Am heutigen Donnerstagabend, 16. Juni 2022 präsentierte Blizzard im neuen Overwatch 2 Reveal Event etliche neue Informationen rund um die Pläne und Zukunft des Heldenshooters. Mit dabei waren die Themen Beta, Season-Modell, PvE, Skins, Post-Launch-Content und jede Menge Hintergründe und Details zum neuen Champion Junker Queen.

Doch der Reihe nach. Die Verantwortlichen sprachen sich im Stream für die zahlreichen Veränderungen aus, die Overwatch 2 zu einem besseren Spiel machen sollen, als es Teil 1 noch war. Insbesondere die langen Wartezeiten auf neuen Content sollen in OW2 der Vergangenheit angehören. Overwatch 2 soll zu einem echten Free to Play Live Service Game werden, welches für lange Zeit nach dem Release mit neuen Inhalten versorgt wird.

Das Season-Modell in Overwatch 2

Um dieses Ziel zu erreichen und den Erwartungen der Fans gerecht zu werden, wird Overwatch 2 auf ein Season-Modell setzen, ähnlich wie wir es aus etlichen anderen Online-Games (wie beispielsweise Rocket League oder Fortnite) kennen. Wie bereits im Rahmen des Xbox & Bethesda Game Showcase am vergangenen Wochenende enthüllt, wird Blizzards Helden-Shooter als Free to Play-Titel für alle Spielenden erscheinen. Am 4. Oktober 2022 startet der Early Access sowie die zugehörige Season 1 auf PC und Konsolen inklusive Crossplay und Crossprogression.

Mit Season 1 werden am 4. Oktober im Vergleich zu Overwatch 1 drei neue Helden, sechs neue Maps, der Push-Spielmodus, über 30 neue Skins sowie die neuen mythischen Skins enthalten sein, über die es gleich noch mehr zu erfahren gibt. Darüber hinaus erleben die Spielenden die umfangreichen Updates in Bezug auf die Umstellung der Teamgröße von 6v6 auf 5v5, die überarbeiteten Elemente in Bezug auf UI, Karten, Sound und vielem mehr.

Doch dieser Content ist erst der Anfang einer langen Reise. Wie Blizzard heute enthüllte, wird schon am 6. Dezember 2022 Overwatch 2 Season 2 starten, die einen neuen Tank-Helden sowie eine weitere Karte beinhalten soll. Auch hier gibt es über 30 neue Skins, einen neuen mythischen Skin sowie den neuen Overwatch 2 Battle Pass. Im Anschluss daran soll Overwatch 2 alle neun Wochen eine neue Season bekommen, die abwechselnd einen neuen Champion und eine neue Karte ins Spiel bringt.

Für 2023 und die darauf folgenden Seasons kündigt Blizzard neue Helden, Maps, Spielmodi, über 100 neue Skins sowie den Start des PvE-Spielmodus an.

overwatch 2 roadmap
So sieht die Overwatch 2 Roadmap derzeit aus. Quelle: Blizzard

Ihr fragt euch sicher, wer neben Sojourn, die wir in der ersten Overwatch 2 PvP Beta bereits in Action gesehen haben, und Junker Queen, der am vergangenen Wochenende neu enthüllten Tank-Heldin, der dritte neue Champion im Bunde der Neuzugänge ist, die wir zum Start von Season 1 am 4. Oktober 2022 im Overwatch 2 Early Access begrüßen dürfen. Das fragen wir uns auch. Allerdings gibt uns Blizzard immerhin den Hinweis, dass es sich dabei um einen neuen Support-Helden handeln wird, der in den kommenden Monaten zwischen der heutigen Präsentation und dem Early Access Release präsentiert wird.

Für jede der drei Rollen hat Blizzard also einen Neuankömmling im Gepäck. Dass die Rollen Tank und Support allerdings kategorisch unterbesetzt sind, ist dem Entwicklerteam durchaus bewusst. So sollen vermehrt Tank- und Support-Helden in den ersten Seasons ergänzt werden. Im Gepäck hat Blizzard außerdem einige neue Karten, von denen wir zwei zumindest etwas kennen. Bereits später in diesem Monat, im Rahmen der zweiten Overwatch 2 Beta, wird erstmals Rio spielbar sein. Die in Brasilien angesiedelte Map war im Reveal-Event erstmals zu sehen. Einige Bilder gab es auch zu einer weiteren neuen Map, deren konkreten Namen wir noch nicht kennen, jedoch wird diese in Portugal lokalisiert sein.

„PvP reimagined“

Blizzard will sich in Overwatch 2 aber nicht nur dem Kritikpunkt des fehlenden Content-Nachschubs stellen. Vielmehr soll sich auch am Spielgefühl der PvP-Modi einiges ändern. Dazu gehört unter anderem natürlich die Umstellung von 6v6 auf 5v5, sodass jeder Spieler mehr Einfluss auf das tatsächliche geschehen nehmen und auch fühlen kann.

Zu dem neu gedachten PvP Spielerlebnis gehören zudem die Champion-Reworks, die wir auch schon in der ersten PvP-Beta gesehen haben. Besonders betroffen sind davon Orisa, Doomfist, Sombra und Bastion. Durch Ergänzungen wie Tag- und Nachtzeiten, verbesserte Beleuchtung, Texturen und am Schauplatz der Map lokal aufgenommene Sounds soll die Immersion und Atmosphäre auf den Maps weiter verbessert werden. Apropos neue Atmosphäre: Für Overwatch 2 wurden über 25.000 neue Voicelines aufgenommen!

