Am gestrigen Samstag, den 11. Mai, fand das ES.So – eSport Symposium Solingen statt. Auf Einladung von Stage5 Gaming und eversity trafen sich Fachleute aus der Szene in der Klingenstadt, um über den eSport zu diskutieren. Es handelte sich bereits um das zweite von eversity organisierte eSport Symposium, die erste Fachtagung wurde in Dortmund abgehalten.

Im Gründer- und Technologiezentrum Solingen diskutierten die Teilnehmer zum Thema „eSport als regionale Chance“. Unterstützt wurde das Symposium von der Wirtschaftsförderung Solingen. Es ging dabei vor allem darum, wie man eine lebendige Vereinsstruktur auf lokaler Ebene organisieren kann, wie Förderung aussehen könnte und was die Szene tun muss, um in der Öffentlichkeit als Sport wahrgenommen und unterstützt zu werden.

eSport als regionale Chance

Mehrere Speaker berichteten ihre Sicht auf den eSport, teilten ihre Erfahrungen und Ansätze und gaben einen direkten Einblick in die eSport Szene. Die Moderation übernahm Stefan Opitz, Gründer und Inhaber von eversity.

Bernd Unger (Stage5) schildert die Situation in Solingen.

Bernd Unger, Geschäftsführer von Stage5 Gaming, schilderte die Situation in Solingen, und gab so einen guten exemplarischen Erfahrungsbericht, wie sich regionaler eSport entwickelt und wo die Probleme liegen. Ist Geschäft auf internationaler Profiebene nahezu ein Selbstläufer, hier finden sich unzählige Sponsoren und es fließen große Geldsummen, so fehlt es den semi-professionellen Organisationen vor allem an lokalen Unterstützern.

Schläft die Wirtschaft?

Dies ist ein Umstand, den besonders Anita Ranzan (Moogies Art Consulting) in ihrem Vortrag nicht nachvollziehen konnte. Sie nahm die regionale Wirtschaft in die Pflicht. Offensichtlich, so Ranzan, würde man dieses große Potential nicht erkennen. Sie beklagte auch, dass so wenig Unternehmen der Einladung zum Fachtag gefolgt seien. Ihr Lösungsansatz war der Ausbau des Gemeinschaftsgedankens, mit eigenen Community-Apps und neuen kreativen Ansätzen, so könnte man den eSport auch lokal voranbringen.

Youtuber Ruben Brattig schilderte in seinem Redebeitrag die Problematik, dass der eSport noch ein zu enges Publik hätte. Letztlich bräuchte es eine bessere Außenwirkung und Bekanntheit, um das Thema eSport in die Köpfe derjenigen zu bringen, die auch für wirtschaftliche Entscheidungen verantwortlich sind.

Während der Podiumsdiskussion: v.l.n.r.: Ruben Brattig, David Bruhnke, Anita Ranzan und Jonas Walter.

Podiumsdiskussion

Nach den Vorträgen fand eine Podiumsdiskussion statt. Ruben Brattig, Anita Ranzan, David Bruhnke (stellvertretender Geschäftsführer von Stage 5), Robert Weindl (FDP Kreisvorsitzender) und Jonas Walter von Gaming-Grounds.de beteiligte sich als Redner an dem Gespräch.

Unter Einbeziehung des Publikums entstand ein produktiver Arbeitskreis in dem viele gute Ansätze geschildert wurden. In diesem Austausch wurden auch die Thesen der Redner diskutiert. Neben einer besseren Öffentlichkeitsarbeit, um so auch wirtschaftliche Unterstützer zu finden, sei auch die politische Arbeit wichtig, denn eine Anerkennung des eSports als förderwilliger Sport sei ein wichtiger Baustein, um eine belebte Vereinsstruktur auch auf lokaler Ebene realisieren zu können.

Das Programm

Gastdozenten:
Ruben Brattig – Youtuber
Anita Ranzan – Moogiesart Consulting
Bernd Unger – Stage5 Gaming

Ablauf und Themenliste:
14:00 Uhr: Begrüßung
14:15 Uhr: Anita Ranzan „Digitale eSport Community“
14:50 Uhr: Bernd Unger „Globaler und lokaler eSport“
15:20 Uhr: Pause (20min)
15:45 Uhr: Ruben Brattig ,Youtuber
16:30 Uhr: Podiumsdiskussion „eSport und Gaming als lokale Chance“
17:15 – 19:30 Uhr: Networking
19:30 Uhr: Veranstaltungsende


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Mehr dazu:

Zweites eSport Symposium: Gaming-Grounds.de ist dabei