Erst vor kurzem haben wir von dem neuen ambitionierten Projekt des deutschen Publishers Kalypso geschrieben (Anstoss 2022 – Der Fußballmanager kommt zurück), nach vielen Jahre Ruhe um die ehrwürdige Fußballmanager-Serie, soll nun Anstoss 2022 entstehen. Nachdem Kalypso die alten Anstoss-Rechte vom ursprünglichen Entwickler Ascaron gekauft hat, arbeitet man nun zusammen mit 2tainment an der Fortsetzung.

Anstoss 2022 soll an den Erfolg der Reihe anknüpfen, als Grundlage dient dabei einer der beliebtesten Titel: Anstoss 3. Um das Projekt umzusetzen haben sich Publisher und Entwickler entschieden, dem Projekt eine Kickstarter-Kampagne an die Seite zu stellen. Warum das so ist und was man damit bezwecken will, das erfahrt ihr in hier.

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Kalypso-Chef Simon Hellwig erklärt

Kickstarter begleitet uns Spiele-Fans ja nun schon etliche Jahre. Teils wurden damit großartige Projekte verwirklicht, auf der anderen Seite gab es auch Frust, da die Verantwortlichen manch eine Entwicklung in den Sand gesetzt haben oder die Idee gar nicht erst genug Interesse erwecken konnte. Um mangelndes Interesse braucht man sich bei der deutschen Marke Anstoss sicherlich keine Sorgen machen. Von der großen Popularität des Profi-Fußballs profitiert die Reihe schon seit dem ersten Teil 1993 auf dem Amiga. Auch handelt es sich hier nicht um einen Hobby-Entwickler, der sein Liebhaberprojekt realisieren möchte – so wie man es über die Jahre immer wieder auf Kickstarter sehen konnte. Mit 2tainment hat sich Kalypso einen erfahrenen Entwickler an Board geholt, der zusammen mit BigBlaze Games auch schon den Club Manager 2017 veröffentlichte.

Für einen Entwickler hat man sich erst nach einer längeren Suche entschieden. So habe es laut Kalypso-Chef Simon Hellwig viele Jahre gedauert, bis ein Entwickler ein schlüssig Konzept vorgelegt habe. Es seien in der Zwischenzeit bereits zwei Prototypen von namhaften Studios entwickelt worden, diese hätten den Vorstellungen aber nicht genügt. Man will mit Anstoss 2022 ein wirklich großes Spiel entwickeln, SImon Hellwig dazu:

„Ein Anstoss, das alles bietet, was der Fan braucht, aber bei dem man sich nicht durch dutzende Excel-Tabellen wühlen, jeden Bratwurstpreis einzeln festlegen muss und eine Woche benötigt, um die Saisonvorbereitung abzuschließen. Ein Anstoss2, das es erlaubt, eine Saison auf humorvolle Art und Weise an einem verregneten Sonntag durchzuspielen – weil man sonst wegen Job, Familie oder Schule wenig Zeit hat.“

Doch warum Crowdfunding?

Wenn einer der erfolgreichsten deutschen Publisher nun aber auf eine Crowdfunding-Kampagne zurückgreift, dann sorgt dies nicht nur bei der Fans der Serie vielleicht erstmal für hochgezogene Augenbrauen. Sollte man hier nicht genug Budget für ein solches Projekt bereithalten können? Die Begründung findet man laut Erklärung von 2tainment und Kalypso in mehreren Faktoren.

1. Anstoss ist eine deutsche Marke

So beliebt die Serie auch ist, Anstoss-Fans findet man vor allem auf dem deutschen Videospielmarkt. Während es Kalypso mit anderen globalen Marken wie „Tropico“ oder „Sudden Strike“ leichter hat, auch auf dem internationalen Markt zu bestehen, so ließe sich Anstoss schwer außerhalb Deutschlands verkaufen. Damit sei es auch schwieriger ein solches Projekt zu finanzieren. Die aktuelle Kickstarter-Kampagne beläuft sich dabei über relativ moderate 100.000 Euro. Das ist natürlich ein sehr kleines Budget für ein Spiel und eher als Anschubfinanzierung zu verstehen. Doch es gibt einen viel wichtigeren Punkt.

2. Kickstarter soll aktiv genutzt werden

Einer der wichtigsten Aspekte, den Kalypso eingefordert hat beim Erstellen eines Spielkonzeptes, ist vermutlich aus einer gewissen Unsicherheit heraus entstanden. Eine solch beliebte Serie nach all den Jahren wieder anzufassen, dass sorgt nicht nur für freudige Vorfreude. Fans wollen natürlich auch „ihr Anstoss“ wiedererkennen und sollen deswegen ein authentisches Spielerlebnis geliefert bekommen. Um dies auch tatsächlich zu erreichen, hatte Kalypso ein genaue Vorstellung, wie das Projekt umgesetzt werden kann.

Dafür machen sich sowohl Kalypso als auch 2tainment einen Aspekt zu Nutzen, an den man als Kickstarter-Nutzer und Außenstehender vielleicht nicht gleich denkt. Es geht nämlich nicht nur um die Finanzierung der Spielentwicklung. Vielmehr ist es die Beteiligung der Fans, auf die man es abgesehen hat. Die Fans sollen, und das war laut Simon Hellwig eine der wichtigsten Voraussetzungen für die Lizensierung, von Anfang an mit in die Entwicklung einbezogen werden. Dies ist natürlich über eine Kickstarter-Kampagne besonders leicht möglich.

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Simon Hellwig dazu:

„Entscheidend für alle Anstoss-Fans sollte sein, dass die Entwickler von 2tainment und wir bei Kalypso dieses Projekt gerne gemeinsam mit der Community mit ganzem Herzen vorantreiben und veröffentlichen wollen – und man kann mich gerne beim Wort nehmen, wenn ich sage, dass Anstoss 2022 erst erscheint, wenn ich als Fan es selbst für gut befunden habe.“

Simon Hellwig bekennt sich also selbst, Fand von Anstoss zu sein. In einem Schreiben an die Community schildert er seine große Liebe zum Spiel und dass Anstoss ihn fast das Abitur gekostet hätte. Seinen gesamten Brief findet ihr im Kalypso Blog

Anstoss 2022 soll im Laufe des kommenden Jahres 2021 erscheinen, wer das Projekt unterstützen möchte, der sollte sich die Kickstarter-Kampagne zum neuen Fußballmanager einmal anschauen: https://www.kickstarter.com/projects/anstoss2022/anstoss-2022


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