Das Layering Feature in WoW Classic bereitet Blizzard nach wie vor Kopfzerbrechen. Ging es zunächst „nur“ um das Ausnutzen der Mechanik um gezielt seltene Gegner und wertvolle Rohstoffe zu sammeln, haben die sogenannten Exploiter es nun auf die Spitze getrieben. In einem aktuellen Bluepost berichtet Blizzard Community Manager ‚Kaivax‘ erneut von einem Fehler, der vor Kurzem die Aufmerksamkeit von Blizzard auf sich gezogen hat.

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Demnach habe es einen Bug gegeben, der es Spielern nicht nur in der Welt, sondern sogar in Instanzen und Raids ermöglicht hat, Cooldowns, IDs und Timer zu umgehen. So hätten etliche Spieler mehrfach und gezielt einen Fehler in der Layering Mechanik ausgenutzt, um die derzeit beste im Spiel zu bekommende Rüstung äußerst effizient zu sammeln.

Spielbegrenzungen gezielt umgangen

Normalerweise sieht das ID System in World of Warcraft vor, dass Schlachtzüge pro Charakter nur einmal in der Woche durchlaufen werden können. Demnach ist im Normalfall auch nur ein erfolgreicher Kampf gegen jeden Boss möglich, der sich in den Raids befindet. Von diesen Bossen fallen nicht nur die besten Rüstungsteile, sondern auch viele seltene Rezepte und andere Güter, die sich teuer im Auktionshaus veräußern lassen.

Doch genau diese wöchentliche Begrenzung wurde teils mehrfach gezielt durch Layer Wechsel von Raidgruppen umgangen, sodass ein und derselbe Boss direkt mehrfach hintereinander besiegt und auch geplündert werden konnte. Laut Bluepost hätten die Entwickler bereits einen Fix für das Problem gefunden und seien dabei diesen weltweit auf allen Servern einzuspielen.

Cheaten per Definition

So schnell wie möglich werde man im Anschluss ebenfalls die Spieler ausfindig machen, die den Fehler in ausnutzendem Maße und absichtlich missbraucht hätten, um sich selbst zu bereichern. Sobald dies geschehen sei, werde man „appropriate punitive measures“, also in etwa „angemessene bestrafende Maßnahmen“ gegen diese Nutzer einleiten.

Als Erinnerung betont ‚Kaivax‘ im Anschluss noch einmal, dass die Definition von „cheaten“ in Blizzards Endnutzer-Lizenzvereinbarung alle Vorgehensweisen beinhalte, die nicht ausdrücklich von Blizzard autorisiert sind und das Gameplay negativ beeinflussen. Dazu gehört selbstverständlich auch das Ausnutzen von Spielmechaniken und Bugs, die dem Spieler selbst oder anderen Beteiligten einen Vorteil gegenüber anderen verschaffen.

Viele Mitglieder der WoW Classic Community fordern in den Kommentarsektionen zum Thema hartes und konsequentes Vorgehen gegen die Spieler, die den Fehler gezielt ausgenutzt haben. Viele sprechen sich sogar für permanente Account-Bans oder Löschung der betroffenen Charaktere aus. Konsens herrscht darüber, dass die ergaunerte Beute definitiv nicht bei den Spielern verbleiben darf.

Wie Blizzard letztendlich reagiert bleibt abzuwarten. Sobald offizielle Maßnahmen ergriffen wurden, erfahrt ihr es natürlich an dieser Stelle.

Über WoW Classic

Nach langem Begehren der WoW-Gemeinde, zahlreichen Fan-Projekten, Private-Servern und vielem mehr hatte Blizzard 2019 endlich ein Einsehen. Mit  belebt der Entwickler eines der größten Online-Rollenspiele aller Zeiten die Anfänge einer magischen Welt wieder, die Millionen von Spielern über 15 Jahre lang in ihren Bann gezogen hat und es bei einer großen Community weiterhin tut.

Einmal die Uhr zurückdrehen: Wie oft wünscht man sich in allen möglichen Situationen und Lebenslagen diese Option? Mit World of Warcraft Classic wird dieser Traum zumindest zu einem Teil wahr. Am 27. August 2019 ist es plötzlich wieder fast 2004. Keine Blutelfen, Draenai, Worgen, Goblins, Todesritter, Dämonenjäger, Klassenhallen, World Quests und 120 Level. All das vergessen wir in Classic und konzentrieren uns auf das, was mal wichtig war. Der Weg zu Level 60, eine Gemeinschaft, die sich kennen lernt und gemeinsam Azeroth Stück für Stück erschließt. Viele Fans erhoffen sich zumindest genau das.

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