Während die Auseinandersetzung von Russland und der Ukraine aktuell einen traurigen Höhepunkt erreicht, kommt es beinahe täglich zu Reaktionen auch in der Games-Branche. Viele Unternehmen bekunden ihre Solidarität zur Ukraine und verurteilen den Angriffskrieg Russlands. Ein Großteil der Branche ruft zu Hilfsaktionen auf, sammelt Geld, unterstützt die Menschen vor Ort.

Doch ein Konflikt kennt immer mindestens zwei Seiten. So zeigte sich ein Mitarbeiter vom belarussischen Entwickler Wargaming.net, welcher für seine Kriegssimulationen World of Tanks und World of Warships bekannt ist, wenig solidarisch und positionierte sich eindeutig gegen die Ukraine. Bei dem Mitarbeiter handelt es sich auch noch um den Creative Director des Studio: Sergey Burkatovsky (SerB). In einem öffentlichen Statement auf Facebook sprach er sich für den von Russland geführten Krieg aus.

Der Post ist mittlerweile gelöscht, Nachweise davon kursieren allerdings noch im Netz und wurden entsprechend kommentiert. Burkatovsky schrieb sinngemäß:

„Ich unterstütze die Operationen der Streitkräfte der Russischen Föderation, der DVR (Donezk) und der LPR (Luhansk). Der Rest sind Nuancen.“

Eine Meinung, die sein Arbeitgeber Wargaming nicht teilt. Das Unternehmen trennte sich daraufhin von seinem Mitarbeiter. Der Entwickler betreibt selbst ein Studio in Kiew und ist aktuell bemüht, seinen dortigen Mitarbeitern Hilfe zu leisten.

Gegenüber der russischen Seite cyber.sports.ru äußerte Wargaming:

„Sergey ist tatsächlich ein Angestellter des Unternehmens und hat seine persönliche Meinung geäußert, die kategorisch nicht mit dem Standpunkt des Unternehmens übereinstimmt. Alle unsere Kräfte konzentrieren sich jetzt darauf, unseren über 550 Kollegen in Kiew und ihren Familien zu helfen.“