Am heutigen Donnerstagabend präsentierte uns Battlestate Games die neueste Ausgabe des TarkovTV LIVE Formats. Im zugehörigen Stream verriet uns Nikita Buyanov neue Informationen rund um den nächsten Wipe, den kommenden Escape from Tarkov Patch sowie auch das frisch angekündigte Escape from Tarkov Arena, welches als alleinstehende Auskopplung erscheinen soll und eine völlig neue Dynamik in das EFT-Universum bringen wird.

Eine der meistgestellten Fragen war aber im Livechat natürlich die nach dem nächsten Wipe, dem nächsten Reset, der neuen Wind ins Spiel und die Motivation vieler Spieler zurückbringen wird. Tatsächlich ließ man sich hier etwas mehr aus dem Ärmel locken als zuvor. So habe man zwar noch kein konkretes Datum für den nächsten Wipe, doch dieser solle definitiv mit dem nächsten Content-Patch kommen, der in der Entwicklung fast fertig sei.

Inhaltlich sei die Entwicklung des Patches abgeschlossen, derzeit sei man dabei das bekannte „Polishing“ abzuschließen. Sobald auch das geschafft ist, wird ein umfangreiches Content-Update implementiert, welches auch den neuen Wipe einläutet. Eingestimmt werden soll die Community abermals durch Pre-Wipe-Events, nach denen ihr die Augen offen halten solltet. Diese werden darauf hindeuten, dass der Zeitpunkt des nächsten Resets tatsächlich bevorsteht.

Neue Features im nächsten EFT Patch

Bevor wir zu den ab sofort bestätigten Inhalten kommen, sei kurz das erwähnt, was noch nicht kommt: Streets of Tarkov. Zwar sei man in Bezug auf Layout, Features, Design und Co. schon so gut wie fertig, doch stelle die Spielbarkeit der bislang größten und komplexesten Karte weiterhin ein Problem dar. Sowohl grundsätzliche Optimierung als auch an der Framerate müsse noch weiter gearbeitet werden.

Dennoch stellt BSG in Aussicht, dass es nicht mehr allzu lange dauern soll, bis wir uns selbst auf der ersten Iteration der Streets of Tarkov Map bewegen können. Die Karte soll nicht weniger als „die komplexeste Umgebung in der Geschichte der Videospiele“ darstellen, wenn es nach Buyanov und seinem Team geht.

Neue Waffen, Lighthouse Erweiterung und mehr

Nun aber wirklich zu den Inhalten, die es mit dem nächsten EFT Patch ins Spiel schaffen werden. Wie von vielen Spielern bereits erwartet, wird die neueste Karte Lighthouse um einen neuen Part erweitert, der zu Beginn von allen Interessierten frei erkundet werden kann. Zu einem späteren Zeitpunkt sollen allerdings Events folgen, in deren Rahmen der Zugang erneut gesperrt wird. Ab diesem Zeitpunkt werdet ihr spezielle, noch nicht näher spezifizierte Zugangsvoraussetzungen erfüllen müssen, um dorthin zu gelangen.

Darüber hinaus widmet sich der Patch der grundsätzlichen Bandbreite von Inhalten. Auf der einen Seite wird es neue Optionen für die Stimmauswahl von USECs und Bears geben, auf der anderen Seite wurden sowohl die grundsätzlichen Kleidungen und Waffenmodelle überarbeitet. Weiterhin schaffen es mit dem nächsten Update zahlreiche komplett neue Waffen ins Spiel, die uns bislang noch nicht in voller Bandbreite gezeigt werden.

Enthüllt wurden dennoch einige Modelle. Unter anderem schafft es das deutsche G36 Gewehr in unterschiedlichsten Ausführungen, darunter natürlich auch das G36c, mit diversen Aufsätzen sowie Individualisierungsmöglichkeiten ins Spiel. Begrüßen dürfen wir außerdem die M3 Shotgun, ein .338 Bolt-Action Sniper Rifle inklusive Schalldämpfer, das MP-18 Einzelschuss-Gewehr mit 7.62x54R Kaliber, das RD-704 Sturmgewehr, die Flare Gun, mit der ihr sogar Air Drops herbeirufen könnt, und viele mehr. Spielbar wird auch ein neuer Granatwerfer, der schon bei seiner initialen Vorstellung für viele Bedenken gesorgt hat. Ein Teil dieser Bedenken kann nun genommen werden. Wie Buyanov ankündigt, wird der Granatwerfer ausschließlich vom Boss „Big Pipe“ mit sich geführt und kann deshalb maximal von einer Person gleichzeitig besessen werden. Zudem wird es nicht möglich sein, diesen auf dem Markt zu verkaufen.

Apropos „Big Pipe“: Einführen will BSG zusätzlich neue Scav Bosse, die stetig umherwandern. Das bedeutet nicht nur, dass sie ihre Position auf einer Karte ändern, sondern tatsächlich zu unterschiedlichen Zeiten auf unterschiedlichen Maps anzutreffen sein sollen. In der Präsentation erstmals zu sehen waren darüber hinaus sogenannte „Special Slots“ im Inventar der PMC Charaktere. Wie diese in der Zukunft genutzt werden können ist indes noch nicht weiter bekannt.

Airdrops, Fence Quests, FSR, Koop, Nightvision Rework

Zum Thema Airdrops gibt es ebenfalls noch etwas Neues. Nach der heutigen Ankündigung wissen wir, dass es die Airdrops künftig in vier verschiedenen Ausführungen geben wird. Je nach Version beinhalten diese verschiedene Güter wie Waffen, Versorgungs- oder medizinisches Material. Die erwähnte Flare Gun wird es zwar in verschiedenen Farben geben, doch soll lediglich die rote Variante einen Airdrop herbeirufen. Die anderen Farben sollen in Zukunft beispielsweise für Quests und andere Mechaniken wichtig werden.

