Timo Schöber kündigt mit „Esportpedia“ eine analoge e-Sports Enzyklopädie an. Als Consultant veröffentlichte er bereits mehrere Publikationen zum Thema eSports und ist derzeit weiterhin als Head of Esportionary.net sowie Pressesprecher des eSports Nord e.V. aktiv. Zu seinen Veröffentlichungen zählt auch das Buch „Bildschirm-Athleten: Das Phänomen e-Sports“. Viel Spaß beim Lesen!


Der e-Sports ist ein stetig wachsendes Phänomen, nicht nur wirtschaftlich, sondern vor allem hinsichtlich seiner gesellschaftlichen Relevanz. Für eine Sache mit einem derartig rasanten, exponentiellen Wachstum ist unter anderem wichtig, dass eine beständige, zeitnahe und ganzheitliche Aufbereitung des Themas erfolgt, in Form einer kontinuierlichen Begleitung.

Damit meine ich nicht nur die journalistische, politische und gesellschaftliche Aufbereitung, die ebenfalls sehr wichtig ist, sondern vor allem eine (populär)wissenschaftliche Aufarbeitung des Themas insgesamt. Dieser Aufgabe stellen sich Andreas Schaetzke, der Chef vom deutschen Topclan PENTA Sports, und ich seit nunmehr etwas über einem Jahr.

Wie alles begann

2017 war für mich ein wichtiges Jahr hinsichtlich des e-Sports. Aufgrund meiner wissenschaftlichen Erfahrung und daraus resultierender Bekanntschaften, wurde mir 2017 angeboten, eine vollfinanzierte Promotion zum Thema e-Sports machen zu können. Das war eine tolle Chance, für die ich mich gar nicht genug bedanken kann, aber im Grunde wollte ich zu dem Zeitpunkt etwas anderes. Eine Promotion verengt sich sehr auf bestimmte Themenkomplexe und dauert in der Regel mindestens drei Jahre.

Mein Wunsch war aber vielmehr ein Rundumschlag in Sachen e-Sports, der zeitlich schneller erfolgen kann und alle Themenfelder abhandelt, die ich für relevant halte.

Was folgte war die Arbeit an meinem Buch „Bildschirm-Athleten“, das ich Ende des Jahres 2017 begonnen und im April 2018 abgeschlossen hatte. Wie das Buch bis heute angenommen wird, ist nach wie vor der Wahnsinn. Selbst meine „best case“-Szenarien wurden übertroffen. Dafür nochmals vielen Dank an alle Leserinnen und Leser.

„Bildschirm-Athleten“ öffnete mir aber auch Türen.

Andreas Schaetzke bekam Wind von der Veröffentlichung und kontaktierte mich direkt im Mai 2018 mit dem Vorschlag, ob wir nicht zusammen ein Buch zum e-Sports schreiben könnten. Wir verstanden uns auf Anhieb gut und hatten direkt einen Draht zueinander. Aus der Idee, ein Buch zu schreiben, erwuchs bei uns dann nach und nach der Wunsch, eine ganze Enzyklopädie zu dem Thema zu publizieren, an der wir seit Juli 2018 arbeiten.

Die Enzyklopädie

Die Idee hinter einer Enzyklopädie ist auch, dass wir nicht alles alleine machen. Man kann nicht bei allem Experte sein und so haben wir großartige Menschen mit ins Projekt geholt, die auf ihrem jeweiligen Gebiet bekannte Experten sind.

Band 1, der sich mit dem Spieler, also dem Athleten beschäftigt, konnten Andreas und ich problemlos alleine schreiben, weil wir beide selbst gespielt haben und seit Jahrzehnten in der Szene unterwegs sind. Darüber hinaus haben wir für unterschiedliche Bereiche des Buches Spieler zu Wort kommen lassen, beim Breitensport zum Beispiel die Jungs vom eSports Nord e.V.

Der zweite Band beschäftigt sich mit Marketing-Aspekten. Hier bin ich zum Beispiel eher in einer beratenden Rolle, was den e-Sports allgemein und Marketing-Praxis angeht, tätig, aber nicht als Autor. Mit Frau Prof. Dr. Sonja Klose setzt eine bekannte und überaus kompetente Marketing-Expertin das Buch zusammen mit Andreas um, der neben PENTA auch eine eigene Agentur hat.

Für die Bände 3 und 4 haben Andreas und ich bereits einen Fahrplan ausgearbeitet. Man sollte dabei auch nicht unerwähnt lassen, dass wir dieses Projekt in unserer Freizeit umsetzen – aus persönlichem Interesse und Antrieb.

Themenideen haben wir für diverse Bücher und wir werden bei Bedarf und je nach Themenblock weitere Experten hinzuziehen, um die Buchserie zu einer echten e-Sports Enzyklopädie zu machen.

„Die Veröffentlichung von Band 1 ist noch für dieses Jahr geplant. Das vorrangige Ziel ist es, den e-Sports weiter voranzubringen. Packen wir es an!“, betont Timo Schöber abschließend.

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