Herr der Ringe Online im Jahr 2021, ergibt das überhaupt für Anfänger noch Sinn? Ich habe mich in Tolkiens Welt um Mittelerde Gestürzt, um genau diese Frage zu beantworten.

Aus aktuellem Anlass

Herr der Ringe Online ist bereits 14 Jahre alt und ich muss gestehen, dass ich, obwohl ich ein FAN von MMOs und von Herr der Ringe bin, mir noch nie die nötige Zeit für genau diese Welt genommen habe. Doch derzeit passiert einiges Spannendes im Mittelerde-Franchise, was meine Neugierde auf dieses Spiel doch noch geweckt hat.

Zum einen befindet sich eine Amazon Serie in Produktion, dann entwickelt Amazon Games ein völlig neues “Herr der Ringe MMO” und dann gibt es auch noch das kommende Spiel rund um unser aller Lieblingskreatur Gollum. Grund genug mir die Frage zu stellen, ob der Einstieg in diesen Klassiker, geschlagene vierzehn Jahre nach Release, sich noch lohnt oder eher nicht.

Was bekommt man für sein Geld?

Um die ersten Schritte in Herr der Ringe Online zu wandern, benötigt es keinerlei Geldeinsatz, denn das Grundspiel ist bereits seit 2010 im Free to Play Modus unterwegs. Das Bezahlmodell ist für neu ankommende Spieler tatsächlich etwas tricky und man muss sich erstmal durch einen Dschungel an Informationen kämpfen. Aber „fear not“! Ich schlüssele meine wichtigsten Erkenntnisse für euch auf.

Für die ersten Spielstunden reicht die Free to Play Variante zunächst aus, es kommen aber damit natürlich auch einige Einschränkungen mit sich.

So kann man als Free to Play Spieler zwar von Anfang an die ganze Welt bereisen, es gehen uns aber ab zirka Level 30 die Quests aus, sodass wir keine neuen Aufgaben mehr erhalten. Zu den weiteren wichtigsten Einschränkungen gehören eine Obergrenze von zwei Goldstücken, die wir mit uns tragen können und das Fehlen einer Reiteigenschaft, sodass wir unsere Reisen gänzlich zu Fuß bestreiten müssen.

Es gibt zwar Pferde-Schnellrouten, die uns zu ausgewählten Start-Zonen befördern können, aber auch diese Endpunkte sind für kostenlose Spieler eingeschränkt. Darüber hinaus sind die Anzahl unserer Charaktere, der möglichen Kleider-Sets im Kleiderschrank und auch die Anzahl unserer Inventarplätze beschränkt.

Über den Store können wir mit HdRO-Punkten viele dieser Einschränkung durch den Einsatz von Echtgeld eliminieren, indem wir für vereinzelte Charaktere oder das ganze Konto das entsprechende Feature freischalten. Für die fleißigen Bienchen unter uns gibt es im Spiel auch die Möglichkeit, sich über Erfolge HdRO-Punkte zu erspielen, was aber ein sehr langer und mühsamen Prozess ist.

Kommen wir aber wieder zum Bezahlmodell des Spiels. Indem wir einen ersten Kauf im Store tätigen, wird unser Account zu einem Premium Account. Als Premium Spieler erhöht sich unser Goldlimit auf 5 und das Limit unserer Charakter-Plätze auf den Servern ebenfalls auf 5.

Die größte Freischaltung an Content erreichen wir, indem wir ein Abonnement im Wert von 15 Euro pro Monat abschließen und zum VIP werden. Hiermit heben wir viele der zuvor genannten Limits auf und werden mit Quests bis um die Stufe 50 versorgt. Als Hinweis: Das aktuelle Level-Cap liegt bei Stufe 130. Außerdem bekommen wir gewisse Boni beim Erlangen von Erfahrungspunkten. Wir steigen also schneller in den Stufen auf. Nicht zuletzt erhalten wir pro aktivem Monat 500 HdRO-Punkte auf unser Konto gutgeschrieben.

So, doch was passiert in den Stufen von 50 bis 130? Hier können wir uns mit Quest-Packs beziehungsweise mit den offiziellen Erweiterungen Quests für die entsprechenden Level-Bereiche dazu kaufen.

