Seit dem 7. Dezember 2021 gibt es das gefühlvolle Adventure Life is Strange True Colors von Square Enix und Deck Nine Games nun auch für die Nintendo Switch. Damit das Spiel auf der hybriden Konsole von Nintendo überhaupt laufen kann, musste die Grafik ordentlich angepasst werden. Dafür wurde nicht nur an der Darstellung der Umgebung geschraubt, auch die Modelle der Charaktere mussten neu gestaltet werden.

Life is Strange True Colors nutzt die Unreal Engine. Diese lässt sich gut an die Bedürfnisse der Hardware anpassen. Somit ermöglicht diese fortschrittliche Umgebung auch eine Optimierung für eher schwächere Hardware. Auf der Nintendo Switch lassen sich bereits etliche Titel finden, die die gleiche Engine nutzen. Nicht immer ist der Port aber gut gelungen. Man merkt einem Port relativ schnell an, wie viel Arbeit hineingesteckt wurde und ob sich die Entwickler Gedanken gemacht haben. Für die Nintendo Switch-Version hat man mit Dragon’s Lake Entertainment zusammengearbeitet, die bereits einige erfolgreiche Portierungen von Spielen abgeliefert haben und entsprechendes Knowhow mitbringen.

Technische Betrachtung

Im Falle von Life is Strange True Colors haben Square Enix und Deck Nine Games einiges an Mühe in den Port gesteckt und das zahlt sich aus. Während die PC und die anderen Konsolen-Versionen reichlich Raum für verspielte Effekte bieten, kommt es beim Gameplay natürlich hauptsächlich auf die Story und die starken Charaktere an. So lag der Fokus bei der Switch-Umsetzung offensichtlich ebenfalls auf den Charakteren. Diese wurde eigens für die etwas schwächere Konsole neu gemodelt. Dabei erhalten blieben aber viele der Details und vor allem die großartige Facial expression (Mimik), welche einen Großteil der Stimmung ausmachen. So können wir auch in der grafisch reduzierten Version mit den Protagonisten fühlen, ihre Ängste und ihre Freude richtig deuten. Hier findet die Reduktion hauptsächlich in der Auflösung der Texturen statt, außerdem muss man auf der Switch natürlich auf qualitative Spiegelungen und andere Raytracing-Effekte verzichten.

Die Umgebung hat vermutlich am meisten „gelitten“. Dekoration und Foliage (Laub, Gräser, Blumen, etc.) wurde reduziert und Gegenstände am Horizont poppen später auf. Trotzdem haben die Entwickler darauf geachtet, dass Schlüsselelemente sichtbar bleiben und der Charakter der Szene erhalten bleibt. Auch auf der Switch wirkt das liebevoll gestaltete Haven Springs noch idyllisch und einladend.

Auf der Nintendo Switch müsst ihr zudem mit längeren Ladezeiten rechnen. Diese sind zwar nicht doppelt so lang, aber fallen doch deutlich länger aus. Wenn ihr also einen Szenenwechsel habt, werdet ihr einen Moment länger warten müssen, bis ihr weiterspielen könnt. Dies ist Dank des doch recht ruhigen Gameplays noch vertretbar, fällt aber doch auf, wenn man von PC, PlayStation 5 oder Xbox Series X|S kommt. Der schnellere SSD-Speicher macht sich hier durchaus bemerkbar.

Videovergleich

In diesem Vergleichsvideo seht ihr, wie sich die Switch-Version im Gegensatz zur Xbox Series X-Version schlägt.

Fazit zum Life is Strange Switch Port

Uns hat der Life is Strange True Colors Port für die Nintendo Switch sehr gut gefallen. Es ist den Entwicklern gelungen, die Atmosphäre des Spiels auch auf der limitierten Hardware zu erhalten. Die emotionale Story wird eben hauptsächlich von den Charakteren getragen, darauf wurde sich bei der Switch Umsetzung konzentriert und das ist gelungen. Wer im Handheld-Modus spielt, der wird vermutlich noch weniger an der Grafik auszusetzen haben.

Mit True Colors feiert die Life is Strange-Reihe auf der Nintendo Switch ihr Debüt. Es ist schön zu sehen, dass dieser Port bereits gut gelungen ist. Dann ist die Vorfreude auf die Remastered Collection umso größer, diese soll nämlich im kommenden auch für die Nintendo Switch erscheinen.


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