Kürzlich fand die jährliche Game Developers Conference (GDC) in San Francisco statt. Hier sprechen teilnehmende Entwickler unter anderem über firmeninterne Entwicklungen und geben eine Aussicht auf geplante Vorhaben.

Während Epic Games besonders über seinen neuen Epic Games Store (EGS) sprach, der im Dezember 2018 gelauncht ist, hatte man erwartet, dass auch Valve nachzieht und eine entsprechende Gegenstrategie darlegt. Diese Erwartungen blieben allerdings aus. Während Epic aktuell viele Exklusivtitel an Land zieht und den Entwicklern eine höhere Gewinnmarge zusichert, kümmert sich Valve um einen neuen Anstrich seiner erfolgreichen Spieleplattform Steam.

Steam-Bibliothek im neuen Look:

So soll Steam zukünftig aussehen: Dies ist der Prototyp der neuen Bibliothek-Ansicht. Quelle: Valve

Ein neues Design und mehr Übersichtlichkeit

Valve-Mitarbeiter Aden Kroll gab beim „Steam Business Update“ eine kurze Übersicht über das geplante Redesign des Steam-Shops. Man wolle vor allem für mehr Übersichtlichkeit sorgen, dafür wurde eine komplett neue Oberfläche entworfen. Nachdem die recht statische Ansicht beinahe unverändert seit Jahren existierte, soll diese nun durch eine wesentlich dynamischere Menüführung ersetzt werden.

Dabei soll die Oberfläche mehr auf den Spieler und sein Verhalten eingehen. Zuletzt gespielte und neue Titel erscheinen weiter oben und werden besonders hervorgehoben. Auch möchte Valve mit dem Steam-Update Spieleinformationen in der Bibliothek zeigen. So werden dann neben aktuellen News auch, Updates und Events angezeigt. Während dies Sony einiges an Kritik einhandelte, da das Menü durch viel zu viele Informationen überflutet wurde, soll es hier bei Steam etwas gesitteter zugehen – es ist anzunehmen, dass sich etwaige Newsfeeds auch deaktivieren lassen.

Spiele sollen sich zukünftig auch besser anordnen lassen, Kategorien sollen für Ordnung sorgen. Das Grundprinzip erinnert ein wenig an eine ausgebaute Variante der Big Picture Ansicht.

Einen genauen Zeitpunkt, wann das Update ausgespielt werden soll, gab Valve noch nicht preis. Allerdings solle es nicht allzu lang auf sich warten lassen. Bedenkt man, dass Epic den Druck gerade gehörig erhöht, ist wohl davon auszugehen, dass Valve eher schnell nachziehen wird.

Valve gibt Steam-Netzwerk frei

Eine weitere Neuerung wurde nun ebenfalls offiziell verkündet: Valve hat sich entschieden, Entwicklern die Tür für das Steam-Netzwerk zu öffenen. So können diese seit Mitte März die moderne und performante Infrastruktur für ihre Spiele nutzbar machen. Dies verspricht bessere Zugriffszeiten und weniger Auslastungen. Inwiefern Valve sich damit auch die Möglichkeit einräumt auf die fließenden Daten zuzugreifen, bleibt noch offen – hinsichtlich der andauernden Cheater-Problematik in einigen Spielen, könnte dies auch darauf hinweisen, dass der Spielegigant weitere Maßnahmen zur Cheater-Bekämpfung plant. Auf jeden Fall könne dieses dedizierte Netzwerk schon jetzt besser gegen Hacker-Angriffe geschützt werden als das öffentliche Internet.

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Alexander Panknin

Spielejournalist bei gaming-grounds.de
1985 geboren. Mit Doom, Quake und SNES aufgewachsen. War selbst in der Indiegames-Szene aktiv und schreibt nun auf gaming-grounds.de über seine große Leidenschaft: Videospiele.
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