Erfurt. Am gestrigen Freitagabend war es endlich soweit: Nach langen, ausführlichen und intensiven Gesprächen hinter den Kulissen wurde die Partnerschaft des RW Erfurt 1966 Pro Club und dem offiziellen Fußballverein der Stadt, FC Rot-Weiß Erfurt, offiziell bekannt gegeben. Im Rahmen einer Präsentation im Steigerwaldstadion stellten Pro Club Manager Patrick Heydecke sowie Robert Conrad, seines Zeichens Aufsichtsratmitglied des Vereins, die gemeinsamen eSports Pläne für die Zukunft vor.

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Patrick Heydecke (l.) und Robert Conrad führten durch die Vorstellung.

Unter der Anwesenheit vieler offizieller Vertreter der zum Teil neuen Vereinsführung (darunter neuer Geschäftsführer der FC RWE Fußball GmbH Michael Krannich), der ersten Mannschaft (darunter Cheftrainer Thomas Brdaric), des Nachwuchsleistungszentrums, der Presse, der Pro Club Abteilung und vieler weiterer Gäste wurde der eSport in seinen Grundzügen erläutert und allen Anwesenden noch einmal näher gebracht. Was ist der eSport? Welche Rolle nimmt FIFA Pro Club in ihm ein und wie kann ein etablierter Fußballverein von einer eSports Sparte profitieren?

Diese und weitere Fragen führten nach einigen Minuten Erläuterung, inklusive der Präsentation von kommentiertem Gameplay und aufbereiteten Spieltagen von bereits in der Vergangenheit gewonnenen Partnern, zur Antwort: Sehr viel!

11 gegen 11 auf der Konsole und dem Rasen

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Auch auf bereits gewonnene Partner nahm Patrick Heydecke in der eSport Präsentation Bezug.

Nicht nur im großen und bekannten FUT-Modus, den die FIFA Profis im 1 gegen 1 Wettbewerb nutzen, sondern auch im 11 gegen 11 auf der Konsole gibt es einige Überschneidungen, die echten Rasen und Simulation miteinander verbinden. Es geht um Teamgeist, Konzentration, Disziplin, Emotionen und vieles mehr. Dies will man sich seitens der Rot-Weißen nun zu nutze machen und in der National Gaming League auch im eSport unter der offiziellen Flagge des FC Rot-Weiß Erfurt antreten.

Auch bislang war der RW Erfurt 1966 Pro Club bereits als Vereins nahe Organisation eingestuft und gesehen worden, darf sich nun allerdings offizielles eSport Team des Fußballvereins nennen. Das hilft nicht nur in Sachen Reichweite und Anerkennung, sondern auch in der Professionalisierung und dem Auftreten nach außen. Der Club erhofft sich von der künftigen Zusammenarbeit vor allem eine Erweiterung der Zielgruppe. Es sei Zeit den Schritt in den eSports zu gehen, den schon viele andere zuvor vollzogen haben, hieß es im Gespräch am Freitagabend.

Pläne für die Zukunft

Neben dem offiziellen Auftreten als Pro Club Mannschaft in FIFA 20 in insgesamt vier Ligen strebt man auch in der Eventorganisation einige gemeinsame Projekte an. Das erste startet bereits am 30. Oktober 2019. An diesem Datum ist zunächst ein vereinsinternes FIFA Turnier geplant, bei dem neben Pro Club Spielern auch vielen weiteren Akteuren aus dem Verein die aktuellste Version von EAs Fußballsimulation nahe gebracht werden soll. Demnach sollen unter anderem auch Spieler des Nachwuchsleistungszentrums mit vor Ort sein, wenn es heißt: Fußball-Action auf der Konsole beim FC Rot-Weiß Erfurt.

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Die anwesenden Pro Club Spieler freuten sich im Stadion über einen neuen Trikotsatz.

Ist die Zusammenarbeit erst einmal erfolgreich angelaufen, sieht man verschiedenste Ansätze für weitere gemeinsame Unternehmungen. Diese reichen von weiteren Turnieren bis hin zum offiziellen Einstieg in den FUT-Modus. Doch das ist Zukunftsmusik.

Zum Abschluss der Präsentation wurde für das leibliche Wohl gesorgt und es bestand reichlich Zeit zum Austausch über die spannende Neuerung im Verein mit allen Beteiligten. Auch Gaming-Grounds.de war live vor Ort, um den etablierten Partner bei einem großen Schritt zu unterstützen und das Event medial zu begleiten. Zudem nutzte man die Gelegenheit, um viele Akteure persönlich kennen zu lernen und weitere Details der anhaltenden Zusammenarbeit zu besprechen.

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