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Folgende Packs gibt es zu kaufen:

  • HdRO-Erweiterungsfundgrube für 49,99
    ◦ Moria (Stufen 50-60)
    ◦ Die Belagerung des Düsterwalds (Stufen 60-65)
    ◦ Der Aufstieg Isengarts (Stufen 65-75)
    ◦ Reiter von Rohan (Stufen 75-85)
    ◦ Helms Klamm (Stufen 85-105)
    ◦ Mordor (Stufen 105-120)
  • Minas Morgul für 35,99 (Stufen 120 bis 130)
  • Krieg der drei Gipfel für 16,99 (Keine neuen Stufen)

Insgesamt kommen wir also auf die stolze Summe von rund 103 Euro. Ein ziemlich hoher Einstiegspreis für neue Spieler, wenn ihr mich fragt. Da macht es zum Beispiel ein World of Warcraft doch leichter, als neuer Spieler zum aktuellen Content aufzuschließen, indem lediglich die aktuelle Erweiterung gekauft werden muss und die vorletzte Erweiterung zum Basis-Spiel hinzugefügt wird. Da es sich hier jedoch um einen linearen Fortschritt durch die entsprechenden Erweiterungen und der zugehörigen Levelbereiche handelt, müssen wir auch alle erhältlichen Erweiterungen kaufen, um alles zu erleben.

Eine kleine Handlungsempfehlung von mir: Spielt bis Stufe 30 im Free to Play Modus. Kauft gegebenenfalls den Reitskill für um die zehn Euro im Shop und spielt von Stufe 30 bis 50 für 15 Euro als VIP. Wenn euch das Spiel wirklich gut gefällt, könnt ihr dann währenddessen die Augen nach Preisnachlässen in Sales offenhalten, sodass ihr ab Level 50 dann mit den Erweiterungen spielen könnt. Alternativ kann man die Erweiterungen auch einzeln über HdRO-Punkte bekommen, die man als aktiver Abonnent monatlich erhält. Wenn sich in der Zeit von Level 30 bis 50 genügend davon angesammelt hat, könnte sich ja eine Rechnung ergeben, die Sinn ergibt und euch Zugang gewährt, ohne noch einmal in die Echtgeld-Tasche greifen zu müssen.

Grundsätzlich beschleicht mich das Gefühl, dass die Preispolitik trotz Free to Play nicht wirklich einladend für neue Spieler ist, da die Kosten für das komplette Erlebnis doch sehr hoch sind. Wenn man nicht alle Inhalte besitzt, dann fühlt man sich durchaus aus vielen Bereichen ausgeschlossen. Da müsste Turbine Games meiner Meinung nach noch nachbessern. Es gibt mit Guild Wars 2, mit Elder Scrolls Online und mit World of Warcraft genügend gute Vorbilder in ihren jeweiligen Bezahlmodellen.

Leider ist die Willkommens-Seite für neue Spieler, auf der eine Einleitung und die ersten Schritte beworben werden, derzeit nicht erreichbar (24. März 2021). Gerade für einen Überblick dieser Informationen, hätte ich mir mehr Transparenz gewünscht. So muss man sich die Informationen mühsam aus Foren und Wiki-Einträgen zusammensuchen.

Doch lasst uns nun zum Spiel an sich kommen.

Charaktererstellung

Die Charaktererstellung bietet das an, was man von einem Spiel in dieser Altersklasse erwarten würde. Wir haben verschiedene Klassen und Völker zur Auswahl. So können wir uns zwischen Menschen, Hochelben, Zwergen, Stark-Äxten, Hobbits, Elben und Beorningern, einem uralten menschlichen Volk, entscheiden.

Da es sich beim Herr der Ringe um ein Universum handelt, in dem Magie sehr selten ist, entfallen viele möglichen Klassen der Magie aus dem Spiel. Dafür haben wir die Möglichkeit aus einem Arsenal von Kämpfern auszusuchen.

