Hell Let Loose. So heißt der neue Anwärter auf den Zweite Weltkriegs-Shooter Thron. Das Game von Entwickler Black Matter und Publisher Team17 verspricht gigantische offene Schlachten mit bis zu 100 Teilnehmern. In 50vs50-Matches bekämpfen sich die Spieler beider Seiten mit einem üppigen Arsenal an Waffen und Fahrzeugen.

Dabei soll das auf der Unreal Engine 4 basierende Hell Let Loose einen hohen Grad an Realismus aufweisen und versteht sich mehr als Simulation denn als typischer FPS-Shooter:

„This is a simulation of war… not an arcade arena shooter.“ – Black Matter

Als Szenario sollen sehr große Maps dienen, die in verschiedene Sektoren aufgeteilt sind. Diese wurden anhand von echten Satellitenbildern erstellt und sind historischen Schlachtfeldern nachempfunden. Jeder Spieler kann eine von circa 14 verschiedenen Rollen (Klassen) einnehmen, darunter: Offizier, Späher, MG-Schütze, Sanitäter, Pionier, Panzerkommandant und andere.

So sollen auch andere Aspekte des Kriegsgeschehens beleuchtet werden, wie man es noch nicht gesehen hat. Das klingt ambitioniert, könnte aber durchaus ein großes Alleinstellungsmerkmal sein. Ebenso soll auch der Einsatz von Fahrzeugen einen wichtigen Aspekt von Hell Let Loose ausmachen – hier stehen verschiedene Vehikel zur Auswahl, von Jeep zum Panther über andere Panzer soll hier einiges vertreten sein. Alle Fahrzeuge, Waffen und Uniformen sollen authentische Nachbildungen des Originals sein.

Teamarbeit im Vordergrund

Bei dem Spiel geht es laut der Entwickler nicht um Ranking anhand von Kill-/Death-Ratios, der größte Aspekt soll das Teamplay sein. Es soll auch eine Art militärische Hierarchie mit begrenzten Plätzen geben. Hierzu schreibt Black Matter: „Unter der Führung von Offizieren und ihrem Kommandanten arbeiten Spieler zusammen, um strategische Ziele auf dem Schlachtfeld einzunehmen und den Gegner zu beherrschen.“ Wer seine Truppen führt wird hierfür auch Zugriff auf taktische Karten haben. Es sollen Frontlinien und Artillerie aufgebaut und Stellungen ausgehoben werden können, um so den Feind Stück um Stück aus dem Sektor zu verdrängen – das verspricht taktisch anspruchsvolle Matches.

Trailer zu Hell Let Loose:

Hält das Spiel was es verspricht?

Die Ankündigungen lesen sich großartig. Das ganze Projekt startete auf Kickstarter und man darf natürlich angesichts vieler gescheiterter Early-Access Titel auch gerne etwas skeptisch sein, ob Entwickler Black Matter tatsächlich Wort hält und all die spannenden Funktionen ins Spiel integriert bekommt. Ein weiterer Punkt wird natürlich das Bugfixing und nicht zuletzt das Balancing sein. Es wird nicht einfach sein, hier für alle Spieler ab Stunde 1 ein befriedigendes Spielerlebnis zu schaffen.

Ein Auszug aus dem Feature-Katalog der Kickstarter-Kampagne:

Finanzierte Ziel:

  • Deployable Mortars
  • Foy Map
  • Flamethrowers
  • Hurtgen Forest Map
  • Light Tanks
  • Utah Beach Map
  • Mobile Artillery
  • Carentan Map
  • Strafing Run Call-in
  • Armored Recovery Vehicles
  • St Mere Eglise Map
  • Deployable Anti-Personnel Minefields

Offene Ziel:

  • Marvie Map
  • Scout Vehicles
  • Dismemberment
  • Deployable Flak Cannons
  • Winter Uniforms for both German and American forces
  • Flamethrower tank variant
  • Drivable civilian vehicles
  • Early war Ostfront German forces
  • Russian forces – including 2 Eastern Front Maps
  • British forces – including 2 Operation Market Garden Maps
  • Canadian forces – including 2 Falaise Pocket Maps
  • Japanese forces – including 2 Pacific Theater Maps

Die Entwickler geben uns allerdings gute Hoffnung, dass sich Hell Let Loose deutlich von den vielen anderen WW2-Titeln abheben wird. Hier geht es wohl weniger um cineastisches Run’n’Gun sondern um ein ausgereiftes Team-Erlebnis. Die einzelnen Goals der Kickstarter-Kampagne wurden mit der Anzahl er Unterstützer erst nach und nach freigeschaltet, wenn der Entwickler sich nicht total verplant hat, dann sollte man die Features auch umgesetzt bekommen.

Dass man nicht krampfhaft versucht, gleich zum Release alles ins Spiel zu integrieren, zeugt zumindest von einem gewissen Realismus der Entwickler. Ob und wann weitere Features dann per Update nachgereicht werden, hängt sicherlich auch von den Verkaufszahlen ab. Mit Team17 als Publisher hat man sich auf jeden Fall einen erfahrenen Partner ins Boot geholt.

Das Spiel soll am 6. Juni erscheinen und kann schon jetzt vorbestellt werden: https://pre-order.hellletloose.com/ – An diesem Wochenende findet die letzte große Closed-Beta statt (24. bis 28 Mai), an dieser können sich alle Vorbesteller beteiligen. (Btw. Nicht wundern, nach dem Kauf dauert es einen kleinen Moment bis die Keys euch per Mail zugehen – aber sie kommen).

Folge uns:

Alexander Panknin

Spielejournalist bei gaming-grounds.de
1985 geboren. Mit Doom, Quake und SNES aufgewachsen. War selbst in der Indiegames-Szene aktiv und schreibt nun auf gaming-grounds.de über seine große Leidenschaft: Videospiele.
Folge uns: