Bereits in der vergangenen Woche berichteten wir euch über die Enthüllung der nächsten Verteidigerin in Ubisofts Taktik-Shooter Tom Clancy’s Rainbow Six Siege. Ihr Name ist Thorn und sie wird mit der nächsten Operation namens „High Calibre“ Einzug ins Spiel halten. Viel mehr wussten wir zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht. Am heutigen Montagabend, 8. November 2021 war das Warten auf weitere Informationen dann endlich zu Ende.

Im Rahmen des Auftakts des Six Sweden Major 2021 E-Sport-Turniers präsentierte Ubisoft die kommenden Rainbow Six Operation im Detail. Im Anschluss an das Spiel FaZe Clan gegen The Chiefs (7-0) folgte der Entwickler und Publisher seiner Tradition, die Enthüllung von neuen Operations für Rainbow Six im Rahmen von E-Sport-Wettbewerben durchzuführen. Die einzelnen Neuigkeiten rund um Operation High Calibre erfahrt ihr jetzt.

Neuer Operator: Thorn

Die erste und für viele Spielende vielleicht bedeutendste Ankündigung ist natürlich die neue Verteidigerin Thorn. Die neue Soldatin einer Spezialeinheit kommt aus Irland und lässt sich die Butter nicht vom Brot nehmen. Bevor wir auf ihr grundlegendes Loadout eingehen, beschäftigen wir uns kurz mit ihrem Gadget.

Dieses hört auf den Namen „Razorbloom Shell“ und ist eine Art Falle. Der Gegenstand, der auf den ersten Blick aussieht wie eine sehr futuristische Handgranate, haftet an allen Oberflächen und verursacht in einem großen Explosionsradius massiven Schaden. Sobald sich ein Angreifer dem Gadget auf eine gewisse Distanz nähert, wird ein deutlich wahrnehmbarer Timer gestartet, bevor die Explosion erfolgt. Sobald ihr den Countdown ausgelöst habt, bleiben euch vier Optionen, die nicht allesamt gleichermaßen vorteilhaft für euch sind.

Ihr könnt durch den Radius hindurchlaufen und euren Angriff mit hohem Tempo weiter fortsetzen, was euch allerdings verwundbarer für genau darauf lauernde Verteidiger macht. Möglichkeit 2 ist der zügige Rückzug, der euch weniger bis keinen Schaden erleiden lässt, wenn ihr schnell genug seid. Zumindest eure Position ist dann allerdings trotzdem enthüllt. Mit mehr Risiko, aber auch Vorteil verbunden ist die Option, das Gadget kurzerhand zu lokalisieren und zu zerstören. Dies ist sowohl mit einer Patrone aus eigenen Waffen, aber auch durch Nahkampfangriffe möglich. Verfehlt ihr oder seid zu langsam, trifft euch die Explosion dennoch mit voller Wucht. Zu guter Letzt bleibt Option Nummer 4: Stehenbleiben im Gefahrenradius – sollte aber, ehrlich gesagt, euer allerletzter Ausweg sein.

Thorn ist eine Verteidigerin, die am ehesten als Anchor eingesetzt und rund um ihre Razorbloom Shells sowie die Objectives auf den diversen Maps gespielt werden sollte. Angreifer werden durch den Timer ihres Gadgets oft in Panik geraten, was sie zu leichten Zielen werden lässt.

Neue Waffe: UZK50GI

Seit längerer Zeit bringt Ubisoft mal wieder eine gänzlich neue Primärwaffe in Rainbow Six Siege. Thorn führt nämlich wahlweise eine M870 Shotgun, oder eben die neue UZK50GI ins Gefecht. Die Maschinenpistole besitzt über eine vergleichsweise geringe Feuerrate für diesen Waffentyp, bringt dafür aber hohen Schaden und sogar recht viel Zerstörungswirkung mit sich, sodass sogar kleine Löcher in Holzwände geschossen werden können.

