Und täglich grüßt das Murmeltier: Abermals haben sich Teamfight Tactics Verantwortliche zur Zukunft des Auto Chess Spielmodus in League of Legends geäußert. Dieses mal haben sich Ed ‚SapMagic‘ Altorfer, Jon ‚IAmWalrus‘ Moormann und Ran ‚Riot Stimhack‘ Cao zusammengetan, um die Pläne für den gewerteten Ranglistenmodus im Detail vorzustellen. Dieser soll bereits mit dem Update 9.14 auf die Live Server aufgespielt werden, welches für den 17. Juli erwartet wird.

Der gewertete Modus – Das Prinzip

Von Anfang an sei den Entwicklern klar gewesen, dass man auch in Teamfight Tactics einen gewerteten Modus haben wollte. Jedoch soll dieser nicht ganz so kompetitiv ausgerichtet sein wie sein Vorbild aus League of Legends. Die Ränge werden zwar die gleichen Bezeichnungen tragen, jedoch soll es keine Aufsstiegsserien geben, wie man sie aus LoL kennt.

Das liege daran, dass man sich der vielen Zufallsfaktoren in TfT bewusst sei, die den Ausgang einer Partie massiv beeinflussen können. Zudem solle das Spiel viel sozialer ausgerichtet sein, der Spaß mit Freunden im Fokus stehen. Unabhängig vom Können einzelner Spieler soll die Gemeinsamkeit in den Mittelpunkt gerückt werden, gute Spieler indes zeitgleich aber für ihre Leistungen belohnt werden. Um diesen schwierigen Spagat umsetzen zu können, habe man sich für ein Misch-System entschieden, welches nachfolgend näher beschrieben wird.

So funktioniert TfT-Ranked

Obwohl die TfT Rangliste dem gewerteten System in League of Legends mit seinen neun großen Ligen von Eisen bis Herausforderer sehr ähneln soll, gibt es doch signifikante Unterschiede. Neben den bereits erwähnten fehlenden Aufstiegsserien verläuft auch die Vorgabe der gemeinsamen Anmeldung sowie die Gewinnung von Ligapunkten nach einem anderen Prinzip.

In jeder Partie sollt ihr nach der aktuellen Planung Ligapunkte (LP) erhalten, sofern ihr einen der ersten vier Plätze ergattert, euch also in der oberen Hälfte der Teilnehmer platziert. Im Umkehrschluss verliert ihr LP, wenn ihr die Ränge 5 bis 8 belegt. Die Menge der gewonnenen beziehungsweise verlorenen Punkt richtet sich dann nach der genauen Platzierung.

Während ein vierter oder fünfter Platz fast gar keine Auswirkungen auf euren Rang haben soll, gewinnt ihr im Vergleich viele Punkte, wenn ihr eine Partie gewinnt. Schließlich habe man sich dann gegen sieben andere Spieler durchgesetzt, so die Begründung der Entwickler bei Riot Games. Sobald man 100 Ligapunkte erreiche, werden man sofort in die nächsthöhere Liga aufsteigen und überschüssige Punkte mitnehmen.

Anders herum funktioniert das Prinzip etwas anders. Der Abstieg soll nur drohen, sofern man bereits 0 Ligapunkte hat und dann noch einmal eine Partie verliert. Generell sollten sich Spieler des gewerteten Modus allerdings darauf einstellen, dass sich der eigene Rang deutlich schneller ändert, als sie es möglicherweise aus League of Legends gewohnt sind.

Fast unbeschränkt mit Freunden spielen

Viele Spieler werden sich noch die Frage nach Beschränkungen im gemeinsamen Spiel stellen. Schließlich wollen viele Freunde wie bislang TfT auch weiterhin gemeinsam zocken. Das sieht auch Riot und setzt den arrangierten Gruppen nur wenige Einschränkungen. So können sich bis zu fünf Freunde gemeinsam in die Warteschlange einreihen, solange alle Beteiligten den Rang Gold oder niedriger haben. Sollte der Rang eines Spielers Platin erreichen, wird die Zahl der Spieler für eine gemeinsame Anmeldung auf drei reduziert.

