Was dabei rumkommt, wenn man den Spielern ein klein wenig zu viel Freiraum bei der Ausgestaltung des Gameplays gibt, das kann man nun in der offiziellen Early-Access-Phase des Multiplayer-Spiels Sub Rosa erleben.

Dabei handelt es sich um einen Online-FPS des Entwicklerstudios CrypticSea, der eigentlich schon seit 2017 in den Tiefen Steams schlummerte. Devolver Digital hat sich der Sache jetzt als Publisher mal angenommen. Die geschlossene Entwicklungsphase, sei am Anfang wichtig gewesen, um die Spielerzahl noch irgendwie in den Griff zu bekommen. Nun hat man wohl einen Punkt erreicht, an dem man den Vorhang auch für die breite Masse lüften kann.

Sub Rosa Early-Access Trailer

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Darum geht es

Das Spielprinzip von Sub Rosa ist vorerst unauffällig. Man nimmt darin an spannenden „Verhandlungen“ teil und versucht möglichst glimpfliche Geldübergaben zu realisieren. Sub Rose führt euch in die Welt der kriminellen Machenschaften, ihr werdet Elemente von GTA vorfinden, dabei wird das Spiel in einer ziemlich rudimentären LowPoly-Grafik präsentiert (Erinnerungen an Interstate 76 werden wach). Es gibt spannende Deals, gefährliche Schießereien und wilde Verfolgungsjagden.

Sub Rosa hat einiges unter der Haube, kann aber durchaus als großes Experiment aufgefasst werden. Es ist nur noch nicht so klar, welche Erkenntnis dabei zu erwarten sind. Devolver weiß es selbst noch nicht so recht und rät: „Es wird empfohlen Sub Rosa nicht zu kaufen, bevor man sich Gameplay zu dem Spiel angesehen hat.“

Trotzdem scheinen etliche Spieler viel Freude an dem Titel zu haben. Auf Steam erhält Sub Rosa sogar rund 2000 äußerst positive Bewertungen.

Devolver Digital CFO Fork Parker erklärt, warum das Spiel ins Portfolio passt:

„Sub Rosa ist eine Verkörperung dessen, wie Devolver Digital sein Geschäft führt – viele verwirrende Telefonate, rücksichtsloses Fahren und eine Geldübergabe mit gezückten Waffen.“

Grausige Community: Mic Spam Deluxe

Der Spaß des Spiels ergibt sich natürlich nicht nur durch das Gameplay, bei dem ihr Geld verdienen müsst, um neue Ausrüstung, Autos und Anzüge für die eigenen Angestellten zu kaufen. Die Angestellten können zwischen einem persistenten Welt-Modus, einer Arbeitswoche im Runden-Modus und dem Eliminator-Modus – voller Täuschung und Verrat – hin und her wechseln.

Ein besonderes „Highlight“ aber auch größter Nachteil des Spiels ist die (absichtlich) toxische Community. Es gehört natürlich bei einem Spiel wie Sub Rosa quasi zum „guten Ton“ ein wenig freakig zu sein. Diese Freiheit macht einen Großteil des Spiels aus, denn die Verhandlungen gleichen einem Open-Mic-Contest, bei dem jeder Spieler frei ins Mikrofon blubbern kann. Und ja, das findet definitiv statt.

Die Community soll seit der verborgenen Testphase auf über 50.000 Spieler angestiegen sein, wir konnten diese Zahlen aktuell nicht verifizieren. Bleibt abzuwarten, wie es nun nach dem Early-Access-Reveal wird.

Ist Sub Rosa also ein Spiel für jeden? Nein, definitiv nicht. Wer aber abgedrehtes Gameplay abseits des Mainstreams sucht und auf freakiges Rollenspiel steht, der wird hier fündig. Sub Rosa dürfte zudem gutes Futter für den nächsten Stream sein – also viel Spaß beim Ausrasten.

Sub Rosa auf Steam:

Sub Rosa Bilder