Nachdem am 2. Juli 2019 die zweite Saison „Battle Charge“ in Apex Legends gestartet ist, äußern sich jetzt mehrere Entwickler über Details und Hintergründe zum zeitgleich gestarteten gewerteten Modus. Welches Prinzip die Verantwortlichen mit den Ranglisten-Ligen verfolgen, wie der Modus strukturiert ist und wie Respawn Entertainment darüber denkt, erfahrt ihr in diesem Beitrag.

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Das Ziel der Ranglisten

Am Ende der Saison sollt ihr unter anderem eine Plakette für euren erreichen Rang erhalten. Quelle: Respawn Entertainment/EA

Nach den Aussagen der Entwickler sollen die Ranglisten der Ort sein, an dem sich Apex Legends Spieler messen können, die kompetitive Ambitionen in dem Titel haben. Dort sollen sie ihr Können beweisen und entsprechend für ihre Leistung Anerkennung erhalten. Natürlich soll der gewertete Modus aber auch ein Feature sein, welches den Spaßfaktor für die Apex Legends Spieler noch einmal steigert.

Als Belohnung sollen am Ende einer In-Game Saison Items innerhalb des Titels auf Basis des erreichten Rangs warten. Bereits jetzt steht fest, dass Spieler auf Basis ihrer höchsten erreichten Liga eine Rangplakette mit dem jeweiligen Ligasymbol erhalten sollen. Weitere Belohnungen würden im Verlauf von Season 2 angekündigt.

Die Rangliste zeigt dabei augenscheinlich, wie gut die Teilnehmer im Vergleich zu anderen Spielern abgeschnitten haben. Der Wettkampf und Spaß im kompetitiven Apex Modus soll durch eine fähigkeitenbasierte Spielersuche garantiert werden. Man werde zwar nicht immer ausschließlich gegen Spieler in der eigenen Liga (z.B. Silber, Gold) antreten, doch das Matchmaking System werde nach Berücksichtigung von Region und Tageszeit ein möglichst homogenes Teilnehmerfeld kreieren.

Zusätzlich strebt Respawn Entertainment nach eigener Aussage ein System an, bei dem eine gleichmäßige Punktevergabe auch zwischen Supporten und Spielern, die regelmäßig viele Abschüsse mitnehmen, gewährleistet ist. So soll sich ein Bereich oben in der Rangliste etablieren können, an dem sich eine sogenannte „Kompetenz-Mea“ ablesen lässt, ohne dass Spielern dadurch eine Spielweise aufgezwungen werden soll.

Das System für den Übergang

Die Entwickler betonen weiterhin, dass man zwar mit einem punktebasierten Ranglistensystem starte, dieses jedoch nicht für die Ewigkeit gedacht ist. Man wolle Daten und Erfahrungen sammeln, um das System langfristig sinnvoll anpassen zu können. Dafür kann zum Start einer neuen Saison damit gerechnet werden, dass sowohl Ränge zurückgesetzt, als auch Änderungen am Punktesystem, der Spielersuche und der Gesamtstruktur des Modus durchgeführt werden.

Die Ranglisten starten mit einem Ligen-System, welches uns aus anderen Titeln allzu vertraut vorkommt. Dabei unterteilen sich die Ränge in Bronze, Silber, Gold, Platin, Diamant und Apex Predator. Die einzelnen „Serien“, wie Respawn die Wettkampfzeiträume nennen will, sollen zukünftig nicht zwingend zeitgleich mit den größeren Apex Legends Seasons ablaufen. Für Season 2 orientiert sich die erste Serie aber noch am Zeitrahmen von Season 2 Battle Charge. Diese soll im September 2019 enden.