Nach der Implementierung von DLSS schafft es mit dem nächsten Update auch FSR als Performance-Boost für alle AMD-Nutzer in Escape from Tarkov. In der Video-Präsentation zeigt sich, dass ihr hier, je nach Situation, durchaus 20 bis 30 Frames mehr erreichen könnt als ohne das Feature.

Wie groß der Patch wird, lässt sich so langsam erkennen. Eine weitere Neuerung betrifft das Rufsystem bei Fence, dem Boss aller Scavs im Spiel. Künftig bekommt ihr auch bei ihm tägliche Aufträge, um euren Ruf noch effektiver steigern und als Scav gezielter agieren zu können. Die Aufträge funktionieren im Großen und Ganzen genau so, wie alle anderen Händlermissionen für euren PMC.

Eine größere Gameplay-Veränderung wird indes das Nightvision-Rework sein, in dessen Rahmen auch endlich die ersehnten IR-Laser und IR-Flashlights implementiert werden. Nachtsicht wird also mit dem nächsten Patch grundsätzlich überarbeitet.

Noch weitaus bedeutender wird für einen Teil der Community außerdem ein wirklicher Feature-Kracher sein, den man sich in der Tarkov TV Episode lange aufhob. Ab dem nächsten Wipe wird tatsächlich ein Koop-PvE-Modus verfügbar, in dem ihr gemeinsam trainieren, Dinge ausprobieren und Inhalte erstellen könnt. Die Offline-Raids werden ausgebaut, allerdings werdet ihr nur darauf Zugriff haben, wenn ihr die große Edge of Darkness (EoD) Version besitzt. Die Entwickler wollen dieses Feature zunächst ausprobieren, zu einem späteren Zeit könnte sich die Verfügbarkeit aber noch ändern.

Neue Animationen und Charakterverhalten

Zu guter Letzt wird auch an das Inertia-System weiter angeknüpft. Nachdem die Trägheit bereits das Verhalten der Charaktere maßgeblich beeinflusste, wird künftig auch eure Ausrüstung eine bedeutendere Rolle spielen. Je nach Größe eurer Waffe und eurer Körperhaltung wird sich euer Charakter anders bewegen und agieren können. Dies betrifft Richtungswechsel, die Nutzung von Waffen und einiges mehr.

Battlestate Games verfolgt damit ganz klar weiter seinen eigenen Realismus-Anspruch und versucht diesen zu optimieren.

Neue Details zu EFT Arena: Maps, Preis und mehr

Nikita Buyanov beantwortete zudem einige Fragen aus dem Stream-Chat zum frisch angekündigten Escape from Tarkov Standalone Spiel „Arena“, welches den Kampf noch weitaus mehr in den Mittelpunkt stellen wird. Wer die EoD-Version von Tarkov besitzt, wird kostenlosen Zugang erhalten, alle anderen müssen zahlen. Einen genauen Preis gab es hier auf Nachfrage zwar auch nicht, aber immerhin soll es „nicht allzu viel werden“, so Buyanov.

Anders als bislang von einige vermutet, wird die Auswahl der Maps weitaus größer werden. Die zwei im ersten Trailer zu sehenden Schauplätze sind erst der Anfang. Bereits zum Release soll Arena fünf oder sechs kleine sowie ein bis zwei mittelgroße Karten enthalten. Auch im Anschluss soll diese Auswahl weiter vergrößert werden, um möglichst viele Schauplätze aus Tarkov abzubilden. Die Karten werden sich nicht nur auf Indoor-Schauplätze beschränken, sondern auch in offenen Arealen unter freiem Himmel spielen, sogar ein Nachtmodus soll verfügbar sein.

Ein Kontrast zum originalen EFT wird zudem der Spectator-Modus sein, in den ihr nach eurem Ableben in den Team-Kämpfen wechseln könnt, um eure verbleibenden Verbündeten zu beobachten und im Idealfall sogar noch nützliche Hinweise zu geben. Arena soll auf ein Matchmaking-System setzen, um euch Gegner auf Augenhöhe zuzulosen, einen speziellen Ranglisten-Modus habe man derzeit aber nicht geplant. Alternativ könnt ihr Custom-Games erstellen, um nach euren Vorlieben mit oder gegen eure Freunde zu spielen.

Wer keine Lust auf PvP hat, kann sich alternativ auf die PvE-Inhalte freuen. Neben den bereits bestätigten Bossfights gegen bekannte EFT-Widersacher bestätigte Buyanov heute auch einen typischen Horde-Modus, in dem ihr euch gegen Wellen von anstürmenden Gegnern behaupten müsst.

Innerhalb von Arena soll es zudem Aufgaben geben, über die ihr euch verschiedenste Dinge freispielen könnt. Dazu gehören unter anderem Presets mit unterschiedlicher Ausrüstung, Waffen und Gadgets, die ihr im Anschluss in kommenden Matches verwenden dürft. Wahlweise spielt ihr euren PMC aus Tarkov mit aktueller Ausrüstung auch in Arena.

Abschließend bestätigte BSG heute in Bezug auf Escape from Tarkov Arena noch einmal, dass sich Gunplay, Ballistik, Mechaniken und das gesamte Spielgefüge genau so anfühlen werden, wie im Original auch. Hier dürft ihr nicht mit großen Veränderungen rechnen.

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