In den meisten Escape from Tarkov Diskussionen geht es derzeit wieder einmal darum, welche Inhalte als Nächstes kommen und vor allem, wann der nächste Wipe ansteht und die Jagd nach Items von vorne beginnt. Doch auch abseits davon gibt es natürlich jede Menge Baustellen im Hardcore-Loot-FPS von Battlestate Games.

Die Entwickler bemühen sich mittlerweile seit mehreren Jahren, möglichst viele Verbesserungen jeglicher Art einzubauen, um das Spielerlebnis weiter zu verbessern. Mit der Ankündigung vom heutigen Mittwoch, 11. Mai 2022 will man gegen Verhaltensweisen vorgehen, die als „Boosting“ und „RMT“ (Real Money Trading) bezeichnet werden. BSG möchte verhindern, dass erfahrene Vielspieler anderen Spielenden und ihren Accounts zu sehr dabei helfen, Fortschritte auf unfaire Art und Weise zu erzielen.

Das sind die neuen Maßgaben

Um diese Ziele zu erreichen, will man den Status und die Zustände einiger Gegenstände im Spiel drastisch verändern. Demnach werden viele Items künftig einfach zerstört, wenn sie nicht die Eigenschaft „Found in Raid“, also gefunden im Raid, besitzen. Sobald ihr solche Gegenstände mit in einen Raid bringt und versucht, diese fallenzulassen, werden sie einfach zerstört, statt von anderen wieder aufgenommen werden zu können, wie es bislang der Fall gewesen ist.

Um Spielende davor zu bewahren, aus Versehen Gegenstände zu vernichten, wird es ein neues Dialogfenster geben, welches euch eine Warnung anzeigt, dass bei Bestätigung die entsprechenden Gegenstände dauerhaft verloren gehen.

Damit nicht mit „Found in Raid“ markierte Gegenstände künftig in Escape from Tarkov zerstört werden, müssen folgende Schritte unternommen werden:

  • Ihr versucht solche Items aus eurem Inventar fallenzulassen und ignoriert die auftauchende Warnung
  • Ihr habt solche Gegenstände in euren Taschen, eurem Rucksack oder eurem Rig und werdet im Raid getötet
    (Entsprechende Gegenstände im Secure Container sind davon selbstverständlich nicht betroffen.)
  • Ihr versucht, Behälter jeglicher Art fallenzulassen, die nicht im Raid gefundene Gegenstände beinhalten

Die Änderung bezieht sich auf folgende Gegenstände:

  • Geld
  • Alle Barter-Items (mit einigen Ausnahmen, dazu gleich mehr)
  • Schlüssel und Schlüsselkarten
  • Behälter
  • spezifische Armbänder
  • Info-Gegenstände
  • ausgewählte Nahkampfwaffen (UVSR Taiga-1 Survival Machete, Red Rebel ice pick, Miller Bros. Blades M-2 Tactical Sword, Kiba Arms Tactical Tomahawk)

Doch es gibt auch Ausnahmen, einige Gegenstände können in einer gewissen Quantität gehandelt werden, bevor die neue Beschränkung greift und weitere Tauschoptionen durch das Zerstören blockiert. Diese Ausnahmen gelten wie folgt:

  • Rubel: 20.000
  • Goldketten: 3 Stück
  • Schießpulver „Kite“: 3 Stück
  • Werkzeugsets: 2 Stück
  • Roler Submariner Armbanduhr: ein Exemplar
  • Paracord: ein Exemplar
  • Silikontube: ein Exemplar
  • Injektoren: ein Exemplar pro Art

Mit diesen Veränderungen versucht Battlestate Games hauptsächlich zu verhindern, dass Cheater oder Spielende, die echtes Geld für Transaktionen im Spiel verlangen, dem Spiel sowohl in Bezug auf die Ingame-Wirtschaft, als auch dem Ruf insgesamt, Schaden zufügen. Natürlich limitiert diese Maßnahme viele Spieler auf eine gewisse Art, die beispielsweise nur Schlüssel für Quests handeln wollten, nachdem sie diese selbst schon abgeschlossen hatten. Zahlreiche weitere Beispiele sind denkbar.

Was haltet ihr von der Vorgehensweise? Begrüßt ihr die Restriktionen in der Übergabe von Gegenständen in Tarkov? 
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Was haltet ihr von der Vorgehensweise? Begrüßt ihr die Restriktionen in der Übergabe von Gegenständen in Tarkov? x

In Escape from Tarkov stehen die Zeichen derzeit ein weiteres Mal auf Wipe. Nur wie lange sich BSG noch Zeit lässt, bevor der Reset erfolgt, ist noch unklar. Nach dem letzten größeren Ingame-Event hätten viele bereits mit dem Neustart des Progress gerechnet, doch derzeit ist wieder alles beim Alten…

Escape from Tarkov: Event vorbei – doch kein Wipe? Was jetzt?