Am morgigen Freitag, den 17. Juli, ist es endlich soweit. Dann erscheint das epische Samurai-Abenteuer Ghost of Tsushima von Entwickler Sucker Punch exklusiv für Playstation 4. Das im mittelalterlichen Japan angesiedelte Game steck euch in die Rolle von Jin Sakai, einem Samurai, der sein Land gegen die Mongolen verteidigt und dabei zur Legende wird.

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So ist zumindest der Plan. Aber wie wir alle wissen: Zur Legende wird man am besten, wenn man sich nicht erwischen lässt. Dazu muss man seine Waffe beherrschen und vor allem das grundsätzliche Kampfsystem von Ghost of Tsushima verstehen. Also greift euer Katana/Controller und los geht’s!

Wer die Entwicklung von Ghost of Tsushima etwas verfolgt hat und sich auch die bisher veröffentlicheten Videos angeschaut hat, der wird vermutlich folgendes feststellen:

  1. Ghost of Tsushima sieht verdammt schön inszeniert aus
  2. uns erwartet eine emotionale Reise in einer dichten Spielwelt
  3. man hat es auf der Insel Tsushima mit ordentlich vielen Gegnern zu tun

Punkt 1 bis 2 können wir so stehen lassen, Ghost of Tsushima ist ein tatsächlich sehr atmosphärisches Abenteuer. Zu Punkt 3 muss man ein bisschen erklären. Denn in manchen Videos hat es den Anschein, als würde man mit Jin geradezu durch die Gegner pflügen, Schwerthieb da, schnitzel links und schnitzel rechts.

Dazu haben die Entwickler mittlerweile ein ganz klares Statement getroffen. Ghost of Tsushima wird kein stumpfes Hack-and-Slay-Spiel. Wenn in den bisher veröffentlichten Videos massenhaft Gegner gefallen sind, dann nur, weil die vorführenden Spieler ihr Katana schon verdammt gut beherrschen.

Nate Fox, Game Director bei Sucker Punch, erklärt:

„Wer die ‚State of Play‘-Aufnahmen gesehen hat und daraus schließt, dass Ghost of Tsushima ein einfaches Spiel ist, irrt sich gewaltig. Das Kampfsystem wurde so entwickelt, dass beide Seiten überaus tödlich sind, nicht nur die Spieler. Jins Gegner können ihn ebenso schnell ausschalten.“

Das macht im Übrigen auch den Reiz des Kampfsystems aus. Ihr könnt zwar aus drei verschiedenen Schwierigkeitsgraden wählen, dennoch wollen euch die Entwickler ein herausforderndes Spielerlebnis präsentieren. Mit dem Schwierigkeitsgrad ändert sich nicht die Lebensenergie der Gegner, einzig der Kampfstil der Widersacher ist mehr oder weniger aggressiv.

State of Play Präsentation von Ghost of Tsushima:

Laut Entwickler Sucker Punch gibt drei wesentliche Faktoren für einen erfolgreichen Kampfstil. Wie beim realen Vorbild sind das: Geschwindigkeit, Schärfe und Präzension.

Geschwindigkeit

Samurai kämpfen als Hauptwaffe mit dem Katana. Dabei handelt es sich um eine sehr leichte Waffe, die es gerade mal auf ein bis vielleich eineinhalb Kilogramm Gewicht schafft. Solch eine Waffe ermöglicht eine agile und sehr schnelle Kampftechnik. Um dies entsprechend umzusetzen, haben die Entwickler sämtliche Bewegungen auf Basis von Motion-Capturing erstellt. Dies sorgt für flinke Bewegungen, die eine sehr gute Reaktion erfordern, wenn man zum Beispiel einem Angriff ausweichen möchte.

Damit Spieler überhaupt eine Chance haben, gegen die KI zu bestehen, hat Sucker Punch viel Finetuning betrieben, damit Spieler eine Chance haben, die Attacken jedes Mal richtig lesen zu können.

Als Beispiel gibt Entwickler Sucker Punch die Fünf-Treffer-Kombo an. Dabei handelt es sich um ein mongolisches Angriffsmuster. Es wäre beinahe unmöglich diesem Angriff zu entgehen, wenn man nicht genug Zeit hätte, um auf die erste feindliche Attacke adäquat zu reagieren. Bei Folgeangriffen wird vermehrt darauf setzt, dass die Spieler nach einem bekannten Muster reagieren.

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Es gehört zur Grundausrüstung eines Samurais: Das Katana. Mit ihm werdet ihr euch verteidigen.

Schärfe

„Respektiere das Katana“, das ist der Leitspruch, der die Entwickler durch das Projekt begleitete. Es reichen theoretisch wenige Treffer, um einen Gegner zu Boden zu bringen. Damit das Spiel eine entsprechende Balance aufweist, haben auch die gegnerischen Mongolen
tödliche Klingen in die Hand bekommen, vor denen sich der Spieler fürchten sollte.

Mit dem Bewusstsein, dass auch nur ein Treffer zum Tode führen könnte, geht es bei den Kämpfen um das adrenalingeladene Wechselspiel zwischen Angriff un Verteidigung. So soll es nur mit absoluter Konzentration möglich sein, der Übermacht Herr zu werden.

Präzision

Ein wichtiger Aspekt beim Kampf mit dem Katana, ist die absolut schnelle situationsbedingte Reaktionsmöglichkeit. Bewegt sich ein Gegner unerwartet plötzlich doch in die andere Richtung, geht er spontan zum Angriff über. Auch die Dosierung der Kraft spielt eine entscheidende Rolle. Jin kann auch im letzten Moment auf Angriffe reagieren und seine eigenen Schläge abbrechen und sich umentscheiden.

Auch die Verteidigung läuft entsprechend intuitiv ab. Mit der L1-Taste lassen sich Angriffe blocken. Betätigt man die Taste allerdings erst im letzten Moment des feindlichen Schlages, dann wird der Block zur Parade. Die Attacke wird nicht nur vereitelt, sondern ihr könnt gleich zum Gegenangriff ansetzen, da der Gegner kurzzeitig aus der Balance gerät.

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Reaktion, Vorahnung und eiserner Willen. Damit werdet ihr den Kampf mit dem Katana meistern.

Vielseitigkeit wird euch fordern

Die verschiedenen Gegnertypen haben natürlich auch einen jeweils sehr eigenen Kampfstil. Dies erfordert unterschiedliche Herangehensweisen. In der Stein-Kampfhaltung bekämpft man Schwertkämpfer, in der Wasser-Kampfhaltung geht es gegen Schildträger. Dies macht das Kampfsystem nicht nur komplexer sondern auch sehr besonders.

Nur wer sich all dieser Aspekte bewusst ist, wird es in Ghost of Tsushima zur Legende bringen. Viel Erfolg!

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