Ihr Loadout wird komplettiert durch wahlweise Stacheldraht oder einem platzierbaren Schild. Für die Auswahl der Sekundärwaffe stehen ihr die 1911 Tacops Pistole und die vollautomatische C75-Auto zur Verfügung. Thorn verfügt über je zwei von drei Punkten in der Einstufung von Rüstung und Geschwindigkeit.

thorn loadout
Das Loadout von Thorn im Überblick. Quelle: Ubisoft

Thorn synergiert, betrachten wir ihre Möglichkeiten nun zusammenfassend, sehr gut mit anderen Verteidigern, die das Vorrücken von Angreifern gezielt verlangsamen. Hierzu zählen beispielsweise weitere Fallensteller wie etwa Lesion, aber auch Melusi oder Clash, die ihre eigenen Tools für jenen Zweck nutzen. Angreifer in Position zu halten ist der Schlüssel, um Thorn und vor allem die Razorbloom Shells effektiv zu nutzen.

Als natürliche Konter funktionieren hingegen klassischerweise jene Angreifer, die sich auch schon gegen andere Utility-fokussierte Verteidiger bewährt haben. Hierzu zählen allem voran IQ, Thatcher, Zero und Twitch. Aber auch durch andere Sprengstoffe lassen sich Thorns Shells bereits vor der Aktivierung aus dem Spiel nehmen.

Outback Map Rework

Ebenfalls in alter Tradition widmet sich Ubisoft in Operation High Calibre wieder einer einzelnen Karte, um diese zu aktualisieren und an die Bedürfnisse der Spielenden anzupassen. Dieses Mal dürfen wir uns über ein Rework der Map Outback freuen. Diese wurde zuvor oft als unübersichtlich und extrem schwierig für Verteidiger beschrieben. Auch die Navigation auf der Karte stand in der Kritik.

Genau diesen Punkten hat man sich nun angenommen. Verbindungen zwischen Räumen wurden erneuert, die gesamte Fassade umgestaltet. So findet ihr zukünftig an anderen Stellen Fenster und Eingänge, die euch die Orientierung erleichtern sollen. Zudem wurden einige Räume, in denen zuvor viel Plunder herumlag, aufgeräumt, um auch dort eine „cleanere“ Version der Darstellung umzusetzen.

Darüber hinaus gibt es grundlegend weniger Fenster, mehr Deckung und somit auch Möglichkeiten für Verteidigende, wirklich auf und um den Spot effektiv zu spielen. Durch die klarere Führung durch die Karte sollen aber auch Angreifer hier mehr Spaß haben. Die größte offensichtliche Änderung ist zudem die Verlagerung der Terasse, die zu einem innenliegenden Teil der Karte wird und als Eingang eine hölzerne Doppeltür aufweist.

Balancing

Auch im Bereich Balancing haben sich die Entwickler hinter Rainbow Six Siege wieder etwas einfallen lassen. Eine wohl noch viel zu diskutierende Änderung wird sein, dass Kameras außerhalb von Gebäuden künftig nach wenigen Sekunden die Verbindung zum Darstellungsgerät verlieren werden. Dies trifft vor allem Operator wie Valkyrie besonders hart, die gerne auch Kameras nutzten, um diese außerhalb des eigenen Spielraums im Inneren der Gebäude zu platzieren und dort an zusätzliche Informationen zu gelangen.

Apropos Kameras: Ab dem Start von Operation High Calibre wird es allen Operatorn möglich sein, schon während der Platzierung von Kameras auf den entsprechenden Feed zuzugreifen, um schnellstmöglich ein Bild abrufen und sehen zu können. Während des Flugs zum Zielpunkt wird das Bild noch verpixelt sein, aber sofort zur Nutzung bereit, sobald die Platzierung abgeschlossen ist.

Die größte Änderung an bestehenden Operatorn erfährt Finka, die sich künftig auch selbst mit ihrer Fähigkeit, die Lebenspunkte temporär erhöht, beziehungsweise angeschlagene Teammitglieder heilen kann, wieder auf die Beine bringen, sollte sie am Boden liegen und noch Aufladungen zur Verfügung haben.

Weitere Änderungen und Anpassungen

Außerhalb des Spiels führt Ubisoft mit Operation High Calibre eine neue Version des R6Fix Tools ein und nennt dies „R6Fix 2.0“. Die grundlegende Überarbeitung der Möglichkeit, Fehler im Spiel als auch vom Testserver zu melden, soll zugänglicher und klarer in der Bedienung sein. Darüber hinaus ist das Tool künftig auch Mobile freundlich, sodass Spielende auf den Konsolen erleichtert wird, ihr Feedback direkt zu den Entwicklern zu übermitteln.

