Nachdem man in den vergangenen Wochen leider viele Corona-bedingt Rückzieher aus dem E-Sport verfolgen konnte, scheint der Wind bei der Eintracht Braunschweig in eine andere Richtung zu wehen. Die Löwen stellen für die Saison 2020/2021 ein eigenes eFootball-Team auf um sich in der VBL (Virtual Bundesliga) zu beweisen.

Diese positive Entwicklung ist sicherlich auch dem Aufstieg der Löwen von der 3. in die 2. Liga geschuldet. Zwei Jahre hatte der Verein gebraucht um im konventionellen Profi-Fußball wieder richtig durchzustarten. Anders als andere Mannschaften, die sich durch die finanziellen Einbußen der Corona-Pandemie gezwungen fühlten, ihr Engagement im E-Sport einzufrieren, habe man diese Phase bei der Eintracht wohl bewusst genutzt, um ein Team aufzustellen. Während des Lockdowns startete man zusammen mit der Amilla Marketing GmbH bereits in eine gemeinsame Kooperation und kreierte die „Stay at home, play at home – Challenge“. Dabei zeigte Eintracht-Profi Marcel Bär, was er für eine Leistung an der Konsole auf den virtuellen Rasen zu bringen in der Lage ist. Er trat dabei gegen etliche Ligakontrahenten an.

Eintracht-Geschäftsführer Wolfram Benz bestätigt, dass das Thema eFootball bereits seit einiger Zeit im Verein besprochen wird. Vor allem sehe man darin eine große Chance mit diesem neuen Sport den Nerv der jungen Fans zu treffen. Und man habe dafür bereits große Pläne:

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„Wir wollen im nächsten Jahr schauen, wie sich der Wettbewerb bei der Eintracht entwickelt. Durch den Aufstieg in die 2. Bundesliga hat sich nun die Möglichkeit ergeben, an der VBL teilzunehmen, auch die Erfahrungen aus der Corona-Zeit haben gezeigt, dass es durchaus ein spannender Bereich sein kann.“

DFL fördert eFootball-Teams

Nicht verheimlichen würde man dabei wohl, dass der eFootball, welcher unter dem Dach des DFL läuft, aktuell auch reichlich gefördert werde. So hätten die Teams mit einem sechsstelligen Betrag an Fördergeldern zu rechnen, wenn sie in den Sport einsteigen. Dies zeigt, dass auch eine Ebene höher der E-Sport nach wie vor groß gehandelt wird – dies auch trotz, oder sogar gerade wegen der schwelenden Corona-Pandemie.

Los geht es mit der Virtuellen Bundesliga dann im Herbst 2020. Die vierköpfige VBL-Mannschaft, mit der die Eintracht dann antritt, wird von Lukas Henning gecoacht. Man bereite sich bereits auf den Saisonstart vor. Henning ist selbst Ex-Fifa-Profi und ist sich der großen Aufgabe bewusst:  „Bis zum Start sind noch einige Vorbereitungen zu treffen. Natürlich wird das für die Jungs vor allem eine neue Drucksituation, mit der sie sich auseinandersetzen müssen. Es ist etwas anderes, auf dem heimischen Sofa zu spielen oder im Stream das Derby gewinnen zu müssen.“

Fans können Teil des Kaders werden

Aus welchen Spielern das Team besteht und wer zukünftig unter blau-gelber Flagge in die VBL ziehen wird, das möchte der Verein in den nächsten Wochen verkünden. Es sind wohl auch noch Plätze im Kader frei, es sollen noch einige Turnierangebote folgen, in denen Fans um einen Platz im offiziellen Eintracht eFootball-Team spielen können.

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