Es war für viele Zuschauende wohl das Highlight der BlizzConline Eröffnungszeremonie am späten Freitagabend: die Bestätigung, dass Blizzard tatsächlich an einer Neuauflage von Diablo 2 arbeitet, die noch in diesem Jahr erscheinen soll. Sie heißt Diablo II: Resurrected und soll das Action-RPG und Hack’n’Slay, welches schon im Juni 2000 die Tore in die Hölle öffnete, in neuem Glanz erstrahlen lassen.

Nachdem Diablo 3 viele Enthusiasten des zweiten Teils aus diversen Gründen nicht überzeugen konnte, hofften viele Fans darauf, dass Blizzard wie mit Warcraft III vorgeht und einen weiteren Klassiker auf die aktuelle Gaming-Ära anpasst (nur eben besser als WC3…).

Das Remaster kommt: 4K, Konsolenversion und mehr

Nach langem Warten und Hoffen haben wir nun Gewissheit, dass genau dieses Remaster wirklich kommt. Die überarbeitete Version, in der ihr ein weiteres Mal die Rolle eines Abenteurers übernehmt, der dem dunklen Wanderer folgt, regelmäßig Zwiesprache mit Deckard Cain hält und sich den großen Übeln stellt, wird euch auf dem PC eine Auflösung von bis zu 4K bieten.

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Aber auch an Konsolenspieler hat Blizzard gedacht. So sollen sowohl Videospielfans auf dem PC, aber auch auf PlayStation 5, PlayStation 4, Xbox Series X/S sowie Nintendo Switch in den Genuss des Klassikers kommen. Egal ob sich Nostalgiker erneut ihrer Leidenschaft hingeben wollen oder jüngere Spieler und Spielerinnen das Spiel zum ersten Mal erleben: Niemand soll außen vor bleiben.

Doch da hört die Überarbeitung von Diablo 2 natürlich noch nicht auf. Resurrected soll eine überarbeitete Grafik erhalten, die den Charme des Originals nicht verliert, trotzdem aber Monster, Helden, Items und Zauber deutlich schöner aussehen lassen. Darüber hinaus wird Diablo 2 Resurrected natürlich eine Battle.net Unterstützung erhalten, aber auch plattformübergreifenden Fortschritt anbieten. Egal auf welchem System ihr also spielt, könnt ihr dort weitermachen, wo ihr zuletzt aufgehört habt.

Das bleibt gleich

Das Remaster eines solchen Klassikers kann natürlich aber nicht alles anders machen und das soll es auch gar nicht. Immerhin handelt es sich um ein Remaster, nicht um ein Remake. So bleibt euch sowohl das über 20 Jahre hinweg vertraute Gameplay erhalten, auch die fünf legendären Akte werdet ihr eins zu eins so erleben können wie vor zwei Jahrzehnten.

Diablo 2 Resurrection wird weiterhin auch die Inhalte aus der Diablo 2 Erweiterung Lord of Destruction enthalten, sodass auch die beliebten Klassen Assassine und Druide spielbar sein werden. Bereits in der Grundversion von Diablo 2 waren zudem der Totenbeschwörer, der Barbar, der Paladin und die Zauberin zu Spielbeginn auswählbar.

Jede der sechs Klassen bringt 30 einzigartige Fähigkeiten sowie drei Skillbäume für unterschiedliche Spezialisierungen mit sich. Die investierten Skill- und Attributspunkte sind bedeutend und können über Sieg und Niederlage entscheiden. Genau die Komplexität, die vielen Spielenden in Diablo 3 gefehlt hat.

Wiederbelebte Features

Einige Features, die es in ähnlicher Form bereits in Diablo 2 gegeben hat, werden für Resurrected optimiert und werden in noch besserer Form zurückkehren. Darunter befinden sich zum einen die überarbeiteten Ranglistensaisons, die es euch ermöglichen auch Diablo 2 Resurrection wieder vergleichsweise kompetitiv zu spielen und euch euren Weg an die Spitze der Liste zu bahnen.

Eine Neuerung, die vielleicht nicht allen Diablo 2 Veteranen gefallen wird, ist die neue Benutzeroberfläche. Diese ist zwar vom Stil her an das Original angelehnt, sieht aber dennoch deutlich anders aus. Dafür bietet sie detaillierte Einblicke in Werte und Statistiken des eigenen Helden und lässt euch Tooltips leichter miteinander vergleichen. Zusätzliche Quality of Life bietet zudem die Funktion zur automatischen Gruppenbildung und dem Beitreten von Multiplayer-Sessions.

Ein Gratis-Buff für alle Diablo 2 Spieler ist die vergrößerte persönliche Beutetruhe. Diese war ursprünglich nur 6×8 Felder groß und wird in Resurrection nun auf 10×10 erweitert. Dies dürfte ehrlich gesagt auch hartgesottene Veteranen und Nostalgiker nicht sonderlich stören. Mehr Platz ist immer gut, oder nicht? Darüber hinaus ist eines der Beutetruhenfächer nun Charakter-übergreifend für alle eure Helden auf dem gleichen Battle.net-Account verfügbar, sodass ihr leichter Items hin und her tauschen könnt.

shared stash
Euer Truhenfach wird größer. Zudem dürft ihr eines Charakter-übergreifend nutzen. Quelle: Blizzard

Selbstverständlich könnt ihr das Diablo 2 Remaster nicht nur alleine, sondern auch mit bis zu sieben weiteren Spielern kooperativ im Multiplayer erleben. Selbst wenn eure Gruppe voll besetzt ist, hindert euch dies nicht daran euren persönlichen Begleiter mitzunehmen und gegebenenfalls sogar noch Beschwörungen vorzunehmen. Es könnte also reichlich Gewusel auf dem Bildschirm geben!

Schon jetzt für die technische Alpha anmelden:

Wer jetzt Lust bekommen hat Diablo II in der Neuauflage noch einmal zu erleben und sogar bei der Optimierung helfen möchte, kann sich schon jetzt für die technische Alpha anmelden oder das Spiel sogar schon im Vorverkauf erwerben. Der Vorab-Kauf führt allerdings nicht zu einer garantierten Teilnahme an Testphasen oder Ähnlichem.

Zur Anmeldung kommt ihr hier.

Einen Zeitraum oder ein genaues Datum, wann wir endlich wieder gegen Baal, Diablo und Co. antreten dürfen, gibt es indes leider noch nicht. Wir halten euch diesbezüglich selbstverständlich auf dem Laufenden.

Der Trailer – Diablo II: Resurrected

Sogar für die Nintendo Switch wird Diablo 2 Resurrected erscheinen. Deshalb haben wir uns auch dazu entschlossen euch den Switch-Trailer der Neuauflage einzubinden. Inhaltlich passiert allerdings nichts anderes als auch in den anderen Versionen für PC, PlayStation und Co.

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