Die Bewertung

Die Bewertung innerhalb der Rangliste erfolgt über sogenannte Ranglisten-Punkte (RP), deren Anzahl im Laufe der Saison variiert. Die Teilnahme an einer Partie kostet dabei je nach eurem Rang genau diese. Dabei ist die Partizipation an Bronze Partien gratis, während die höheren Ligen in den Kosten gestaffelt sind:

  • Silber-Spiele kosten 1 RP
  • Gold-Spiele kosten 2 RP
  • Platin-Spiele kosten 3 RP
  • Diamant-Spiele kosten 4 RP
  • Apex Predator-Spiele kosten 5 RP

In der Partie werden dann neue RP als Belohnung ausgegeben. Dabei sammelt ihr für verschiedene Leistungen folgende Summen an neuen Punkten:

  • Abschuss: 1 RP (bis zu 5 pro Spiel)
  • Top-10-Platzierung: 2 RP
  • Top-5: 4 RP
  • Top-3: 7 RP
  • Sieg: 12 RP

So könnt ihr insgesamt pro Partie maximal 17 RP verdienen, vor dem Abzug der Anmeldegebühr. Die Belohnungen für hohe Platzierungen zählen dabei nicht kumulativ.

Spielen mit Freunden

Prinzipiell können sich im gewerteten Modus von Apex Legends alle Spieler zusammen für ein Ranglistenspiel anmelden. Egal, in welcher Liga sich die Gruppenmitglieder jeweils befinden. Doch das Matchmaking wird sich dabei immer am höchstgewertetsten Spieler orientieren. Falls also beispielsweise ein Diamant Spieler mit zwei Silber Spielern anmeldet, sollten sich die Silber Spieler auf eine wirklich harte Begegnung für sie einstellen.

Bezahlt wird indes von jedem Spieler einzeln – entsprechend seiner eigenen Liga. Mit diesem System soll ein „durchtragen“ von niedrigeren Spielern im Ranked Modus verhindert werden. Zu Beginn der Ranglistensaison starten indes alle Spieler zunächst auf dem Bronze Rang. Eine Degradierung über ganze Ligen hinweg wird es zunächst nicht geben. Wenn ihr einmal Platin erreicht habt, bleibt ihr dort auch. Lediglich Divisionen innerhalb einer Liga können verloren werden.

Dieses Konzept soll nach gesammelten Erfahrungen erneut geprüft und gegebenenfalls angepasst werden.

Strafen für Leaver

Ein Problem, mit dem nahezu alle kompetitiven Videospiele zu kämpfen haben, sind Spieler, die im gewerteten Modus Spiele verlassen, bevor diese zu Ende sind. Die Gründe dafür sind vielfältig und komplex, doch meist geht es einfach nur um eine wenig aussichtsreiche Position des eigenen Teams.

Dafür hat sich Respawn Entertainment ein System überlegt. Demnach werden Spieler, die ein gewertetes Spiel frühzeitig verlassen, mit einem temporären Ban aus dem Ranglistenmodus bestraft. Die Zeit variiert dabei nach der Anzahl der Vergehen. Zunächst ist ein Ausschluss für fünf Minuten geplant, bei Serientätern kann sich der Ban auf bis zu einer ganzen Woche steigern.

Für die verbleibenden Spieler, deren Teams von einem Leaver oder anderen Problemen betroffen sind, für die sie selbst nichts können, gibt es zudem die Niederlagentoleranz. Diese erlässt euch mögliche RP Verluste durch Niederlagen. Somit werden die Spieler neben dem fehlenden Teammitglied nicht noch weiter bestraft. Auch hier behalte man sich vor, das System strikter zu handhaben falls sich herausstellen sollte, dass es missbräuchlich verwendet wird.

Über Apex Legends

Apex Legends (kurz AL) hat mit seinem schnellen und individuellen Gameplay seinen eigenen Platz am Battle Royale Himmel gefunden. Das Spiel von Entwickler Respawn Enteratinment und Publisher Electronic Arts begeistert eine große Community auf dem PC, Xbox One und PlayStation 4. Auch im eSport wagt das Spiel mit einigen Ligen und Turnieren Gehversuche.

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