Weiterhin wird die Struktur und Funktionsweise der Testserver angepasst. Es soll einen stärkeren Fokus auf einzelne Abschnitte geben, in denen gewisse Features und Neuerungen getestet werden sollen. Diese Struktur wird mit einer Darstellung präsentiert, die derzeit wie folgt aussieht:

rainbow six test server timeline
Zukünftig sollen die Testserver in Rainbow Six Siege nach folgendem Muster funktionieren. Quelle: Ubisoft

Neues HUD

Mit Operation High Calibre bringt das UI-Team von Rainbow Six eine überarbeitete und zukunftsorientierte Version des Interface in Rainbow Six. Dieses neue Interface bietet euch mehr Informationen als bisher und soll euch das Geschehen auf einen Blick erfassen lassen.

So sind etwa Ressourcen, Gadgets und Cooldowns klarer zu erkennen und zu jedem Zeitpunkt ersichtlich, ohne dass zum Beispiel auf die entsprechende Waffe oder das jeweilige Gadget gewechselt werden muss, um Aufladungen, Cooldowns, Magazin oder Verfügbarkeit zu überprüfen. Auch neue Icons beim Verwenden von Gegenständen und bei Interaktionen mit der Umgebung kommen in den Taktik-Shooter. Text im Spiel wird minimiert und durch klarere Symbole ersetzt.

In diesem Zug widmet man sich darüber hinaus auch dem Kompass, der eine Ergänzung in seiner Funktionalität bekommt. Dieser nimmt nicht nur mehr Informationen, wie etwa Pings, in die Anzeige mit auf, sondern wird euch künftig auch markieren, ob die jeweiligen Anzeigen auf euren Level, über euch oder auf einer Ebene unter euch bezogen sind. Kleinigkeiten wie etwa ein „Ping Location Reminder“ und viele neue Anpassungsmöglichkeiten des UIs über die Spieloptionen komplettieren das Rework und sollen auch in der Zukunft noch erweitert werden. Sogar über die Möglichkeit, einzelne Elemente des UIs nach Bedarf und Geschmack zu verschieben, wird derzeit aktiv nachgedacht.

Bonus für Content-Creator: Der Privacy-Tab

Als keines Extra stellt Ubisoft im Rahmen des Reveals der neuen Operation auch den neuen Privacy-Tab vor, der es vor allem Profis und Content-Creatorn erleichtern soll, das Spiel mit mehr Privatsphäre zu spielen. So soll es etwa möglich werden, zwischen den Partien den eigenen Nickname, der in den Partien über die Statistik und weitere Einblendungen angezeigt wird, beliebig zu ändern.

Dieses Feature wird zunächst mit einem kleinen Kreis von Creatorn getestet, bevor es schließlich komplett veröffentlicht werden soll.

Zu den neuen Anpassungsmöglichkeiten zählen darüber hinaus die bisher klassisch festgelegten Teamfarben. Diese könnt ihr künftig beliebig (mit einer zunächst begrenzten Auswahl an Farben) variieren. Diese sind derzeit beispielsweise noch nicht für Farbenblind-Modi optimiert – auch hier sollen entsprechende Ergänzungen folgen. Zu einem späteren Zeitpunkt sollen weitere Möglichkeiten zur farblichen Anpassung der Darstellung, etwa von bestimmten Gegenständen im Spiel (wie z.B. Claymores) folgen.

Skins und Individualisierung

Zu guter Letzt sei auch noch das frisch präsentierte Elite 2.0 System erwähnt, welches euch noch mehr Individualisierung und Anpassungsoptionen für eure Operator verspricht. Neben der Kombinierbarkeit von Outfits, Uniformen und weiteren Skins soll auch die komplett neue Kategorie der exotischen Waffen ins Spiel kommen.

Diese exotischen Versionen der Waffen verfügen über animierte Skins, die eine vollständig neue bandbreite an Möglichkeiten für neue Looks und Darstellungen eröffnen.

High Calibre: Gameplay and Tips | Tom Clancy’s Rainbow Six Siege

Bevor der Testserver zu Operation High Calibre am morgigen Dienstag online geht, könnt ihr euch hier bereits das neue, offizielle „Gameplay and Tips“ Video von Ubisoft zur kommenden Operation ansehen. Viel Kritik gibt es indes bereits jetzt aus der Community, die vor allem ein Update zu Anti-Cheat-Maßnahmen im äußerst kompetitiven FPS vermisst.

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