Außerdem wird der kompetitive Teil in Overwatch 2 neu gestaltet. Blizzard nennt das „Competition 2.0“ und verändert diesbezüglich unter anderem das Scoreboard, will aber auch darüber hinaus weitaus mehr Informationen bieten, die als Feedback für die Spielenden gedacht sind. Dazu gibt es eine ausgebaute Match-History und neue Skill-Tiers, die euer konkretes Rating aus Teil 1 ersetzen.

PvE erst 2023

Eine nicht ganz überraschende Erkenntnis, die wir am vergangenen Wochenende bestätigt bekamen, betrifft den PvE-Part von Overwatch 2, den Blizzard insbesondere zu Beginn des Marketings für die Fortsetzung des Franchise betonte und schon fast in den Mittelpunkt rückte. Dieser wird zum Beginn des Early Access im Oktober nicht mit dabei sein.

Erst im kommenden Jahr, 2023, wird dieser Teil des Spiels der Community eröffnet. Sonderlich viel neue Inhalte oder Informationen waren hier ebenfalls nicht zu entnehmen. Zu sehen gab es immerhin einzelne Sequenzen und den Hinweis darauf, dass es spezifische PvE-Maps geben wird, auf denen die Fans gemeinsam mit Freunden gegen die zurückkehrenden Invasoren antreten und besondere Orte und Teile der Geschichte erleben werden. Als Beispiel wird Torbjörns Werkstatt genannt, die in einem der Szenarien vorkommen soll.

Neue kosmetische Items und Mythische Skins

Kosmetische Gegenstände und Belohnungen waren in Overwatch schon immer ein Teil der Motivation und Möglichkeit zur Individualisierung eurer Charaktere. Dieser Teil des Spiels soll in Overwatch 2 noch viel weiter ausgebaut werden. Wie Blizzard ankündigt, wird es einen Ingame-Shop geben, über den ihr viele neue Skins und sogar neue Arten von kosmetischen Items werdet kaufen können.

Neu dabei sind hier unter anderem Waffenanhänger („Charms“), Banner aber auch mythische Skins. Mythische Skins werden noch seltener oder bedeutsamer sein als die bisher höchste Stufe der legendären Skins. Mythische Skins sollen extrem selten sein und sogar die Möglichkeit bieten, den Skin selbst in einigen Aspekten anzupassen und somit den entsprechenden Charakter noch weiter zu individualisieren.

Alle neuen Infos im Überblick

Overwatch 2 2022 Roadmap 2
Die wichtigsten Erkenntnisse aus dem heutigen Reveal Event gibt es auch in dieser Roadmap noch einmal übersichtlich zusammengefasst. Quelle: Blizzard

Die zweite Beta – am 28. Juni geht’s los

Wie bereits unter der Woche angekündigt, wird die zweite Overwatch 2 Beta noch im Juni starten. Am 28. Juni 2022 werden Spielende zum zweiten Mal die Möglichkeit bekommen, einige der Änderungen und Neuheiten selbst zu testen. Besonders spannend ist diese Testphase für die Communities auf den Konsolen, denn auch PlayStation und Xbox werden zum Zug kommen.

Neben der Erweiterung auf die zwei neuen Plattformen gibt es auch auf dem PC Neues zu entdecken. Erstmals mit dabei sein werden sowohl die Tank-Heldin Junker Queen als auch die neue Karte Rio. Mehr Infos zur zweiten Beta gibt es hier:

Nächste Overwatch 2 Beta angekündigt: Noch im Juni geht’s los

Junker Queen: Skills, Trailer, Origin Story

Apropos Junker Queen: Der letzte große Punkt im heutigen Overwatch 2 Reveal Event war die ausführliche Vorstellung der neuen Heldin Junker Queen. Die Königin der Junker Town ist bereits seit der Veröffentlichung besagter Karte ein wesentlicher Teil der Lore. Die äußerst selbstbewusste Punk-Rock-Kämpferin steht in enger Verbindung zur Geschichte von Junkrat sowie Roadhog.

Im Spiel übernimmt die Axt schwingende Königin die Rolle eines aggressiven Tanks, der ohne Barriere auskommt. Dafür mag sie ihre Klingen mindestens genauso gerne wie die Shotgun im Anschlag. Als sekundären Angriff darf Junker Queen ein Messer werfen, welches im getroffenen Gegner stecken bleibt und eine Wunde bei diesem verursacht. Ein vom Messer getroffenes Ziel darf zudem ein Stück an Junker Queen herangezogen werden.

Ihr Vorstürmen mit vor dem Kopf rotierender Axt drängt Gegner nicht nur zur Seite, sondern verursacht ebenfalls Wunden bei Getroffenen, die die erhaltene Heilung auf 0 reduzieren. Junker Queen selbst im Kampf auf mehrere Fähigkeiten, die bei erfolgreichem Einsatz nicht nur ordentlich Schaden austeilen, sondern auch ihr selbst einen Teil der Gesundheit wiederherstellen. Junker Queen ist die erste Tank-Heldin, die von Beginn an unter dem Gesichtspunkt des neuen 5v5-Multiplayer gestaltet wurde und demnach darauf ausgelegt ist, als einziger Tank eines Teams zu agieren. Besonders praktisch dafür ist ihr „Commanding Shout“, eine weitere Fähigkeit in ihrem Kit, die nahen Verbündeten sowohl einen Rüstungsbonus als auch Bewegungsgeschwindigkeit gewährt.

Wie die Junker Queen im Kampf aussieht, seht ihr im neuen Overwatch Animated Short “The Wastelander”:

Junker Queen Origin Story | Overwatch 2

Ebenfalls seit heute neu zu sehen ist die Junker Queen Origin Story im Video. Wo kommt sie her, welche Hintergründe bringt sie mit und wo gehört sie hin? Welche Eigenschaften zeichnen sie aus? Auf diese Fragen gibt es hier eine Antwort: