtvision Mediengesellschaft)
  • Cleo – a pirate’s tale (Christoph Schultz)

Nachwuchspreis – Bester Prototyp (dotiert mit 50.000 Euro für den besten Prototypen)

  • Wiblu (Peter Bartonik, Christian Walter, Ramona Raabe)

Die vier weiteren Nominierten erhalten jeweils 25.000 Euro:

  • Delightfyl (Felicitas Brämer)
  • Makis Adventure (Mateo Covic, Eric Hartmann)
  • Skuggor (Tobias Borns, Sebastian Krause, Julia Wolf / Hochschule Trier)
  • Words (Ahmet Zahit Dönmez / TH Köln – Cologne Game Lab)

Beste Innovation und Technologie (dotiert mit 40.000 Euro)

  • Warpdrive (Holocafé)

Beste Spielewelt und Ästhetik (dotiert mit 40.000 Euro)

  • A Juggler’s Tale (kaleidoscube / Mixtvision Mediengesellschaft)

Bestes Gamedesign (dotiert mit 40.000 Euro)

  • Kraken Academy!! (Happy Broccoli Games / Fellow Traveller)

Bestes Serious Game (dotiert mit 40.000 Euro)

  • EZRA (Landesverband Kinder- und Jugendfilm Berlin e.V.)

Bestes Mobiles Spiel (dotiert mit 40.000 Euro)

  • Albion Online (Sandbox Interactive)

Bestes Expertenspiel (dotiert mit 40.000 Euro)

  • Imagine Earth (Serious Brothers)

Bestes Live Game (dotiert mit 40.000 Euro)

  • Hunt: Showdown (Crytek / Koch Media)

Bestes Internationales Spiel (undotiert)

  • Elden Ring (From Software / Bandai Namco Entertainment Germany)

Bestes Internationales Multiplayer-Spiel (undotiert)

  • It Takes Two (Hazelight Studios / Electronic Arts)

Spieler des Jahres (undotiert)

  • Maximilian Knabe (aka HandOfBlood)

Studio des Jahres (dotiert mit 50.000 Euro)

  • CipSoft (Regensburg)

Sonderpreis der Jury (dotiert mit 10.000 Euro)

  • Games Jobs Germany

So arbeitet die Jury:
Die Preisträger werden in einem mehrstufigen Verfahren ermittelt. Zunächst beraten die Fachjurys über die Nominierungen in den verschiedenen Kategorien. Anschließend kürt die Hauptjury aus den Nominierten die Gewinner. Die Auswahlkriterien für die besten Spiele des Jahres sind Aspekte wie Qualität, Spielspaß, Innovationsgehalt oder der kulturelle und pädagogische Anspruch. Die vielfältig besetzte Jury setzt sich aus Expertinnen und Experten aus den verschiedensten Bereichen der Games-Branche und darüber hinaus zusammen – von Wirtschaft und Wissenschaft bis hin zu Kultur, Medien und Politik. Die vollständige Liste der Jury-Mitglieder gibt es hier.