Der game – Verband der deutschen Games-Branche präsentierte heute die aktuelle Auswertung des Games-Marktes im Corona-Jahr 2020. Die Zahlen basieren auf der Auswertung der Marktforscher von GfK Entertainment und App Annie. Nach den neuesten Erkenntnissen hat der Games-Markt einen neuen Umsatz-Rekord aufgestellt.

Wie aus dem Bericht hervorgeht, ist Hardware- und Software-Umsatz 2020 deutlich gewachsen: Mit Spielekonsolen, Gaming-PCs und entsprechender Peripherie sind demnach rund 3,2 Milliarden Euro umgesetzt worden. Das ergibt stattliches ein Plus von 26 Prozent im Vergleich zum Vorjahr 2019. Besonders im Bereich Computer- und Videospiele habe sich dies bemerkbar gemacht. 5,2 Milliarden Euro konnten allein mit dem Kauf von Games, In-Game- und In-App-Käufen, Abonnements sowie Gebühren für Online-Dienste umgesetzt werden. Damit legte dieser Teil des Marktes sogar um 36 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu.

game verband umsatz 2020
Von 2019 auf 2020 ist ein deutlicher Umsatzsprung zu erkennen. Quelle: game-Verband

game-Geschäftsführer Felix Falk kommentiert die Entwicklung so:

„Das außerordentlich starke Wachstum im Games-Bereich zeigt, wie wichtig Games im Corona-Jahr 2020 waren. Sie haben Millionen Menschen zusammengebracht, Spielerinnen und Spieler trotz fehlender Reisemöglichkeiten fremde Welten entdecken lassen, beim Homeschooling unterstützt oder einfach nur für gute Unterhaltung trotz der Pandemie gesorgt. Dabei konnte die große Nachfrage im Bereich der Spielekonsolen oder auch Gaming-Grafikkarten aufgrund der begrenzten Verfügbarkeit nicht immer gestillt werden. Viele deutsche Haushalte haben in der Corona-Pandemie also technisch aufgerüstet und sind damit fit für die Spiele-Hits der kommenden Jahre.“

In-App-Käufe besonders stark

Auch wenn im vergangenen Jahr alle Marktsegmente auf dem deutschen Games-Markt wachsen konnten, zeichnete sich allerdings ein klarer Trend ab. Der stärkste Zuwachs konnte bei den In-Game- und In-App-Umsätzen verzeichnet werden. Insgesamt wurden dabei mehr als 3,2 Milliarden Euro umgesetzt, dies bedeutet ein Plus von 44 Prozent innerhalb eines Jahres.

Auch die Gebühren für Online-Services konnten mit einem Wachstum von 50 Prozent auf 692 Millionen Euro besonders stark zulegen. In dieses Segment fallen Online-Dienste sowie Abo- und Cloud-Gaming-Services wie EA Play Pro, Nintendo Switch Online, PlayStation Plus, Xbox Game Pass oder Ubisoft+.

Mit dem Kauf von Computer- und Videospielen konnten mehr als 1,1 Milliarden Euro erlöst werden und damit 11 Prozent mehr als noch 2019. Bei Abonnement einzelner Spiele, etwa „World of Warcraft“ oder „Final Fantasy XIV“, ist der Umsatz im Vergleich um 44 Prozent gestiegen. Dieses Marktsegment wuchs damit auf 163 Millionen Euro.

Kommentar

Alexander Panknin, Gaming-Grounds.de:

„Natürlich mag man angesichts solcher Umsatz-Zahlen und gerade in diesen Zeiten ein leicht schlechtes Gewissen empfinden, wenn man sich anschaut, wie katastrophal es anderen Branchen geht. Aber wie es auch schon Felix Falk in seinem Kommentar andeutet, es ist unglaublich wichtig, dass es für die Menschen einen Ausgleich im Alltag gibt. Während des Lockdowns müssen sich die Menschen bei Laune halten, allein, aber auch zusammen mit Freunden und Familie. Dabei können Computer- und Videospiele helfen, teilweise ermöglichen diese den Kontakt nach außen überhaupt erst.

Das Spiel mit den Ikonen und die Flucht in andere Welten können Trost und Hoffnung geben und helfen, den eigenen Stress zu bewältigen. Nicht wenige unserer Mitmenschen leiden aktuell unter Isolation, Einsamkeit und Existenzängsten. Videospiele können zumindest eine Möglichkeit sein, diese vielleicht für einen Moment zu vergessen. Dankbar können wir auch sein, dass auch die Beteiligten in der Games-Branche ihr Bestes geben, um uns weiterhin mit vielen tollen Spielen zu versorgen.“


Vergleich

2019 hatte der Games-Markt noch zu kämpfen:

Umsatzanteil deutscher Spiele-Entwicklungen fällt weiter

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