Das Thema NFT wird derzeit in den sozialen Netzwerken, aber auch in anderen Branchen immer populärer. Das liegt unter anderem daran, dass immer mehr Akteure aus immer mehr Bereichen auf den NFT-Zug aufspringen und damit jede Menge Geld verdienen wollen. Bei NFTs handelt es sich um eine möglicherweise für einige Branchen zukunftsweisende Technologie.

Die Abkürzung NFT steht für „Non-fungible token“. Diese Token sind dazu in der Lage, virtuelle Gegenstände und Produkte als einzigartig und nicht austauschbar zu kennzeichnen. Theoretisch können auch nicht virtuelle Dinge per NFT einem Eigentümer zugeordnet werden, doch spielt dies in diesem Beitrag keine zentrale Rolle. Abschließend zur ganz groben NFT-Erklärung sei noch das genaue Gegenteil erwähnt: Fungible Gegenstände. Diese können ausgetauscht werden und im Nachhinein durch den Ersatz den genau gleichen Wert beibehalten. Sie besitzen keine einzigartigen Eigenschaften. Diese Dinge treffen beispielsweise auf die allermeisten Währungen wie Euro oder auch Kryptowährungen wie Ethereum und andere zu.

Anders NFTs. Sie sind eine nicht austauschbare Dateneinheit, mit der alle vorstellbaren digitalen Elemente einzigartig werden können. Genau diesen Vorteil macht man sich jetzt zunutze. Profitieren können an dieser Stelle vor allem Kreativschaffende, deren Werke bislang häufig problemlos digital dupliziert oder sogar multipliziert werden konnten. Zuletzt sorgte beispielsweise die polarisierende Twitch-Streamerin und Content-Creatorin Kaitlyn Siragusa, besser bekannt als ‚Amouranth‘ für Schlagzeilen, als sie für ein eigenes NFT-Bild eine sechsstellige Summe bekam.

Wow an NFT of me is currently bid up to $120k… I guess I’ll be doing this again lol pic.twitter.com/28sXGxn1Fe

— Amouranth (@Amouranth) November 5, 2021

Der NFT-Zug rollt auf das Gaming zu

Ein weiterer und – wie NFT derzeit selbst – immer größer werdender Bereich, der von der Technologie profitieren kann und will, ist das Gaming. So berichteten wir euch bereits im Juni 2021 über ein Berliner Start-up-Unternehmen, welches mit einem Indie-NFT-Game namens „Noodle Fighter Titans“ erfolgreich werden möchte. Auch in diesem Beitrag findet ihr weitere Hintergründe zu NFTs.

Heute jedoch geht es um ein potenziell viel größeres Gaming-Projekt, welches auf NFTs basieren soll. Offiziell angekündigt ist es nämlich noch nicht. Vielmehr berufen wir uns in der Quelle ein weiteres Mal auf den Branchen-Insider Tom Henderson, der sich in der Vergangenheit etliche Male als verlässlich herausgestellt hat, wenn es um Vorabankündigungen und Leaks im Bereich des Gamings ging.

Der gut vernetzte und informierte Henderson befasst sich in einem aktuellen Twitter-Thread mit einem angeblich bevorstehenden AAA-Gaming-Projekt, welches ein Free-to-Play NFT First-Person-Shooter werden soll. Am ehesten vergleichen ließe sich das Spiel mit dem Hardcore Shooter „Escape from Tarkov“ des Entwicklerstudios Battlestate Games.

Escape from Tarkov mit NFTs

Demnach soll, nach Hendersons Wissensstand, in den kommenden Monaten ein kompetitiver First-Person-Shooter angekündigt werden, in dem ihr – wie in EFT – verschiedenen Karten beitreten könnt, dort Waffen, Ausrüstung und diverse weitere Gegenstände erbeuten und anschließend erfolgreich wieder mit diesen aus dem Level extrahieren könnt.

Der große Clou und Unterschied zu Escape from Tarkov ist der anschließende Umgang mit den gesammelten Items. Diese sollt ihr nämlich über den Ingame-Marktplatz für die eigene Kryptowährung des Spiels verkaufen können. Diese spieleigene Kryptowährung wiederum funktioniert, wie andere Kryptowährungen auch und kann demnach in andere Kryptos oder eben „echtes Geld“ umgetauscht werden.

