Ubisoft hat uns bereits wissen lassen, dass das große Six Invitational, das Rainbow Six Siege E-Sport-Event des Jahres, 2022 nach Kanada zurückkehren wird. Nach dem Six Major in Schweden ist vor dem Six Invitational 2022 in Montreal, Kanada. Vom 8. bis zum 20. Februar 2022 soll das Turnier ausgetragen werden und einen neuen Rainbow Six E-Sport-Champion küren.

Doch die theoretisch tolle Nachricht, die Fans bereits in Euphorie versetzen und die Vorfreude auf das nächste große Rainbow Six E-Sport-Turnier steigen lassen könnte, hat einen großen Haken. Denn wie Ubisoft beziehungsweise die Verantwortlichen für den Rainbow Six Siege E-Sport ebenfalls mitteilen, wird es vor Ort kein Publikum geben.

Ein Schock für den Rainbow Six E-Sport?

Diese Entscheidung scheint für Teile der Community nicht nachvollziehbar und wirkt auf einige sogar wie ein Schock für die gesamte Szene. Der Rainbow Six E-Sport wächst zwar langsam weiter und konnte beim Six Invitational 2021 größere Zahlen kreieren als noch im Vorjahr, doch scheint Ubisofts Taktik-FPS im Vergleich zu anderen großen E-Sport-Titeln ein Reichweitenproblem zu haben. Dazu lohnt beispielsweise ein Blick auf die zuletzt veranstalteten LoL Worlds 2021, das The International 10 in Dota2 oder auch das CS:GO PGL Major Stockholm 2021.

Während in diesen Turnieren die Zahl der gleichzeitig Zuschauenden in der Spitze in die Millionen geht, hängt Rainbow Six seit über zwei Jahren der eigenen „Weltmeisterschaft“ bei etwas über 300.000. Auch das zuletzt ausgetragene Six Major in Schweden konnte mit etwa 30.000 gleichzeitigen Zuschauern nicht wirklich glänzen. Daher ist die Besorgnis in der Community groß, dass der Ausfall von Live-Publikum beim Six Major 2022 alles andere als ein gutes Zeichen für die Entwicklung des Rainbow Six E-Sports im Großen und Ganzen ist.

Auf Twitter schreibt beispielsweise E-Sport-Kommentator Parker ‚Interro‘ Mackay:

„Kein Publikum vor Ort für SI 2022 ist verheerend.“

Auch Seth ’supr‘ Hoffman, In-Game-Leader für Susquehanna Soniqs, äußert sich:

„Enttäuschend, wenn man bedenkt, dass Sport und andere E-Sports Zuschauer zulassen – sogar Montreal erlaubt Zuschauer für Live-Events.

Es ist zwei Jahre her, dass ein Event mit Publikum in Siege stattgefunden hat, und es ist merkwürdig, dass ein verkleinertes oder geimpftes Publikum nicht einmal in Betracht gezogen wird.“

Nachvollziehbar, oder nicht?

Auf der anderen Seite scheint es aus organisatorischer Perspektive auch nachvollziehbar, dass die Planung für ein Event dieser Größe einige Monate vorher konkrete Züge annehmen muss. Bei der derzeitigen Lage und Entwicklung rund um die Pandemie scheint es fast unmöglich vorherzusagen, ob und in welcher Form ein internationales E-Sport-Turnier – ganz gleich, ob mit oder ohne Publikum – veranstaltet werden kann.

Diese Entscheidung scheint von den Verantwortlichen getroffen wurden zu sein, um eine grundsätzliche Ausrichtung vor Ort wahrscheinlicher zu machen, beziehungsweise Fans mit Tickets nicht kurzfristig doch noch eine enttäuschende Absage erteilen zu müssen. Andererseits hätte man tatsächlich auch die Möglichkeit gehabt, auf etwa eine 2GPlus-Regel oder Ähnliches zurückzugreifen.

Sicherlich werden diese Optionen intern auch besprochen wurden sein, die Entscheidung ist nun allerdings eine andere.

Wie seht ihr das? Gebt ihr den Besorgten recht? Oder seid ihr ebenfalls auf der vorsichtigen Seite?
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Hättet ihr das Event lieber mit Live-Publikum gesehen?x

Weitere Neuigkeiten zum SI2022 noch heute

Nachdem wir jetzt den groben Rahmen zum SI2022 kennen, wird es am heutigen Dienstag, 16. November, 18 Uhr unserer Zeit ein weiteres Update mit neuen Informationen rund um das Six Invitational 2022 im Februar geben.