  • Beorninger können die Gestalt in einen Bären ändern und kämpfen mit purer Körpergewalt
  • Schurken haben sich auf die Schwächung der Gegner spezialisiert
  • Der Hauptmann ist ein Rüstungsträger, der seine Gruppe unterstützt
  • Der Waffenmeister macht, was sein Name verspricht. Er ist der Experte im Umgang mit Waffen und ist dafür da Schaden auszuteilen
  • Der Wächter ist die Tank-Klasse, die den Schaden gut einstecken kann.
  • Mit Jägern haben wir eine Klasse im Spiel, die den Umgang mit Bögen gemeistert hat.
  • Als Kundiger können wir die Gegner gut kontrollieren
  • Mit dem Barden können wir über Balladen unsere Gruppe heilen und stärken
  • Der Runenbewahrer kann sich jeweils entscheiden, ob dieser heilen oder Schaden austeilen möchte
  • Auch Hüter können wie die Wächter gut Schaden aushalten und sind in der Rolle des Tanks zu sehen

Nicht alle Klassen und Völker-Kombinationen sind möglich und auch nicht alle Optionen sind frei verfügbar, diese müssen über HdRO-Punkte erstanden werden.

Jede Klasse verfügt über drei Talentbäume, die wir in klassischer Manier Stück für Stück durch das Aufsteigen unseres Helden oder durch das Absolvieren bestimmter Quests mit Punkten freischalten und uns somit innerhalb unserer Klasse weiter spezialisieren. Ärgerlich ist, dass man als Free to Player Spieler auch in den Talentbäumen eingeschränkt ist, sodass man nicht alle potentiellen Fähigkeiten nutzen kann. Diese müssen einzeln freigeschaltet werden.

Darüber hinaus gibt es ein System der Tugenden, welches uns weitere Auswahlmöglichkeiten von passiven dauerhaften Effekten gewährt.

UI und Grafik

Das Erste, was uns natürlich ins Auge springt, ist die in die Jahre gekommene Grafik. Gerade dem User-Interface merkt man sein Alter deutlich an. Da dieses aus vorgezeichneten Pixel-Bildern zu Zeiten von Auflösungen von 800×600 besteht, sehen diese Grafiken doch ziemlich verpixelt auf meinem UHD Bildschirm aus. Die Texte sind dadurch ebenfalls manchmal schwer zu lesen und auch die Icons der einzelnen Fähigkeiten sehen etwas matschig aus.

Positiv fällt auf, dass die UI-Elemente frei verschiebbar sind, sodass ich mir mein Interface so zusammenschieben kann, wie ich es aus anderen MMOs gewohnt bin. Das geht auch bei aktuellen Branchengrößen nicht immer selbstverständlich.

Obwohl auch die 3D-Grafik nicht mehr aktuellen Standards entspricht und Turbine hier auch lange keine Hand mehr angelegt hat, würde ich diese dennoch als akzeptabel beschreiben. Zwar ist die Polygonzahl nicht besonders hoch, aber durch das liebevolle Umgebungsdesign lässt sich bereits nach kurzer Spielzeit darüber hinwegsehen. Gerade Gegenden wie das Auenland sind durchaus hübsch gestaltet und sind einen Blick wert. Tatsächlich hat das bei mir aber ein wenig gedauert, bis ich die Grafik in dieser Form annehmen konnte.

Spannend ist hierbei, dass es Gerüchte gibt, die auf eine Rundumerneuerung der Grafik-Engine im Jahr 2022 hoffen lassen, um auf die Welle an neuen Spielern – durch die bevorstehende Amazon Serie – vorbereitet zu sein.

Die ersten 15 Spielstunden

Ich habe um die 15 Stunden in Herr der Ringe Online verbracht und habe somit auch nur die Spitze des Eisberges gesehen. Doch bereits in dieser frühen Phase kann ich einige Dinge über das Spiel mit Sicherheit sagen.

Quests

Nach einem kurzen Tutorial gelangen wir in das Startgebiet des jeweiligen Volkes. Die Aufgaben sind in die Hauptquests der Epen (einz. Epos) und in Nebenquests aufgeteilt. Wo die Nebenquests eher belanglose Tätigkeiten erfordern, führen uns die Hauptquests erstaunlich nah an die Geschehnisse der Buchreihe heran. Die Epen sind in Bücher aufgeteilt, die uns immer wieder mit den Ereignissen der neun Gefährten verweben. So treffen wir zum Beispiel im Tänzelnden Pony in Bree auf Streicher, der uns darum bittet die umliegende Gegend von Banditen zu befreien, damit sein ankommender „Freund“, wir alle wissen, wen er meint, gefahrlos nach Bree reisen kann. Als Fan der Herr der Ringe Bücher und Filme ist das schon ein schöner Fan-Service. Das macht Lust auf mehr.

