Berlin. Am 10. April 2019 trafen sich im Rahmen der gamesweekberlin insgesamt 25 Teilnehmer/innen zu einem Networking Breakfast für Frauen im eSport. Über den Verlauf und das Ergebnis berichtetet der eSport-Bund Deutschland (ESBD) in einer aktuellen Pressemitteilung.

Wie funktioniert die Arbeitsgruppe?

Ausgerichtet wurde das Vernetzungsfrühstück schon zum zweiten Mal durch den ESBD im Vorfeldprogramm seiner jährlichen Konferenz, dem GERMAN ESPORTS SUMMIT. Neben einem allgemeinen Austausch über den Dächern Berlins wurde auf dem Treffen auch eine offene Arbeitsgruppe „Frauen im eSport“ ins Leben gerufen, die im ESBD verankert ist, aber auch Interessierten jeden Geschlechts außerhalb des Verbandes zur Vernetzung und Mitarbeit offen steht.

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In der Eröffnungsrede durch die Bundestagsabgeordnete Saskia Esken auf der Veranstaltung wurde die Initiative begrüßt: „Ich bin erfreut, dass eure Arbeit in einer Arbeitsgruppe resultiert, die eine Perspektive von Frauen im Verband repräsentiert und wünsche euch viel Erfolg.“ Esken übernahm die Schirmherrschaft für die neugegründete ESBD-Arbeitsgruppe.

Im Nachgang zum Vernetzungsfrühstück wählten die Mitglieder für die Vertretung der Arbeitsgruppe drei Sprecherinnen-Positionen: Kristin Banse, Jana Möglich und Jin-A Shim. Banse und Shim arbeiten aktuell für die Berliner Medienagentur Freaks 4U Gaming. Möglich ist als eSport-Referentin in der Initiative IF(game)SH aus Schleswig-Holstein aktiv.

Stimmen zur Initiative

„Ein Zusammenschluss von Frauen im eSport ist schon lange überfällig. Die Szene besteht noch immer überwiegend aus Männern und deswegen ist es umso wichtiger, dass sich Frauen vernetzen und gegenseitig unterstützen“, sagt Kristin Banse. „Ich freue mich sehr, gemeinsam die zahlreichen Ideen der AG aktiv anzugehen zu können.“

Jana Möglich ergänzt: „Wir wollen das inklusive Potenzial des eSports bestmöglich ausschöpfen. Das Ziel muss sein, eine für alle Menschen gleichermaßen faire und angenehme Spielatmosphäre zu schaffen, in der die Spielenden an erster Stelle an ihrer spielerischen Leistung gemessen werden und oberflächliche Merkmale wie Geschlecht oder Aussehen in den Hintergrund rücken.“

„eSport zeichnet sich durch eine junge und dynamische Szene aus, die durch ihr schnelles Wachstum und ihre Wandlungsfähigkeit überzeugt. Und diese Wandlungsfähigkeit möchten wir nutzen, um seine Strukturen zu überdenken und die Zukunft der eSport-Landschaft mitzugestalten. Gemeinsam mit der AG möchte ich die Stärkung von Frauen im eSport vorantreiben und ein inklusives Umfeld für Männer und Frauen schaffen“, schließt Jin-A Shim.

Die Arbeitsgruppe will weitere Angebote für Vernetzung von Frauen im eSport entwickeln und die Gleichstellung im eSport aktiv im ESBD und darüber hinaus thematisieren. Wichtige Themen werden außerdem ein Mentoring-Programm, der Umgang mit diskriminierendem Verhalten auf den eSport-Plattformen sowie die internationale Vernetzung sein.

ESBD-Präsident Hans Jagnow beglückwünschte die Sprecherinnen zu ihrer Wahl und begrüßt die Initiative: „Es ist entscheidend, dass Frauen im eSport eine starke eigene Stimme haben und ihre Perspektive in der Gestaltung des eSport mitgedacht wird. Eine strukturelle Integration in den ESBD ist ein darum wichtiger Schritt, den wir als Präsidium klar unterstützen.“

Über den ESBD

Der ESBD – eSport-Bund Deutschland e.V. – repräsentiert bundesweit den organisierten eSport und seine Sportlerinnen und Sportler in Deutschland. Er wurde am 26. November 2017 in der ehemaligen DFB-Villa in Frankfurt (Main) durch zwanzig Teams und Vereine, sowie der ESL, dem game und Einzelpersonen gegründet. Als Fachsportverband ist der ESBD sowohl für Politik und Verwaltung als auch für Sport- und Dachverbände der zentrale Ansprechpartner für die sportliche Ausgestaltung von eSport und die Belange der Athleten in dem Bereich. Für seine Mitgliedsorganisationen aus Spitzen- und Breitensport des eSports bildet der ESBD eine Plattform, auf der gemeinsame Herausforderungen im Dialogverfahren behandelt und übergeordnete Themenfelder bearbeitet werden können.

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