Nun ist die Entscheidung offiziell und die langwierige Diskussion beendet: Deutschland bekommt auch 2020 50 Millionen Euro für die Games-. Das ist das Ergebnis der entscheidenden Haushaltssitzung am gestrigen Donnerstagabend, 14. November. In der sogenannten Bereinigungssitzung wurde – wie im Vorfeld bereits vermutet – beschlossen, dass Videospiele auf Bundesebene weiterhin die 2018 eingeführten Förderungsgelder in Höhe von 50 Millionen Euro bekommen.

Zuvor war lange über die Thematik diskutiert worden, denn im ursprünglichen Entwurf für den Bundeshaushalt 2020 war die Fördersumme nicht eingeplant. Ob es letztlich der Druck vieler politischer und gesellschaftlicher Akteure sowie Branchenverbände war, der für ein Umdenken gesorgt hat, bleibt eine Theorie. Fest steht allerdings, dass der Etat nun nicht nur für 2020, sondern bis 2023 abgesichert ist.

Stimmen zum Beschluss

Der game – Verband der deutschen Games-Branche, hat sich bereits zur Entscheidung geäußert.

Geschäftsführer Felix Falk sagt:

„Die Absicherung der Games- ist ein starkes Signal für den Games-Standort Deutschland. Besonders mit der Festschreibung für die kommenden Jahre ermöglicht der Haushaltsausschuss des Bundestages die dringend notwendige Planungssicherheit. Die Entscheidung und der breite Konsens zeigen den Willen über Parteigrenzen hinweg, dass Deutschland beim Zukunftsmedium Games international eine wichtigere Rolle spielen soll. Jetzt braucht es die schnelle EU-Notifizierung der Förderrichtlinie, damit die vielen neuen Projekte in Deutschland realisiert werden können. Als Games-Branche stehen wir in den Startlöchern.“

Jens Zimmermann, Digitalpolitischer Sprecher der SPD Bundestagsfraktion, twitterte:

Gesichert im Haushalt! für #Games in 2020. Das war perfektes Passspiel zwischen mir, Johannes Kahrs und Lars Klingbeil. Branche wächst, ist Zukunftstreiber und Wirtschaftsmotor. Eine wichtige Unterstützung!“

Andreas Scheuer, Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur erklärte:

50 Millionen Euro jährlich für die # – und das bis 2023! Unsere ursprüngliche Anmeldung wurde im Kabinettsbeschluss zunächst nicht berücksichtigt. Jetzt wurde sie reaktiviert. Darüber freue ich mich riesig! Und dabei wird es nicht bleiben: Wir erwarten, dass in Kürze auch die großvolumige Produktionsförderung an den Start gehen kann. Entsprechende Empfehlungen der EU haben wir umgesetzt. Eine schnelle Entscheidung wurde seitens der EU in Aussicht gestellt.“ (Quelle: BMVI)

Dorothee Bär, Staatsministerin im Bundeskanzleramt für Digitalisierung, dankte ihren Kollegen ebenfalls auf Twitter:

„Freue mich, dass sich unser permanentes Engagement gelohnt hat! Danke an , Rüdiger Kruse, Andreas Scheuer, die CDU und CSU im Bundestag.“

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