Darüber hinaus soll der „AAA-NFT-FPS“ einen Map-Editor besitzen, mit dessen Hilfe die Spielenden ihre eigenen Karten erschaffen können. Die Creator dieser Maps sollen, um so öfter die Karte im Anschluss gespielt wird, ebenfalls mit der spielinternen Kryptowährung belohnt werden. An Erfahrung in der AAA-Games-Entwicklung soll es nicht fehlen. Wie Henderson weiter berichtet, sollen beim verantwortlichen Studio hinter dem noch geheimen Projekt Entwickler beteiligt sein, die zuvor an Titeln wie Halo, The Division und Call of Duty gearbeitet haben. Um sich in der Richtung der Entwicklung nicht zu verirren, lasse sich das nicht namentlich genannte Studio außerdem von top FPS-Influencern beraten.

Grundsätzlich setze der NFT-Shooter auf ein Free-to-Play Modell, aber auch ein Abo-Service soll angeboten werden. Wer eine monatliche Gebühr zwischen zehn und 20 US-Dollar zahle, erhalte zusätzliche Einsatzbelohnungen, NFT-Drops, die Möglichkeit, Turniere zu organisieren und vieles mehr. Den Namen des Studios, des Spiels, des Publishers als auch des Tokens wolle Henderson nicht nennen, da er denkt, dass NFTs als sehr neue Technologie sehr polarisierend wirken würden. Leute seien entweder komplett für oder gegen die Technologie.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass hier ein wirklich mit Escape from Tarkov artverwandtes Projekt beschrieben wird, welches die Grundbausteine des Battlestate Games FPS um einige eigene Kernelemente ergänzt. Dazu gehören der Map-Creator, der NFT-Marktplatz und die damit verbundene Möglichkeit, mit erfolgreich extrahierten Gegenständen echtes Geld zu verdienen. Umso seltener und besser die erbeuteten Items, desto mehr Krypto könnt ihr verkaufen.

World's First AAA Free-to-Play NFT FPS details:

– Schedule for release in 2023
– Is a "competitive" FPS – But similar to Escape From Tarkov
– At it's core, the goal is to join a map, loot weapons, gear etc. and extract successfully.

— Tom Henderson (@_Tom_Henderson_) November 8, 2021

Der große Unterschied zu CS:GO-Skins

Viele Lesende mögen sich im Verlauf des Beitrages vielleicht gedacht haben, dass den Grundstein für diese Wertschöpfung aus Ingame-Gegenständen bereits längst gelegt ist. Und in gewisser Art und Weise stimmt das auch. Nehmen wir als prominentes Beispiel die Skins in Counter-Strike: Global Offensive. Der ebenfalls äußerst populäre, beliebte und kompetitive First-Person-Shooter von Valve bietet euch die Möglichkeit über Drops und Kisten im Spiel alternative Designs für Ausrüstung und Waffen freizuschalten. Diese besitzen einen echten Wert und können über den Steam-Markt mit anderen Spielenden gehandelt oder an diese verkauft werden.

Auch hier gehen seltene und beliebte Skins gut und gerne für mittlere bis hohe dreistellige Beträge in Euro über den virtuellen Ladentisch. Nur ist dieses Geld eben keine Kryptowährung und damit innerhalb der Valve-Plattform „gefangen“. Ihr bekommt euer Geld von eurem Steam-Konto nicht auf eine andere Transaktions-Plattform übertragen und könnt somit lediglich auf Steam mit dem in CS:GO verdienten Geld einkaufen. Zudem sind die Skins natürlich selten, aber – anders als NFTs – keinesfalls einzigartig. So können verschiedene CS:GO-Spielende durchaus den gleichen seltenen Skin besitzen, NFT-Shooter-Fans werden aber niemals denselben Gegenstand ihr Eigen nennen.

Was haltet ihr vom Ansatz des Projekts? Steht ihr NFTs in Games offen gegenüber?
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Disclaimer: Die gesamte Beschreibung des Projekts beruht auf nicht bestätigten Informationen. Auch, wenn sich Henderson in der Vergangenheit als sehr zuverlässige Quelle herausgestellt hat, sind Irrtümer hier natürlich nicht ausgeschlossen. Die erklärten Inhalte befinden sich darüber hinaus noch in der Entwicklung und können demnach auch jederzeit noch angepasst, geändert oder gänzlich entfernt werden.