Die berühmte World of Warcraft Gilde „Method“, die sich regelmäßig in den World-First-Rennen des Mmorpgs ganz vorne einreiht und auch in vielen anderen Bereichen des Spiels für ordentlich Wirbel sorgt, wurde im Juni 2020 von einem Sexismus-Skandal in den eigenen Reihen erschüttert.

Hunderte Frauen hatten in diesem Monat über Social Media offenbart, dass sie – auch im Gaming- und E-Sport-Umfeld – in der Vergangenheit sexuell belästigt worden sind. Auch an Method ging diese Offenbarung nicht spurlos vorbei. Angeblich habe man von Problemen und Vorfällen in den eigenen Reihen bereits im Vorfeld gewusst und sei nicht entschieden gegen diese vorgegangen. Im Mittelpunkt stand das ehemalige Method-Mitglied ‚Josh‘. Im Anschluss kündigten zahlreiche Mitglieder, Mitarbeiter und Sponsoren ihre Verträge mit der Organisation rund um Leiter Scott ‚Sco‘ McMillan auf.

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Geplant: Ein großer Neustart

Selbiger ist es, der sich am gestrigen Freitag initial vor die Kamera begab, um große Neuigkeiten zu verkünden. Nachdem es in den vergangenen Wochen und Monaten sehr ruhig geworden war und einige Method-Mitglieder bereits ein neues Zuhause gesucht und gefunden hatten, hatten viele Fans schon mit der ehemals weltbesten WoW-Gilde abgeschlossen.

Doch Method scheint noch nicht am Ende der langen und größtenteils sehr erfolgreichen Reise angekommen zu sein – zumindest wenn man die verbliebenen Streiter selbst fragt. In einem neuen YouTube Video erklären McMillan und Co., wie sie die Organisation ab sofort und in die Zukunft blickend besser wieder aufbauen wollen, als sie jemals gewesen ist.

Dazu gehören zahlreiche neue Standards, die sich auch mit bisherigen Schwachstellen und Problemen intensiv auseinandersetzen. Einen Vorfall wie in diesem Jahr solle es nie wieder geben, betont McMillan deutlich. Unter anderem wird, um diese Ziele zu erreichen, ein unabhängiger HR-Consultant eingestellt, der sich um interne Strategien, Strukturen und Prozesse kümmern soll. Auch ein neuer Verhaltenskodex für alle Mitglieder sowie ein Leitfaden für alle Mitarbeiter werde eingeführt, bei Verstößen sollen empfindliche Strafen drohen.

Mehr zur Geschichte von Method:

Method-Doku: Die Geschichte der wohl besten WoW-Gilde der Welt

Die neuen Systeme sollen die Mitglieder im Umgang innerhalb und außerhalb der eigenen Reihen zuverlässig an Werte, Respekt und und Würde binden. Ein Third-Party Reporting System unter HR@method.gg soll dabei helfen, Beschwerden unabhängig melden zu können. Weiterhin werde man für die gesamte Organisation und alle Beteiligten Seminare gegen Belästigung und diskriminierendes Verhalten veranstalten. Dies soll ein fester Teil der Einarbeitungsphase werden.

Diese und viele weitere vorbeugende Maßnahmen sollen ergriffen werden, um einen Standard zu gewährleisten, der bisher nur eingeschränkt garantiert werden konnte und am großen Ende ein Method zu erschaffen, welches besser dastehen soll als jemals zuvor. Man wolle sich das Vertrauen der Fans neu verdienen, erklärt sich McMillan weiter.

Auch andere Mitarbeiter werden ins gestern veröffentlichte Video eingebunden und positionieren sich klar gegen die Vorfälle und für die neuen Standards. Dies seht ihr nachfolgend oder oben im Beitrag in voller Länge.

Method – „Our Next Steps“

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