Escape from Tarkov ist in den vergangenen Tagen eines der Spiele, die nicht nur auf Twitch Unmengen an Aufmerksamkeit bekommen. In unserem vorherigen Beitrag zu den neuen Tarkov Airdrops schilderten wir euch bereits, worin das große Interesse in Escape from Tarkov begründet ist. So gibt es neben dem spannenden und überraschend implementierten neuen Feature im Moment auch den großen neuen Patch 12.12 zu erkunden, der unter anderem die neue Karte Leuchtturm ins Spiel brachte, aber auch das lang erwartete Intertia-System implementierte.

In Kombination mit dem Weihnachtsevent, einem Preisnachlass auf alle Spielversionen sowie die Escape from Tarkov Twitch Drops führte dies alles dazu, dass die Server des Hardcore-Shooters von Battlestate Games schlicht und einfach in die Knie gingen. Die technischen Probleme, die die Spielbarkeit von EFT seit Tagen immer wieder und teils schwerwiegend einschränken, halten auch am heutigen Montag, 3. Januar 2022 weiter an.

Nachdem sich die Spielenden (zurecht) immer wieder über die Serverausfälle, Mini-Rollbacks, Lags und verlorene Gegenstände ärgerten und ihren Unmut auf diversen Wegen lautstark äußerten, entschlossen sich die Entwickler weitere Maßnahmen zu ergreifen, während man hinter den Kulissen an langfristigen Lösungen arbeitet. Zu diesen Maßnahmen gehören auch die derzeit viel kritisierten Warteschlangen, die Spielenden häufig eine lange Wartezeit bescheren, wenn sie versuchen, sich über den EFT Launcher einzuloggen. Teils ist es eine sechsstellige Spieleranzahl, die vor einem „ansteht“, um selbst in den ein oder anderen Raid starten zu können.

Battlestate Games informiert Warteschlangen und Maßnahmen

In der Nacht von Sonntag auf Montag entschlossen sich die Verantwortlichen, via Twitter ein weiteres Update zur eigenen Vorgehensweise und der aktuellen Situation zu geben. In den zugehörigen Tweets heißt es, dass die Escape from Tarkov Server derzeit schlichtweg überlastet seien. Entgegen der Vermutung einiger Kritiker habe dies allerdings nichts mit dem Tarkov Twitch Drops Event zu tun, welches euch bei entsprechender Verweildauer in teilnehmenden Streams diverse Belohnungen in Form von Items und Ausrüstung verspricht.

Zum Release von Patch 12.12 habe man weltweit mehr zeitgleich aktive Nutzer gehabt und das Backend sei zu diesem Zeitpunkt noch überlasteter gewesen als jetzt. Einige Probleme würden sich nur unter schwerer Belastung der Infrastruktur zeigen wie es derzeit der Fall ist. Einfach „mehr Server zu kaufen“, wie es ebenfalls oftmals von den enttäuschten Fans gefordert wird, werde diese Probleme nicht beheben. Die schwere Überlastung der Server werde ausschließlich zur Prime Time erreicht und die Spitzen seien noch deutlich heftiger als noch ein oder zwei Jahre zuvor. Dies hänge vor allem auch mit der gestiegenen Komplexität des Spiels zusammen.

Arbeit an Lösungen dauert an

Battlestate Games erklärt weiterhin, dass man daran arbeite, die Natur der Probleme zu identifizieren und herauszufinden, wie man das Auftreten selbiger in der Zukunft weniger wahrscheinlich machen kann. Zu den Methoden, auf die man genau dafür zurückgreife, gehören das Austauschen von Hardware, die Beseitigung instabiler Knotenpunkte, Backend-Optimierungen sowie Änderungen an der Software. Zu letztgenanntem Punkt gehört auch das extra als „temporär“ beschriebene System der Warteschlangen, welches derzeit für Unmut sorgt, auf der anderen Seite aber auch für Stabilität der Backend Server sorgen soll, um weitere Spiel bezogene Probleme zu vermeiden, die sich daraus ergeben könnten.

Man arbeite derzeit bereits wieder daran, die Wartezeiten so bald wie möglich zu verkürzen und sie so das Ziel wieder komplett entfernen zu können. Selbst während der Urlaubszeit und Feiertage wolle man weiterarbeiten, bis die Probleme behoben seien, so BSG. Abschließend entschuldigt sich der Tarkov Entwickler und Publisher ein weiteres Mal für die Unannehmlichkeiten und bedankt sich für die entgegengebrachte Geduld und die anhaltende Unterstützung.