In Las Vegas läuft noch bis zum 10. Januar 2020 die Consumer Electronics Show (CES) 2020. Auf der Tech-Messe haben tausende Firmen groß aufgefahren und präsentieren neue Produkte. Auch Razer stellt seine neueste Hardware und sogar eine kleine Innovation vor.

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Gemeint sind die sogenannten „Razer Kishi“. Mobile Gaming Controller, die die Razer Präsentation neben dem Razer Sila 5G Home Router, dem Razer Tomahawk Gaming Desktop sowie dem neuen Razer Eracing Simulator Konzept, welches in Zusammenarbeit mit diversen Publishern und Tech-Verkäufern entwickelt wurde, vervollständigten.

Mobile Controller: Razer Kishi

Um die Spieler auf die bevorstehende Zeit von Mobile- und Cloud-Gaming vorzubereiten, habe Razer die Razer Kishi Controller entwickelt, heißt es in der Ankündigung. Diese können sowohl für iOS als auch Android Smartphones verwendet werden und funktionieren nach dem Prinzip der Switch Joy-Cons. Auch mit dem neuen Razer Sila 5G Home Router sollen die Controller kompatibel sein, doch dazu später mehr.

In Kooperation mit Gamevice habe man die Razer Kishi so entwickelt, dass sie mit den meisten Smartphones funktionieren sollen. Universell einsetzbar und ergonomische Form, inklusive Thumbsticks auf beiden Seiten des bespielten Smartphones – alles wie bei einer Handheld Konsole. Das verspricht die Mitteilung, in der Razer das neue Produkt vorstellt.

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Quelle: Razer

„Ultra niedrige“ Latenz und volle Cloud Gaming Kontrolle sollen die Controller durch einen versteckten USB-C Anschluss oder eine Apple Lightning Verbindung gewährleistet werden. Die Ports seien so platziert, dass auch während des Ladevorgangs weitergespielt werden könne, so Razer. Die Controller sollen sowohl auf Android als auch iOS alle Spiele unterstützen, die normalerweise auch von mobilen Controllern unterstützt werden, einschließlich nativer Mobile-Games als auch Cloud-Dienste. Bereits „früh im Jahr 2020“ sollen die Razer Kishi verfügbar werden.

Sila 5G Home Router

Das neue Konzept des Sila 5G Home Routers soll High-Speed Netzwerke designed für Spieler bieten. Ultra niedrige Latenzen während des stationären und mobilen Gamings seien das Ziel. Dazu nutzt der Router die Razer FasTrack Engine. Eine eingebaute und wiederaufladbare Batterie ermöglicht zudem die Verwendung als mobiler Hotspot, inklusive 5G Kompatibilität.

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Quelle: Razer
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Quelle: Razer

Die eben erwähnte FasTrack Engine sei, so Razer, ein intelligentes Quality of Life Feature, welches die Bandbreite von Apps und Geräten auf high-speed Gaming und Streaming priorisiere. Ein einzigartiger Gaming Modus soll online Gameplay ohne Unterbrechungen gewährleisten. Zudem sollen die Nutzer auch eigenständig Geräte im Netzwerk ganz nach den eigenen Bedürfnissen priorisieren können.

Auch für die Optimierung von Cloud Gaming Diensten sei der Router designed. Ein integrierter Indikator zeige zudem immer an, wenn eine Änderung in der Priorisierung vorgenommen wurde. Statt einzelner Geräte oder Anwendungen können auch ganze Kategorien als „priorisiert“ festgelegt werden. Dies funktioniere sowohl auf Android- als auch iOS-Geräten.

Razer Tomahawk Gaming Desktop

In Zusammenarbeit mit Intel ist der ebenfalls auf der CES präsentierte Razer Tomahawk Gaming Desktop entstanden. Dieser wird von den Verantwortlichen als erstes wirklich modulares Desktop System bezeichnet, welches das neue und ultra kompakte Razer Tomahawk N1 Gehäuse nutzt.

Dieses sei eine perfekte Umgebung für das Intel® NUC 9 Extreme Compute Element, welches als Bestandteil im Inneren seinen Platz findet. Im Design orientiert sich das Produkt an den weiteren Designs der Marke. Minimalistische Optik und hohe Leistung sollen überzeugen, ohne die Masse eines großen Desktop-PCs mitzubringen.

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Quelle: Razer

Das Gehäuse besteht neben den Aluminium-Flächen auch aus Hartglas auf beiden Seiten. Die weiteren technischen Komponenten:

  • Intel® Core-i9 Prozessor
  • 64GB DDR4 RAM
  • NVIDIA™ GeForce RTX™ 2080 Super

Sowohl der Arbeitsspeicher, die verbauten Lüfter, der Prozessor, als auch die SSD Module im Rechner sollen sich austauschen und upgraden lassen. Sogar das Tomahawk N1 Gehäuse soll separat erhältlich sein, wenn der Razer Tomahawk Gaming Desktop in der ersten Hälfte des Jahres auf den Markt kommt.

Im Kontext mit dem steigenden Anspruch an die Prozessorleistung, den kommende Spiele vermehrt stellen, will Razer später im Jahr 2020 zudem die nächste Generation der Razer Blade Gaming Laptops vorstellen und veröffentlichen. Neben den neuesten 10th Gen Intel® Core™ H-Series Prozessoren sollen die mobilen Geräte mit 300 Hertz Paneln, leistungsstarken Grafikprozessoren und optimiertem Design glänzen.

Razer Eracing Simulator Konzept

Für das letzte vorgestellte Konzept des Razer Eracing Simulators habe sich das Unternehmen mit einigen der führenden Anbieter im Sim Racing Bereich zusammengetan. Das Ergebnis soll die immersivste Rennerfahrung bieten, die zum aktuellen Zeitpunkt existieren kann – eine Vorschau und Demo des kompetitiven eRacings, wie es in der Zukunft aussehen kann.

Als Software verwendet das Konzept aktuell Project CARS Pro, zusätzliche zum Einsatz kommende Technologie stammt von Vesaro, Simpit, Fanatec sowie Synthesis VR.

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Quelle: Razer

Kreiert werde somit ein aufregendes und immersersives eRacing Setup, welches ein 202 Grad Projektionssystem, eine hydraulische Racing Plattform, vollständig manuelle Kontrolle sowie Lenkrad inklusive Schaltwippen bietet. Der selbst entworfene Kern des Setups ermögliche zudem die Simulation verschiedenster Szenarien. Verschiedene Oberflächen, G-Kräfte und natürlich realistischer Sound sind nur Beispiele von wahrnehmbaren Einflüssen. Das 202 Grad Sichtfeld tut sein Übriges für die Immersion. Dieses wird geschaffen durch zwei maßgefertigte 128 Zoll Projektionsflächen, bereitgestellt von Simpit, die in Full-HD, mit lebhaften Farben sowie extra tiefen Schwarztönen daherkommen.

Abgerundet wird die Racing Erfahrung von der Fahrer-Kontrolle durch das Fanatec Lenkrad aus Aluminium und Carbonfaser, ummantelt mit weichem Leder. Der Sitz lässt sich selbstverständlich durch Hebel und einstellbare Knöpfe frei an die Bedürfnisse des Fahrers anpassen, um die ideale Position zu den drei Pedalen zu finden. Der zugehörige Racing Anschnallgurt simuliert während des Fahrens außerdem durch Druck die auf den Körper wirkenden Kräfte.

Razer möchte in naher Zukunft sein Engagement im Sim Racing Segment erweitern, heißt es zum Abschluss. Demnach werde man in kompetitive eRacing Wettbewerbe und Ligen investieren.

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