Die Quest-Mechaniken sind jedoch auch sehr stark angestaubt. Wir arbeiten uns Punkt für Punkt durch Quest-Hubs und müssen allzu oft wiederholende Botengänge von A nach B leisten. Das führt dazu, dass wir häufiger mal eine Strecke zigmal hin und her rennen, nur um Informationen und Gegenstände zwischen beteiligten Parteien auszutauschen. Ohne Pferd gestalten sich diese Wege dann doch ziemlich langwierig. Für Menschen, die völlig in die Welt eintauchen möchten, mag dieses Quest-Design nicht störend sein, doch ich erwische mich zu häufig im „Progress“-Modus in dem ich von dem hin und her gelangweilt, gar genervt bin.

Weiterhin merke ich, wie mich aktuelle MMOs verwöhnt haben, indem sie mir immer zeigen wohin ich laufen muss und was ich tun muss. Schande über mein Haupt. Ich finde es gut, wenn ich nicht immer wieder von Neuem suchen muss, wo ich eigentlich hin muss. In HdRO gibt es zwar eine Questverfolgung, die uns zeigt wo wir für die Quest hin müssen, aber die funktioniert rein gar nicht komfortabel. Wir bekommen farbige Bereiche auf der Karte angezeigt, die uns das Areal einer Quest darstellen, wir können aber nicht direkt zuordnen, zu welcher Aufgabe dieser Bereich gehört.

Gleichzeitig steht auch nicht im Bereich, welche Aufgabe denn genau innerhalb dieses Bereiches zu erledigen ist, lediglich der Name der Quests ist auf der Karte entnehmbar. Also muss man als Spieler erst im Questbuch nachschauen, was genau bei einer Aufgabe zu erledigen ist, sich den Namen merken und dann erst auf der Karte nach dem Namen der Quest suchen, um es einem Bereich zuzuordnen. Klingt umständlich, ist es auch. Wie gesagt, ich bin verwöhnt.

Gebiete

Die Karte von Mittelerde ist über die letzten fünfzehn Jahre um viele Gebiete erweitert worden. Es ist schön zu sehen, dass es für die ikonischen Orte aus Herr der Ringe auch eine Version innerhalb des Spiels gibt. Natürlich konnte ich noch nicht alle bereisen, aber es entsteht ein riesiger Erkundungsdrang Moria zu sehen, Helms Klamm zu sehen und zum Schicksalsberg in Mordor zu gehen.

Die Gebiete, die ich sehen konnte, sind wirklich hübsch und abwechslungsreich gestaltet und man bekommt das Gefühl, dass es viel zu entdecken gibt. Noch ist die Stimmung der Gebiete harmlos und wirkt friedlich, ich bin gespannt wie die Stimmung und die Atmosphäre eines Mordors sein wird.

Kampf

Obwohl das Land um Bree einen friedlichen Eindruck macht, verirren sich doch einige Banditenbanden in diese Gegend. Und was macht man mit Banditen? Richtig, wir verprügeln sie! Das klingt leider spannender, als es wirklich ist. Zumindest in den ersten 15 Spielstunden. Auch der „Tap-Targeting“-Kampf hat sich zumindest oberflächlich seit Release nicht groß verändert und entspricht nicht aktuellen Standards. Wir visieren einen Gegner an und befeuern diesen solange, bis ihn das Zeitliche segnet.

Gerade am Anfang besitzen wir nur einige aktive Fähigkeiten, die wir im Kampf einsetzen können. Diese fühlen sich darüber hinaus auch noch recht langsam an. Man spürt regelrecht, wie im Unterbau des Spiels ein Timer läuft, welcher unsere Aktionen in Runden und Abklingzeiten aufteilt. Nicht selten wartet man einfach, bis nach Tastendruck endlich die Gewünschte Fähigkeit auch ausgeführt wird. Auch hier hat der große Genrekonkurrent World of Warcraft durchaus den Tap-Target-Kampf-Mechanismus durch schnelle action-orientierte Fähigkeiten und Spielstile ausgetauscht. Der Kampf fühlt sich dort viel schneller und actionreicher an, obwohl das Design-Fundament das gleiche ist, nämlich Tap-Targeting. Wer aber das gute alte „Classic“-Gefühl haben will, wird sich hier doch schnell zurechtfinden.

