Wie die ESL am gestrigen Montag, 31. August 2020, berichtete, hat es in gleich zwei kompetitiven CS:GO E-Sport Events Vorfälle gegeben, in denen Coaches von insgesamt drei Teams einen Fehler im Spiel ausgenutzt haben, um entscheidende Wettbewerbsvorteile zu erlangen. Über einen Fehler, den die ESL nicht weiter in seiner Entstehung erklärte, konnten die Beobachter Teile der Karte einsehen, die normalerweise hätten verborgen bleiben sollen.

Über die somit gesammelten Informationen über die Position von Gegenspielern konnten die Trainer den Spielern des eigenen Teams strategische Vorteile verschaffen. Betroffen sind dabei die Turniere „ESL One Road to Rio“ als auch die „DreamHack Masters Spring“. Vor diesem Hintergrund erklärt die ESL, dass man Maßnahmen gegen drei Coaches eingeleitet hätte, die diesen Fehler genutzt hätten.

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Drei Coaches und Teams betroffen

Betroffen sind ‚MechanoGun‘ von Team Hard Legion (nutzte den Vorteil auf sechs Maps un drei Matches), ‚HUNDEN‘ vom Team Heroic (nutzte den Fehler in zehn Runden auf einer Map) als auch ‚dead‘ von MIBR (nutzte den Exploit in einer Runde auf einer Map). Je nach Intensität der Nutzung wurden nun verschiedene Strafen gegen die Nutznießer ausgesprochen.

Während ‚dead‘ für insgesamt sechs Monate nicht mehr aktiv in einem Wettkampf coachen oder spielen darf, fallen die Strafen für ‚HUNDEN‘ (12 Monate) und ‚MechanoGun‘ (24 Monate) deutlich härter aus. Zudem werden die betroffenen und bereits genannten Teams retrospektiv von den entsprechenden Turnieren disqualifiziert, ihre ESL Pro Tour Punkte und Preisgelder nicht vergeben. Die einzelnen Teams sind bereits über die Maßnahmen informiert worden.

Zudem sind weitere Organisatoren von professionellen CS:GO Turnieren informiert worden, um weitere Matches in Bezug auf den Exploit untersuchen zu können. Die ESIC (Esports Integrity Commission) werde separat von der ESL Sanktionen aussprechen. Der zugehörige Verhaltenskodex der ESIC war bei den betroffenen Turnieren von den Teams anerkannt worden.

Das Gute an der Sache

Wichtig sei es ebenfalls, so die ESL, im Rahmen dieser Ankündigung und Aufarbeitung zu erwähnen, dass noch einige weitere Coaches den Fehler im Spiel bemerkten, die daraus resultierenden Möglichkeiten des Exploits allerdings in keinster Weise ausnutzten. Ein besonderer Dank geht an dieser Stelle von der ESL auch an den Counter-Strike: Global Offensive Schiedsrichter Michal Slowinski, der eine entscheidende Mitwirkung an der Arbeit und Untersuchung des Vorfalls hat.

Hier seht ihr beispielsweise einen Twitter-Beitrag von ihm, in dem er den Fehler einmal explizit vorführt:

Die kompetitive Integrität der ESL Turniere sei, so der Veranstalter abschließend, die höchste Priorität und man werde weiterhin darauf hinarbeiten, eine saubere und verlässliche kompetitive Umgebung zu schaffen.

Über Counter-Strike: Global Offensive

Counter-Strike bietet als einer der konstantesten kompetitiven Shooter auch mit Global Offensive wieder einen der relevantesten E-Sport Titel im Genre. Mit etlichen Ligen und Mega-Events begeistert Valve erneut die gesamte Shooter Szene und erfreut sich nach wie vor einer riesigen Community. CS:GO ist auch nach Jahren noch mehr als ein solider Standard in den E-Sports und stellte erst im Februar 2020 wieder einen neuen Rekord in Bezug auf gleichzeitige Spieler auf.

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