Steam ist die erfolgreichste PC-Spiele-Plattform. Hier finden Spieler nicht nur einen exzellenten Community-Hub und erhalten Zugriff auf ihre Spielebibliothek, Valve integriert in die Plattform auch noch den eigenen Spieleshop. Diese Kombination und den Komfort wissen Spieler weltweit sehr zu schätzen, so geht eigentlich kaum ein Weg an Steam vorbei, wenn es um PC-Gaming geht.

Auch wenn es immer wieder versuche anderer Plattformen gibt, wie von Epic Games oder GOG, besetzt Valve mit Steam seit Jahren den Thron der kommerziell erfolgreichsten Spieleplattformen. Ein Ende: nicht absehbar. Das schmeckt nicht jedem. So reichte den Indie-Entwickler und Publisher Wolfire Games (dessen Geschäftsführer Jeff Rosen übrigens der Erfinder von Humble Bundle ist) nun Klage gegen Valve im US-Staat Washington ein.

Vorgeworfen wird die Ausnutzung eines bestehenden Spiele-Monopols. Gepaart mit den massiven Abgaben, die die Industrie an Valve entrichten muss, würde dies zu einer Wettbewerbsverzerrung führen. 30 Prozent der Einnahmen wanderten bei jedem Kauf an Valve. Horrende Summen, die man zwar auch aus anderen Häusern kennt – Epic Games und jüngst auch Microsoft zeigten aber, dass es auch anders geht. Hier liegt der Plattform-Anteil bei nur 12 Prozent.

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Die Klage wurde als Sammelklage angelegt. Dies ermöglicht auch anderen Akteuren aus der Branche, sich öffentlich gegen Valve zu stellen. Ob dies für andere Entwickler eine Option ist oder ob auch hier die dominante Stellung Steams Abschreckung genug ist, wird die nächste Zeit wohl zeigen.

Den Erfolg eine sinnvolle Plattform geschaffen zu haben, kann man Steam wohl kaum vorwerfen. Dass Valve allerdings einen Bärenanteil einbehält, ist wohl unstrittig.

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