„UPPKOPPLA“ soll die Produktserie heißen, mit der IKEA in das Gaming Hardware Segment einsteigen will. Zusammen mit UNYQ und Area Academy will man die „Bedürfnisse der Gamer“ in den Fokus rücken, heißt es in einer offiziellen Pressemitteilung des Unternehmens.

Die Gruppe der Spieler wachse immer weiter, erkennt IKEA. Deshalb habe man ein komplettes Jahr lang mit UNYQ und Area Academy an einer neuen Produktserie namens „UPPKOPPLA“ gearbeitet, deren Produkte die Gaming-Erfahrung und das generelle Leben bei jedem Nutzer Zuhause maßgeblich verbessern soll.

Mit wem arbeitet IKEA?

Das UPPKOPPLA Maus Bungie soll die Präzision verbessern. Quelle: Inter IKEA Systems B.V.

UNYQ ist eine Firma, die bislang für die Produktion tragbarer und 3D-gedruckter Medizinprodukte bekannt ist und im Jahr 2014 gegründet wurde.  „Wir kreieren innovative, maßgeschneiderte Produkte und erfinden orthopädische Produkte mit 3D-Druck – Additive Fertigung, um Produkte zu schaffen, die Sie heilen oder reflektieren“, heißt es auf der Homepage des Unternehmens. Zukunftsorientierung ist also bereits vorhanden. Area Academy indes ist – wie IKEA – ebenfalls ein schwedisches Unternehmen, welches auf den Fachbereich eSport spezialisiert hat und diesen unter anderem mit Pädagogik und Barrierefreiheit kombiniert.

“It’s true that we haven’t seen the full potential of this group earlier and we haven’t looked into their specific needs at home as much as we should. There are many myths and misunderstandings surrounding gamers. In fact, it is a large group of people in all ages where gaming is even a full-time job for some”, sagt Michael Nikolic, Creative leader bei IKEA Schweden.

Frei übersetzt betont er in seiner Aussage, dass man sich eingestehe, das Potenzial der Zielgruppe zu einem früheren Zeitpunkt nicht in vollem Ausmaß erkannt habe. Man habe sich nicht ausreichend mit den Bedürfnissen von Spielern in ihrem Zuhause auseinandergesetzt. Es gebe viele Mythen und Missverständnisse in Bezug auf Gamer an sich. Jedoch seien diese eine große Personengruppe, die sich über alle Altersgruppen streckt und für manche sogar einen Vollzeitjob darstellt.

3D-Druck für individualisierte Produkte

Auch Tasten wird das Sortiment umfassen. Quelle: Inter IKEA Systems B.V.

In Kooperation mit UNYQ wolle man insbesondere deren Erfahrungen im Bereich des 3D-Drucks nutzen, um mit Körperscans individualisierte Produkte für Spieler anbieten zu können. Je nach physischen Voraussetzungen und dem Geschmack der Kunden könnte so ein angepasstes Ergebnis erzielt werden. Es gehe IKEA darum, die neuen Erkenntnisse anderer Gruppen mit spezifischen Anforderungen auf neue Zielgruppen – wie beispielsweise Gamer – anzuwenden.

“By working with IKEA, we can explore new ways to leverage a concept we’ve been working with for years, as well as the technological process to implement it. Understanding individuals’ unique needs are what drives UNYQ’s strategy and are the basis for all of our products – we feel completely aligned with IKEA on this mission” sagt Eythor Bender, CEO von UNYQ.

In seinem Statement betont Bender, dass die Zusammenarbeit mit IKEA eine weitere Möglichkeit biete, die Philosophie der Verständnis für den Bedarf verschiedener Individuen anzuwenden und umzusetzen. Alle Produkte von UNYQ würden nach dieser Strategie funktionieren, weshalb das Unternehmen der Zusammenarbeit mit IKEA in diesem Projekt zuversichtlich entgegen blicke.

Aktueller Stand und Planung

Da die Kooperation der drei Beteiligten bereits vor einem Jahr begann, wurden natürlich verschiedene Expertisen bereits genutzt, um Produkte für die erste Serie zu entwerfen. Dabei handelt es sich beispielsweise um verschiedene Gaming-Accessoires, Schreibtisch-Unterstützungen, Stühle und Tische, eine Art Manschette für das Handgelenk, spezielle Tasten für Tastaturen und das Maus Bungie, welches für verbesserte Präzision beim Spielen sorgen soll. Auch eine App zur biometrischen Erfassung befinde sich in der Entwicklung.

”It’s actually striking how unexplored this part of the gaming industry is. Focus has always been on the hardware, and everything else has been ignored”, sagt Tommy Ingemarsson, Gründer und CEO von Area Academy.

Er geht auf die Unerforschtheit dieses Teils der Gaming Industrie ein. Es sei kaum zu glauben, wie viel es in diesem Bereich noch zu entdecken gebe. Der Fokus habe bislang immer nur auf der Hardware gelegen. Alle andere wäre ignoriert worden, so Ingemarsson.

Die Ambition des gesamten Projekts sei es, auch Menschen mit körperlichen Einschränkungen das Leben im Bereich Gaming leichter zu machen. Auch die Optimierung von Versorgungsketten und Transportwegen sowie die Reduzierung von Abfall sei ein Thema. Am Ende sollen nachhaltigere Produkte stehen, die Anfang 2020 in den Verkauf gehen sollen, heißt es abschließend.

UNYQ 3D-Printed Produktlinie für Gamer mit IKEA

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