Das System soll verhindern, dass sich Spieler in der Rangliste gegenseitig Siege und somit Ligapunkte zuschieben und den gesamten Modus aus dem Gleichgewicht bringen. In der nachfolgenden Grafik sind die Beschränkungen in der Übersicht zu sehen.

In diesem Konstellationen könnt ihr euch für den Ranked Modus in TfT anmelden. Quelle: Riot Games

Belohnungen werden kommen

Natürlich habe man auch daran gedacht, dass Spieler für ihre erreichte Platzierung eine Belohnung erhalten möchten. Diese solle sich jedoch höchstwahrscheinlich von den Rewards in LoL unterscheiden. Demnach habe man bereits Pläne im Kopf, die zum aktuellen Zeitpunkt allerdings noch nicht vollständig ausgearbeitet seien. Am wahrscheinlichsten sei es, dass die Entlohnung am Ende einer jeden Season auf Basis des erreichten Ranges vergeben wird.

Apropos Belohnungen: Auch zum Thema Langzeitmotivation äußern sich Ed ‚SapMagic‘ Altorfer, Jon ‚IAmWalrus‘ Moormann und Ran ‚Riot Stimhack‘ Cao erneut. Demnach wolle man mit dem aktuell aktiven Beta Pass testen, wie sich dieses Fortschrittssystem anfühle und wie zufrieden Spieler damit seien. Auf der Basis des noch zu sammelnden Feedbacks wolle man entscheiden, ob man das Pass System langfristig beibehalte, oder etwas vollkommen anderes integriert, um die Spieler bei der Stange zu halten.

Viele Spieler haben sich bereits gewünscht, dass es für gespielte TfT (zu deutsch TTK) Runden blaue Essenzen gebe, wie in normalen League of Legends Partien. Derzeit sei es aber weder geplant blaue Essenzen, noch Erfahrungspunkte für den Account in Teamfight Tactics auszuschütten. Der Modus unterscheide sich so stark vom herkömmlichen Spiel, dass man befürchte, dass das System bei gleichen Belohnungen nicht allen Modi dienlich sei. Dennoch werde man noch einmal darüber nachdenken, sobald der Modus „eine gewisse Zeit“ online war.

Die Seasons im Detail

Auch Teamfight Tactics soll in Seasons unterteilt sein. Wie lang diese sein werden, steht noch nicht zu 100 Prozent fest. Man plane indes mit drei bis vier Tft-Saisons pro Jahr, möglicherweise parallel zu den Ranglisten-Splits in League of Legends. In diesen alle paar Monate startenden Seasons sollen jedes Mal neue Inhalte in Teamfight Tactics integriert werden.

So wolle man sicherstellen, dass TfT (TTK) regelmäßig neue Inhalte und somit Neues zu entdecken biete. Dies betreffe sowohl Champions, deren Gruppen als auch Gegenstände und ganze Systemänderungen. So solle sich jede Saison wirklich einzigartig anfühlen. Da man erwarte, dass die „Meta“ zu jedem Seasonstart durch Änderungen deutlich ändern wird, würden die Spieler mit dem Beginn jeder Saison einige Ligen heruntergestuft.

Zu guter Letzt sei noch einmal betont, dass sich all die genannten Pläne auf den aktuellen Stand der Entwickler und Entwicklungen beziehen und sich durch gesammelte Erfahrungen und Feedback noch geringfügig oder sogar drastisch ändern können.

Über Teamfight Tactics

An endlosen Warteschlangen und überlasteten Clients war schnell zu erkennen, wie groß das Interesse am Auto Chess oder auch Auto Battle von Riot Games ist. Teamfight Tactics bedient sich als bislang einzige Auto Chess Auskopplung eines anderen Videospiel-Universums als den ursprünglichen Figuren aus der Dota 2 Mod.

Seit wenigen Tagen ist nun die TfT Beta Version nicht mehr nur auf dem Testserver sondern auch über den normalen League of Legends Client spielbar. Noch immer kämpfen die Entwickler gegen teils zu großen Spielerandrang in der Serverregion Westeuropa. Doch inhaltlich zeigt TfT gute Ansätze und exklusive Mechaniken wie beispielsweise das Roulette-Drafting-System. Mit den neuesten Erweiterungen kommen auch das erste Stück Langzeitmotivation und eine Belohnung für abgeschlossene Partien und Aufgaben hinzu.

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