Im Vorfeld des großen Finals des Six Invitational 2021 hat Ubisoft endlich offiziell die kommende Operation North Star offiziell enthüllt! Dabei bestätigten sich vor allem viele der bereits zuvor im Umlauf befindlichen Leaks. Selbstverständlich gab es auch weitere Details und neue Szenen rund um die neue Verteidigerin Thunderbird.

Diese bringt ein neues Gadget mit in Rainbow Six, welches auf den Namen „Kona Station“ hört und den Verteidigern deutlich erhöhte Überlebenschancen zusagt. Denn die Kona Station heilt Operator, die sich in ihrer direkten Umgebung aufhalten. Der Operator mit den niedrigsten Lebenspunkten im Heilungsbereich wird dabei priorisiert.

Aber Achtung: Auch Angreifer können von den Kona Stations geheilt werden. Sollten sich in einer Nahkampf-Situation feindliche Operator innerhalb des Wirkungsbereichs einer Kona Station aufhalten, wird der Verteidiger allerdings zu jeder Zeit bevorzugt geheilt. Nach einer Heilung muss die Kona Station einige Zeit wieder aufladen, bevor die nächste Heilung bereitsteht.

Thunderbird: Ihr komplettes Loadout

Über das mächtige Heilungs-Gadget hinaus bringt die aus Nakoda stammende Verteidigerin Thunderbird auch ein mächtiges Loadout mit. In der Wahl ihrer Primärwaffe entscheiden sich die Spielenden zwischen dem SPEAR.308 Sturmgewehr und der SPAS-15 halbautomatischen Shotgun.

Die Sekundärwaffe wird entweder eine BEARING 9 Maschinenpistole oder die Q-929 Pistole sein. Zusätzlich darf sie sich zwischen Handgranaten und einem Nitro-Handy entscheiden – Jede Menge Sprengkraft garantiert.

thunderbird operator sheet
Thunderbird bringt ein mächtiges Loadout mit in Rainbow Six. Quelle: Ubisoft

Noch einmal kurz zurück zur Kona Station: Diese ist auch besonders mächtig, weil sie es am Boden liegenden Verteidigern erlaubt, sich gegen den Verbrauch einer Ladung selbst wieder auf die Beine zu stellen. Dies passiert im Wirkungsbereich nicht automatisch, sondern muss per Tastendruck manuell ausgelöst werden.

Wie ebenfalls bereits im Vorfeld vermutet, wird Thunderbird ein Operator mit einem von drei Punkten in Leben und drei von drei Punkten in Geschwindigkeit. So geht Ubisoft derzeit davon aus, dass die Spielenden die neue Verteidigerin vor allem als „Roamer“ einsetzen werden, aber auch die Rolle als aggressiver „Anchor“ stünde ihr gut zu Gesicht.

Favela Map Rework

Wie bereits zuvor feststand, wird mit Operation North Star die Casual-Map Favela einem umfangreichen Rework unterzogen. Die Game Designer bei Ubisoft gehen sogar so weit, dass sie die neue Favela Map als nahezu komplett neue Karte betiteln.

Am heutigen Sonntag haben wir erstmals genauere Einblicke in das neue Favela bekommen. So wird der sogenannte „Floor Plan“, also die zur Verfügung stehenden Routen und Wege, vollständig überarbeitet. Zudem werden deutlich weniger Außenwände aus „weichem“ Material bestehen und sprengbar sein. Dies soll vor allem dem verteidigenden Team helfen, vernünftig roamen und Winkel halten zu können.

Das Ziel beim Favela Map Rework sei es, der Karte eine deutlich übersichtlichere Struktur zu verleihen, um auch Einsteigern die Orientierung zu erleichtern. Diese werde unter anderem durch neues Color grading gewährleistet, welches euch stets wissen lässt, wo auf der Karte ihr euch befindet. Trotz all der Änderungen soll der schnelle Spielstil beibehalten werden.

Balancing und Gameplay

Operator

Doch auch über die überarbeitete Favela Map und den neuen Operator Thunderbird hinaus, gibt es in Operation North Star und damit der zweiten Season des sechsten Rainbow Six Jahres wichtige Änderungen im Bezug auf Balancing und Gameplay-Optionen.

Ebenfalls bereits durch Leaks bekannt geworden waren die Anpassungen an Smoke, Mira, Melusi und einigen weiteren Charakteren. Während das Alarmsystem von Melusi deutlich abgeschwächt wird, in dem es nun beispielsweise auch durch Schüsse zerstört werden kann, leiden Mira und andere unter der neuen Mechanik, die Glas zersplittern lässt, sofern dieses von Nahkampfangriffen getroffen wird. Die Sicht durch Kameras und beispielsweise Miras Spiegel wird somit blockiert und vereitelt das Gewinnen weiterer Informationen. Erst sobald das Glas entfernt ist, kann an der entsprechenden Stelle wieder etwas auf der anderen Seite gesehen werden. Auch Maestro ist selbstverständlich stark davon betroffen.

Eine weitere Anpassung erfährt Smoke, dessen Kanister und Gas eine neue Visualisierung und einen neuen Sound bekommen. Zudem verhält sich der Rauch nun realistischer und zieht nicht mehr durch Oberflächen. Vielmehr sucht er sich Löcher wie Fenster oder offene Luken, um sich auszubreiten. Zudem ist der Schaden, den ihr in Smokes Gas erleidet, nun gleichmäßig.

