Die Zeit der Finanzberichte großer Konzerne bringt zahlreiche Enthüllungen, Zahlen, Daten und Fakten ans Licht. Nachdem wir euch am heutigen Mittwoch, 3. Februar 2021 bereits über EAs Offenbarungen rund um Battlefield 6 berichteten, gehen auch aus Sonys Geschäftszahlen für das Ende des vergangenen Jahres spannende Neuigkeiten hervor.

Demnach hat das Unternehmen hinter der Sony PlayStation weltweit bislang 4,5 Millionen Exemplare der Next-Gen Konsole PlayStation 5 verkauft. Bislang war nur bekannt, dass die Nachfrage nach der PS5 deutlich höher war, als die Verfügbarkeit. Hinzu kamen Probleme bei Vorbestellungen, Auslieferungen und der Kommunikation mit ausgewählten Händlern.

Reichlich Wirbel um wenige Konsolen

So gab es reichlich Wirbel um die beliebte Konsole, die am 19. November 2020 offiziell auf den Markt kam. Reichlich Wirbel um am Ende vergleichsweise wenige Konsolen, gemessen an der Nachfrage. Nun wissen wir endlich offiziell, dass es weltweit 4,5 Millionen PlayStations der Next-Gen waren, die Sony vom Release bis zum Jahresende in den Umlauf gebracht hat.

Extrem spannend ist ein weiterer Fakt aus dem aktuell veröffentlichten Finanzbericht. Demnach verdient Sony auch mit dem Verkauf der PlayStation 5 an sich kein Geld. Weder mit der Variante mit noch ohne Laufwerk würde man Gewinn erzielen, kommuniziert das Unternehmen. Das lässt den logischen Umkehrschluss zu, dass die Herstellungskosten den Preis übersteigen, den der Endkunde final für seine Konsole bezahlt. Zu dem Zeitpunkt, an dem Sony im vergangenen Jahr den Preis für die PS5 offenbarte, waren viele Menschen positiv überrascht.

Die PS5 als Verlustgeschäft – Der Schein trügt

399 Euro für die PlayStation 5 ohne Laufwerk und 100 Euro mehr, 499 Euro, für die Konsole mit physischem Laufwerk seien doch „sehr in Ordnung“, so die Wahrnehmung. Doch auch zu diesem Zeitpunkt gab es bereits Stimmen, die den Profit in Anbetracht des „niedrigen“ Preises infrage stellten. Doch auch in der Vergangenheit erzielte Sony mit dem Verkauf der PlayStation nicht immer Gewinn. Bedacht werden muss hier natürlich zwingend die Mischkalkulation zwischen dem Umsatz durch den Verkauf der Geräte und der zugehörigen Software, Dienstleistungen und Abo-Modelle.

PS Now, PS+, Verkauf von Spielen und weitere Einnahmequellen sorgen dafür, dass Sony trotz des Verlustes, den man mit der PlayStation 5 als Gerät an sich verbuchen muss, am Ende mit sehr positiven finanziellen Ergebnissen dasteht. So betrage der Umsatz aus dem viertel Quartal 2020 8,4 Milliarden US-Dollar – eine deutliche Steigerung zum Vergleichszeitraum 2019, in dem es „nur“ sechs Milliarden gewesen sind.

Für die krasse wirtschaftliche Entwicklung sind unter anderem die 47 Millionen PS+ Abonnenten verantwortlich, die den Bezahldienst jeden Monat nutzen. Hinzu kommen 114 Millionen Nutzer, die im PlayStation Network regelmäßig aktiv sind. Einen wesentlichen Anteil daran, dass die PlayStation 5 als Komplettpaket trotzdem ein finanzieller Erfolg ist, tragen auch die 103 Millionen verkauften Spiele im 4. Quartal 2020. Davon sind übrigens 18,4 Millionen Produktionen aus den eigenen Entwicklerstudios.

Insbesondere das mehrfach als Spiel des Jahres 2020 ausgezeichnete The Last of Us 2 von Entwickler Naughty Dog ist hierbei ein im Fokus stehendes Highlight. Aber auch auf der PS5 besitzt Sony mit Marvel’s Spider-Man: Miles Morales von Insomniac Games bereits einen echten Hit.

Unter folgendem Link könnt ihr die ausführlichen Berichte und Statistiken bei Interesse selbst einsehen und weiter erkunden:
https://www.sony.net/SonyInfo/IR/library/presen/er/

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