Ich bin mir sicher, dass sobald die Auswahl an Fähigkeiten im Laufe der Charakterentwicklung größer wird, der Kampf auch spannender und abwechslungsreicher sein wird. Ich komme doch nicht umher, gerade die ersten Spielstunden für Einsteiger zu bewerten.

Instanzen, Raids und Endgame

Es gibt dutzende unterschiedliche Dungeons, die wir entweder mit einer vorgefertigten Gruppe oder über den Instanzen-Finder betreten können. Leider musste ich mit Level 16 nach Stunden des Suchens aufgeben und kann somit persönlich nicht bewerten, wie die Dungeons sind. Aber es gibt sie.

Darüber hinaus gibt es auch „Epische Schlachten“, die uns in einer instanzierten Version wichtige Ereignisse rund um Herr der Ringe erleben lassen. Weiterhin gibt es auch noch die klassischen Raids, die im Bereich des Endgames interessant sind. Nach Aussagen von HdRO Veteranen hat das Endgame mit den Raids aber doch einige Schwierigkeiten. Zum einen Ist der Weg bis zum Endgame sehr lang, da man sich zunächst durch 130 Level schlagen muss und dann ist die Community sehr zurückhaltend, wenn es darum geht neue Spieler in den Kreis der Raider aufzunehmen. Das macht es nicht wirklich einfach mitzuspielen.

Wie in anderen MMOs dreht sich die Fortschritts-Schleife mit Level 130 um die Jagd nach der besten Ausrüstung und nach legendären Gegenständen, die uns noch mächtiger machen. Zudem gibt es Sockel, in die wir sogenannte Essenzen stecken, um am Ende noch stärker zu werden. Altbekanntes Spielprinzip also.

Meiner Meinung nach wird das Thema Dungeons und Co. recht stiefmütterlich behandelt, sodass ich als neuer Spieler überfordert bin und noch nicht einmal das passende User Interface zum Instanzen-Finder so richtig verstehe.

Unerforschte Bereiche

Es gibt noch einige weitere Ecken des Spiels, die für mich unerforscht blieben. Ein großes Feature, welches direkt zum Release sehr prominent vermarktet wurde, ist das Player-Housing. Ihr könnt euch eine Hütte kaufen und diese nach eurem Geschmack einrichten. Für mich das Thema Housing nicht sehr interessant, weshalb ich das Ding links liegen gelassen habe.

Außerdem gibt es auch einen PvP und einen Monster-Modus, in welchem ein Spieler die Rolle eines Monsters einnimmt und die übrigen Spieler dürfen sich dann genau diesem Monster stellen. Ein interessantes Feature, welches mir aber auch noch verborgen blieb. Nach Gesprächen mit HdRO-Veteranen soll das PvP allerdings recht eingeschlafen sein, sodass der Fokus nicht wirklich darauf liegt.

Ach ja, Crafting gibt es auch noch.

Für wen ist das was?

Herr der Ringe Online erinnert mich stark an das Vanilla-WoW, welches den Spieler nicht immer an die Hand nimmt und darauf baut, dass die Spieler sich viele Dinge selbst erarbeiten. Die Quests und das Kampfsystem unterstreichen dieses Klassik-Gefühl. Wenn man es zulässt, entfaltet sich aber eine wundervolle Welt, die es zu erkunden lohnt. Gerade für Fans der Tolkien-Welt wird genügend Fan-Service geboten, um zumindest ins Spiel reinzuschnuppern.

Hier geht es nicht um „Progress“ oder Hardcore-Raids, in Herr der Ringe Online geht es um die Story und um die Erkundung der Welt, die wir entschleunigt genießen sollten. Wer diese Art zu spielen mag, für den wird sich HdRO auch im Jahr 2021 noch lohnen. Für die Spieler, die ein modernes MMO nach aktuellen Standards suchen, sollten hier besser den Zeiger vom Download-Button lassen.

Im Video: Herr der Ringe Online im Jahr 2021

Wer Adam lieber dabei zuhören möchte, wie er seine Eindrücke über die ersten Stunden in Herr der Ringe Online beschreibt, kommt hier zum ausführlichen Video:

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