Einschusslöcher

Ebenfalls bestätigt hat sich die Vermutung, dass einzelne Einschusslöcher künftig nicht mehr dafür genutzt werden können, um hindurchzusehen und Informationen von Geschehnissen auf der anderen Seite der Oberfläche zu sammeln. So sind Einschusslöcher weiterhin sichtbar, allerdings gewähren sie keinen Blick mehr auf die andere Seite. Größere Öffnungen durch Nahkampfangriffe, Sprengungen oder Schrotflinten sind davon natürlich nicht betroffen.

Rüstung

Klarer werden soll mit Operation North Star zudem die Rolle von Rüstung. Während es sich bislang oft so anfühlte, als wären Operator mit drei Rüstungspunkten einfach nur deutlich langsamer, sollen die Vorteile nun offensichtlicher zu erkennen sein. Deshalb nimmt Ubisoft folgende Anpassung vor:

  • 1 Rüstung-Operator besitzen 100 Lebenspunkte
  • 2 Rüstung-Operator besitzen 110 Lebenspunkte
  • 3 Rüstung-Operator besitzen 125 Lebenspunkte

Mit der Umwandlung von Rüstung in Lebenspunkte muss natürlich auch Rook angepasst werden. So verleihen seine Rüstungsplatten nun 20 Lebenspunkte extra, statt eine Rüstungsstufe zu gewähren. Auch Finka wird in diesem Kontext angepasst und verleiht nun nicht mehr temporär einen Bonus auf die eigene Maximalgesundheit, sondern darf Verbündete mit ihrer Fähigkeit tatsächlich permanent um den gleichen Wert heilen.

Leichen

Eine weitere Neuerung betrifft die Darstellung von getöteten Operators. So verschwinden die zugehörigen Leichen nun nach wenigen Sekunden von der Karte. Statt eines Körpers, der bei verschiedenen Spielern oft unterschiedlich dargestellt wurde, wird an der Position des Ablebens künftig ein holografisches Symbol des entsprechenden Charakters angezeigt. Dies bewahre nicht nur die kompetitive Integrität von Rainbow Six, sondern gebe auch übersichtlich Aufschluss darüber, welchen Operator es wirklich erwischt hat.

Insbesondere in Bezug auf einige veröffentlichte Skins sei man sich bei Ubisoft durchaus bewusst darüber, dass es teilweise unklar sei, welchen Charakter man erledigt – oder eben verloren hat.

Waffenaufsätze

Deutlich übersichtlich werden soll künftig die Anpassung eurer Waffen. Während derzeit oft auf Guides, Ratschläge von Freunden oder professionell Spielenden vertraut wird, sollen die Community künftig selber genau einschätzen können, was verschiedene Läufe und Waffenaufsätze bewirken.

Die Verantwortlichen beschreiben die neuen Modelle wie folgt:

  • Kompensator: Verringert den horizontalen Rückstoß deutlich
  • Flashhider: Verringert den vertikalen „Kick“ einer Waffe deutlich
  • Mündungsbremse: Lässt euch Schüsse nach einer Salve deutlich schneller wieder zentriert abfeuern

Insgesamt soll es deutlich spürbarer werden, welchen dieser Aufsätze ihr auf euren Waffen verwendet.

Todesrückblick

Ebenfalls überarbeitet wird mit Operation North Star die Anzeige nach eurem Ableben innerhalb einer Runde. So wird der Fokus in Phase 1 nach eurem Tod kurz auf dem Charakter oder Objekt liegen, welcher/welches dafür verantwortlich war. Im Anschluss folgt die neue Replay-Phase, die euch genauer erkennen lassen soll, warum ihr gestorben seid.

In dieser zweiten Phase seht ihr die Sekunden vor eurem Tod aus der Sicht des Schützen. Diese Anpassung soll es leichter machen zu erkennen, was ihr hättet anders machen können, um den Tod zu vermeiden. Im Anschluss daran sollt ihr schneller „weiterspielen“ können, in dem ihr alle Observationsmöglichkeiten eures Teams nutzt, um diesem weitere Infos zu geben und die Runde zu gewinnen.

Auf dem Testserver: Drohnensteuerung nach dem Tod

Apropos Ableben: Eine weitere Änderung in Rainbow Six Siege schafft es auf die Testserver für Operation North Star, ist aber noch nicht für den Release geplant. Ab Dienstag, 25. Mai 2021 wird der Testserver verfügbar sein und auch das Feature beinhalten, dass ihr eigene Drohnen nach eurem Tod weiterhin steuern könnt.

Inbegriffen sind dabei Charaktere mit besonderen Drohnen und Kameras wie etwa Echo, Maestro und Mozzie. Ubisoft ist hier allerdings noch am Experimentieren, wie ein solches Feature den Tod nicht zu wenig bestrafend gestaltet und das Balancing allgemein gefährdet. Bestätigt ist zu guter Letzt auch die im Vorfeld bekannt gewordene Anpassung an kugelsicheren Kameras, die künftig einen „EMP Dart“ verschießen können sollen, um Technik der Angreifer zu attackieren.

Alle Leaks, die sich zum Großteil bestätigt haben, findet ihr hier noch einmal übersichtlich und noch ausführlicher erklärt:

Rainbow Six: Operation North Star – Alle Leaks im Überblick