„Irgendwann im März.“ – Das ist bislang die Zeitangabe, die wir für den Start des dritten Teamfight Tactics Sets „Galaxies“ kennen und die Riot Games auch offiziell bestätigte. Einen konkreten Termin gibt es noch nicht, ohne Infos warten lassen uns die Entwickler allerdings ebenfalls nicht. So präsentierte man in der vergangenen Woche die ersten in Set 3 enthaltenen Klassen und Champions, die wir euch bereits in unserer ersten Übersicht vorgestellt haben.

Nun gehen die Entwickler, dieses Mal in Person von Stephen ‚Riot_Mort‘ Mortimer, genauer auf die Dinge ein, die man im Verlauf des zweiten Teamfight Tactics Sets „Rise of the Elements“ gelernt habe. Das ist eine ganze Menge. Die Punkte, auf die @Mortdog, seines Zeichens Lead Designer für TFT, eingeht, haben wir nachfolgend erst einmal stichpunktartig aufgelistet.

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Lerneffekte aus TFT Set 2: Rück- und Ausblick

  • Es soll weniger Effekte und Fähigkeiten geben, die Ziele zufällig auswählen
  • Man habe die Balance in „Rise of the Elements“ im Vergleich zu Set 1 bereits verbessern können, wolle aber weiter an der Optimierung arbeiten
  • Kampfunfähig machende Effekte wie „Frost“ seien schon in Set 2 weniger frustrierend gewesen, sollen aber weiter verbessert werden
  • Grundlegend will Riot mehr auf Soft- und weniger auf Hard-Counter setzen
  • Set 3 Galaxies soll etwa in der Mitte seiner Laufzeit eine große Inhaltserweiterung bekommen, statt in Patches einzelne Champions und Klassen nachzureichen
  • Man habe in Set 2 die Anzahl der Fehler im Spiel bereits reduzieren können, wolle aber in diesem Bereich noch besser werden
  • Fähigkeiten sollen einen größeren Einfluss bekommen, klarer und besser aussehen
  • Die Anzahl der potenziellen Carrys in allen Tiers soll erhöht werden
  • Kreative Lineups sollen mehr belohnt werden und stärker werden als sechs Helden einer Klasse zu stacken
  • Spatula soll ins Karussell zurückkehren – „geregelter und einzigartig“ … was auch immer das heißen mag
  • Ranked soll ab Tag 1 verfügbar sein, Reset soll verändert werden

Nähere Ausführung

Einige der wichtigsten Kommentare zu den oben stehenden Punkten, die ‚Riot_Mort‘ in seinem Blogeintrag anspricht, haben wir nachfolgend für euch aufgegriffen. Wer sich für den vollständigen Originalbeitrag interessiert, findet diesen hier.

Ein Dorn im Auge der Entwickler waren in Rise of the Elements insbesondere Charaktere und Items, die ihre Ziele vollkommen willkürlich ausgewählt haben. Als Beispiele werden hier der „Berg“-Bonus, Azir und Taliyah genannt. Künftig sollen die Ziele von Items, Charakteren und Gegenständen auf Werten basieren, um die herumgespielt werden kann. Beispielsweise wird der Gegner „mit dem höchstem Angriffstempo“ zum Ziel.

Das Balancing habe generell in Set 2 schon besser funktioniert. Situationen, in denen Ausreißer wie Singed, Brand und Amumu und einige weitere Champions, die auf unterschiedlichen Patches jeweils deutlich overtuned waren, sollen weiter reduziert werden. Die Möglichkeit über Boni von „Mystiker“ und „Wolke“ aber gegen jede Schadensquelle etwas ausrichten zu können, hätte hingegen gut gefallen und funktioniert.

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Diese Boni funktionieren bereits als sogenannte „Weiche Konter“, auf die man künftig noch mehr setzen wolle. Nicht oder kaum konterbare Dinge wie die 100 Prozent Schadensverringerung von magischem Schaden, die der Drache in Set 1 zwischenzeitlich hatte, sollen der Vergangenheit angehören, erklärt ‚Riot_Mort‘.

Einen Rückschritt im Vergleich zu Set 1 sehen die Teamfight Tactics Entwickler hingegen in den Effekten von aktiven Championfähigkeiten und der Begeisterung, die diese auslösen. Positive Beispiele aus Set 1 seien beispielsweise Karthus, Cho’Gath, Kennen, Garen, Blitzcrank und Lissandra gewesen, während Syndra, Master Yi, Nautilus, Azir und weitere in Set 2 für weniger Aufsehen gesorgt haben. Auch für Zuschauer sei das Spiel dadurch uninteressanter geworden. Diesem Punkt wolle man in Galaxies aktiv entgegenwirken.

Ein letzter äußerst relevanter Punkt sei die Goldinflation. Diese wolle man sich „genauer ansehen“, um unfaire Vorteile zu vermeiden, wenn Spieler beispielsweise sehr früh die 50 Gold Marke knacken. Inwiefern der Vorteil und das dadurch mögliche hohe Spieltempo allerdings angepasst werden sollen, steht wohl noch nicht fest.

Set 2 Balance Patch

Sobald wir nähere Informationen, Zeiten, Fakten und Daten zum dritten TFT Set „Galaxies“ haben, erfahrt ihr es natürlich auf Gaming-Grounds.de. Bis dahin müsst ihr euch noch mit Set 2 „Aufstieg der Elemente“ begnügen, welches in dieser Woche nochmals ein Balancing Update bekommt. Eine grobe Übersicht über Buffs und Nerfs am 4. März:

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Quelle: Riot Games

Den vollständigen Patchnotes Rundown mit etlichen Zusatzinformationen gibt es ebenfalls von ‚Riot_Mort‘ auf YouTube:

Über Teamfight Tactics

 ist die Auto Chess Variante von  und zeitgleich die einzige Ausführung, die in einem anderen Universum als die ursprüngliche Dota 2-Mod spielt. Ein Team aus anfangs rund 30 Riot Mitarbeitern hat sich für den Spielmodus begeistern können und schließlich das Projekt als dauerhaften Spielmodus umgesetzt, der über den normalen League of Legends Client verfügbar ist.

 setzt dabei auf einige deutliche und einige kleine Unterschiede, die den Modus deutlich von seinen Auto Battle Genre-Konkurrenten wie Dota Underlords oder Auto Chess abheben. Denn auch Valve und Epic Games sind mittlerweile auf den neuen Trend aufgesprungen.

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