An diesem Montagmorgen gibt es für Gamer keinen Grund mit schlechter Laune aufzustehen. Das größte Hobby der Videospielbegeisterten auf der ganzen Welt feiert seinen Jahrestag, denn heute ist der Tag der Videospiele. Zu diesem Anlass möchten auch wir euch zu einem grandiosen Hobby gratulieren: Gute Wahl!

Ein Wochenstart mit diesem „Feiertag“ muss zelebriert werden. Deshalb dürft ihr euch heute ohne Limit und schlechtes Gewissen in einem oder mehreren Spielen eurer Wahl so richtig austoben. Die Legitimation braucht ihr heute ausnahmsweise nicht von Eltern, Freund, Freundin oder Arbeitgeber, denn sie steht direkt im Kalender. Aber Spaß beiseite: Die Generationen der Menschen, die mit dem Hobby „Videospiele“ aufwachsen werden immer mehr und die bisherigen Nutzer immer älter. Und das ist gut so.

Lob und Vorsicht angebracht

Egal ob eSport, Rollenspiel oder Aufbaustrategie, in fast jedem Genre steckt neben dem Spaß, den wir alle damit verbinden, auch ein nützlicher Aspekt, der auch auf die „Außenwelt“ übertragen werden kann. Die Wissenschaft hat mittlerweile umfassend belegt und erforscht, dass Videospiele etliche positive Effekte bei den Konsumenten hervorrufen und fördern können. Beginnend bei der allseits bekannten Augen-Hand-Koordination über sprachliche Weiterbildung und Kompetenz bis hin zu strategischem Denken ist alles mit von der Partie.

Doch bei allem Lobgesang sei natürlich auch auf die potenziellen Gefahren hingewiesen. Videospiele können situativ von ihren Konsumenten missbraucht werden. Absichtlich oder aus fehlender Kompetenz, Reflexion oder Reife. Deshalb richten wir eine Bitte an euch, wenn ihr die Leidenschaft Videospiele mit Menschen in eurem Umfeld teilt.

Achtet darauf, wie eure Mitmenschen mit diesem größtenteils bereichernden Teil der modernen Welt umgehen. Werden alltägliche Pflichten oder soziales Umfeld vernachlässigt, schaut nicht weg. Geht offen und offensiv mit dem Thema um, wie es bei jedem potenziellen Suchtmittel zu raten ist. Wisst ihr selber nicht mit der Situation umzugehen, wendet euch an Dritte und professionelle Stellen.

Videospielen als Krankheit

Erst vor kurzer Zeit hat auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die „Gaming disorder“ also Videospiel-, Computerspiel- oder Online-Spielsucht als Krankheit anerkannt. Zuvor war umfangreich über die Definition im Verzeichnis der WHO diskutiert worden. Geeinigt wurde sich auf drei Punkte, an denen problematischer Konsum festzuhalten ist. Darunter fallen:

  1. Beeinträchtigte Kontrolle über das eigene Spielverhalten
  2. wachsende Priorität des Spielens vor anderen Aktivitäten
  3. Weiterspielen trotz negativer Konsequenzen für den Konsumenten

Die Geschichte der Videospiele im Kurzabriss

Als allererstes Videospiel weltweit wird am häufigsten „Pong“ angeführt, welches bereits 1972 seinen Release feiern konnte. Andere führen das erste Videospiel sogar bis zum amerikanischen Physiker William Higinbotham zurück, der „Tennis for Two“ im Jahr 1958 entwickelte. Dieses kann als Vorgänger von Pong betrachtet werden, wurde auf einem Analogcomputer berechnet und auf einem gekoppelten Oszilloskop dargestellt, wobei es sich wiederum eigentlich um ein elektronisches Messgerät für Spannungen handelt.

In der weiteren Entwicklung entstand dann alles, was wir bis heute kennen. In einer rasanten Geschwindigkeit und einer Zeitspanne von gerade einmal zirka 60 Jahren namen sich Wissenschaft und Industrie der Videospiele an revolutionierten sich unzählige Male. Firmen wie Atari, Manavox, Sony, Nintendo oder auch EA, Namco Bandai oder Activision Blizzard- um nur einige zu nennen – brachten Soft- und Hardware hervor, die eine immer weiter wachsende Gemeinde von Begeisterten Fans um sich schart.

Angefangen bei ersten Heimcomputern mit einfachsten Umsetzungen, über riesige öffentliche Spielhallen, die sich vor allem in Asien und den USA größter Beliebtheit erfreuten und teils immer noch erfreuen, bis hin zum heutigen Stand können bereits unzählige Bücher mit Inhalten über eine fantastische und fabelhafte Welt der Videospiele verfasst und gefüllt werden.

Betrachtet man das Jahr 2019, in dem eSport Turniere weltweit riesige Hallen und Arenen füllen, die Preisgelder für diese Events im mittleren siebenstelligen Bereich liegen und Millionen von Zuschauern über alle erdenklichen Plattformen die Wettbewerbe von professionellen Sportlern in diversen Titeln vor dem heimischen Bildschirm verfolgen, dann kann man nur von dem größten Maßstab einer einzelnen Unterhaltungsbranche sprechen, von der sich Film, Fernsehen und Sport in vielen Aspekten bereits jetzt eine Scheibe abschneiden können.

Um es mit den Worten von bekannten Kollegen zu sagen: Bis dahin, weiterspielen!

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Jonas Walter

Spielejournalist bei gaming-grounds.de
Jonas 'Syncerus' Walter ist seit 2010 im eSport-Journalismus aktiv. Nach Beteiligungen an diversen eSport Projekten im redaktionellen Bereich wie MaseTV, ESC Gaming oder Team Vertex ist Gaming-Grounds.de nun die erste eigene Konzeption.

Diese hat die Vision aktuell relevante Themen aus dem Gaming- und eSport-Bereich aufzugreifen und für Videospielbegeisterte an einem Ort zu konzentrieren.
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