Nach dem erfolgreichen Release des Taktik-Shooters Insurgency Sandstorm im Dezember 2018 (wir berichteten) ist bereits etwas Zeit ins Land gegangen. Nun meldet sich Entwickler New World Interactive mit dem ersten großen Content Update zurück.

Keine neuen Maps: Update nur ein Anfang?

Neben dem üblichen Kampf gegen Bugs und Ungereimtheiten, kommen mit der neuen Version vor allem zusätzliche Inhalte ins Spiel. Vorweg: Auf neue Maps müssen die Spieler weiterhin warten. Damit kommen die Entwickler einem der größten Spielerwünsche noch nicht nach, ob das Content Update trotzdem überzeugen kann lest ihr hier. Im Video-Teaser (siehe unten) wirkt New World Interactive allerdings sehr zufrieden. Viele Dinge seien bereits umgesetzt und es wurde betont: Dies ist nur der Anfang.

Neue Waffen und eine Shooting Range

Quelle: Focus Home Interactive, New World Interactive

Waffenbrüder können sich freue, denn mit dem Conten Update kommen auch gleich fünf neue Waffen ins Spiel.

Maschinenpistolen:
Zwei neue Variationen der MP5. Sie bieten ein geringes Kaliber, eine hohe Feuerrate und wenig Rückstoß. Dies prädestiniert sie für den Nahkampf.

  • MP5A2 (Insurgents)
  • MP5A5 für (Security)

Maschinengewehre:
Sehr unterschiedlich kommen die beiden neuen MGs daher. Während der Widerstand zukünftig mehr Kugeln durch die Luft jagt, können die Sicherheitstruppen auf ein großkalibriges Maschinengewehr zurückgreifen.

  • MG3 (Insurgents) – Hohe Feuerrate, 1000 Schuss die Minute
  • M240B (Security) – Größeres Kaliber, mehr Durchschlagskraft
Quelle: Focus Home Interactive, New World Interactive

Pistole:
Die neue 9mm-Handwaffe bietet ein besonders großes Magazin.

  • PF940 (Security) – Großes Magazin (31 Schuss), 9mm

Blendgranaten:
Nicht neu, aber grundlegend überarbeitet wurde die Flashgrenade M84. Die Blendwirkung wurde erhöht und hält nun länger an. Weiterhin wirkt sie sich nun negativ auf das Bewegungsvermögen ihrer Opfer aus.

Die Shooting Range

Was wäre ein so üppiges Waffenangebot ohne ein entsprechendes Testgelände? Das dachten sich vermutlich auch die Entwickler und spendierten Insurgency Sandstorm einen Schießstand (wir berichteten). Dieser lässt sich im Trainingsmenü auswählen. Vor Ort wartet auf den Spieler eine stattliche Auslage mit allen im Spiel verfügbaren Waffen. Diese können dann nach Herzenslust getestet werden: Entweder auf statische oder bewegliche Ziele (diese können an einem Laptop gerufen werden – Hubschrauber, Fahrzeug oder Squadteam).

Quelle: Focus Home Interactive, New World Interactive

Arcade-Sektion

Eine wegweisende Neuerung könnte die Einführung des Arcade-Modus sein. Hiermit möchte New World Interactive die Möglichkeit für viele verschiedene Spielmodi integrieren. Mit dem Update kommt erstmal ein klassischer Team-Deathmatch Mode. Entfernt wurden dort die Waffen-Restriktionen; jeder Spieler hat nun Zugriff auf das gesamte Ausrüstungsarsenal beider Fraktionen. Mit dem Arcade-Modus soll die Spielgeschwindigkeit deutlich erhöht werden.

Angekündigt wurde bereits, dass nun regelmäßig neue Spielvarianten eingeführt werden sollen. Es liegt nahe, dass sich die Entwickler so eine größere Spielergemeinde erschließen wollen – ob dies bei alten Insurgency-Hasen dauerhaft ankommt, wird sich zeigen. Vielleicht erwartet uns dann bald auch der erste Insurgency Sandstorm Battle Royale Modus? Ganz im Stile von Counter-Strike: Global Offensive – Danger Zone (mehr dazu).

Quelle: Focus Home Interactive, New World Interactive

Vote-Kick, Waffenkollision und Co.

Besonders interessant ist auch der neue Vote-Kick für die Community Server. Ab sofort soll es nun Störenfrieden an den Kragen gehen – per Abstimmung können diese aus dem Spiel entfernt werden.

Größeren Einfluss auf das Spielgeschehen, besonders in Gebäuden, könnte auch die neue Waffenkollision bieten. Waffen prallen mit dem Update noch stärker an Wände – abhängig von ihrer Länge. So haben kurze Handwaffen definitiv einen Vorteil gegenüber langen Gewehren (womöglich mit vorgesteckten Aufsätzen).

Im Competitive-Modus gibt es nun Strafen für Spieler, die das Match frühzeitig verlassen. Weiterhin können jetzt mehr Waffenoptionen gewählt werden – es stehen mehr Optiken zur Verfügung. Sperrgebiete und die Waves werden nun deutlicher auf Karte und im Display visualisiert.

Ladehemmungen werden mit dem Update nun optisch angezeigt (blinkendes, rotes Magazin). Für weitere Abwechslung sorgen neue Kleidungsmuster (Aviator, Skull Masks) und Tattoos.

Neben der Integration der neuen Inhalte wurden auch etliche Bugs behoben. Hier hat New World Interactive nach eigenen Angaben viel Wert auf das Spielerfeedback gelegt. Auch die Performance soll nun einen deutlichen Schub bekommen haben.

Rosige Aussichten? Mod-Support und neue Maps

Passend: Mit Einführung der Arcade-Sektion kündigt New World Interactive endlich auch einen Mod-Support (vermutlich Steam Workshop) an. Dies ist ein schon lange gewünschtes Feature und könnte eine ganz neue Dynamik in die Community bringen.

Weiterhin soll mit dem nächsten Update endlich auch eine neue Karte ins Spiel kommen, dazu auch wieder weitere Waffen. Der Entwickler arbeite außerdem an den Community-Servern. So soll hier das XP-System integriert werden.

Fazit

Dass New World Interactive sehr bemüht ist, zeigt sich definitiv an dem umfänglichen neuen Update. Man hat versucht den Spielerwünschen gerecht zu werden, auch wenn neue Karten dabei auf der Strecke geblieben zu sein scheinen. Ob die Einführung vieler neuer Inhalte allerdings nicht auch ein gewagter Schritt ist (neue Fehler und Probleme?) und ob man lieber am bestehenden Spiel gearbeitet hätte – das werden die nächsten Wochen mit Sicherheit zeigen. Spieler können sich allerdings über viele neue Spielaspekte freuen und gerade die Einführung einer Shooting Range sollte es besonders neuen Spielern erleichtern, einen Einstieg in diesen doch recht anspruchsvollen Taktik-Shooter zu bekommen.

Das Content-Update im Video:

Mehr dazu:

Insurgency: Sandstorm jetzt verfügbar

Insurgency: Sandstorm bekommt Firing Range

 

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Alexander Panknin

Spielejournalist bei gaming-grounds.de
1985 geboren. Mit Doom, Quake und SNES aufgewachsen. War selbst in der Indiegames-Szene aktiv und schreibt nun auf gaming-grounds.de über seine große Leidenschaft: Videospiele.
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