Gleich zwei Neuigkeiten sind kürzlich zum Auto Battle Teamfight Tactics von Riot Games bekannt geworden. Die Entwickler testen derzeit eine Änderung am Ranked System und planen zusätzlich das Matchmaking in den einzelnen Partien selbst mit dem kommenden Update 9.16 zu überarbeiten. Seit dem Release des vergangenen Patches war das Ranglistensystem zu gnädig zu Spielern, die gewertete Partien verloren haben.

Keine Abstiege durch Bug

Derzeit wird auf den Testservern deshalb eine Änderung abgestimmt, die diesen Fehler beheben sollen. Eigentlich ist es von den Entwicklern vorgesehen, dass Spieler, die beim Stand von 0 Ligapunkten ein weiteres Spiel verlieren, in eine niedrigere Liga absteigen. Dies ist jedoch aktuell nicht immer der Fall. Es sei demnach ein Bug der verhindere, dass Spieler in den ersten Partien nach einem Aufstieg nicht wieder absteigen könnten. Allzu lange dürfte dieser Fehler allerdings nicht mehr auf den Live Servern von Teamfight Tactics verbleiben.

Etwas anders hingegen ist der zukünftige Plan für extrem hoch eingestufte Spieler in der Rangliste. Demnach sollen auch Spieler in den höchsten Ligen „Challenger“, „Master“ und „Grandmaster“ eigentlich absteigen, wenn sie beim Stand von 0 LP am Anfang einer Runde noch einmal die Plätze 5 bis 8 belegen. Aufgrund von sehr wenigen Master und Grandmaster Spielern zum aktuellen Zeitpunkt können Challenger Spieler derzeit allerdings gar nicht absteigen.

In der Zukunft soll es dafür ein besonders drastisches System geben. So sollen Grandmaster und Challenger Spieler sofort in Diamant 1 absteigen, sofern sie bei 0 Ligapunkten erneut verlieren. Diese Änderung soll im Übrigen nicht nur in Teamfight Tactics, sondern auch allen anderen gewerteten Systemen von Riot Games greifen.

Schwache Geister sind ein Fehler

Vielen Spielern dürfte bereits aufgefallen sein, dass ein Kampf gegen die Geisterarmee eines Spielers meist besser für die eigene Truppe läuft, als gegen den Spieler selbst. Was viele Spieler mittlerweile für ein beabsichtigtes Feature halten, ist jedoch ebenfalls ein Fehler, an dessen Behebung die Tft-Verantwortlichen derzeit arbeiten, schreibt Geoff Marsi, seines Zeichens Game Designer bei Riot Games, auf Twitter.

Derzeit profitieren Geister oder Klone, wie man sie auch immer nennen mag, nicht von aktiven Vorteilen von Klassen und Origins, die die Komposition eigentlich mit sich bringen sollte. So ist es (noch) einfacher, gegen eine Kopie zu gewinnen. Wann dieser Bug aus Teamfight Tactics entfernt wird, steht indes momentan noch nicht fest.

In-Game Matchmaking in 9.16

Eine weitere Anpassung, die sich viele Spieler bereits seit langer Zeit wünschen, findet im kommenden Update 9.16 seinen Weg in Teamfight Tactics. Geoff Marsi (@glmarsi), Technical game designer bei Riot Games, schreibt auf Twitter weiterhin, dass es geplant sei, eine Änderung des In-Game Matchmakings vorzunehmen.

Dies betrifft also nicht die Gegnerfindung vor einer Partie, sondern das Aufeinandertreffen innerhalb eines TfT-Spiels. Demnach soll es ab Patch 9.16 extrem unwahrscheinlich werden, mehrfach gegen den gleichen Spieler (oder die gleiche Geisterarmee) antreten zu müssen. Zuvor war es durchaus möglich, zwei oder drei Mal in Folge gegen die gleiche Armee des gleichen Kontrahenten kämpfen zu müssen.

Insbesondere wenn dieser zum aktuellen Zeitpunkt sehr stark war oder die eigene Komposition kontert, führte dies zu extrem frustrierenden Momenten. Geoff Marsi ergänzt in den Kommentaren unter seinem Post, dass ein zweiter Kampf zwischen zwei Spielern direkt aufeinanderfolgend nach seinen durchgeführten Simulationen fast nicht mehr möglich sei. Der wahrscheinlichste Fall wäre diesbezüglich nach der geplanten Änderung noch, falls sich exakt noch fünf Spieler im Spiel befinden. Selbst dann würde die Wahrscheinlichkeit jedoch bei unter zwei Prozent liegen.

Die Veröffentlichung des Patches ist derzeit für den 14. August geplant.

Über Teamfight Tactics

Teamfight Tactics ist die Auto Chess Variante von Riot Games und zeitgleich die einzige Ausführung, die in einem anderen Universum als die ursprüngliche Dota 2-Mod spielt. Ein Team aus anfangs rund 30 Riot Mitarbeitern hat sich für den Spielmodus begeistern können und schließlich das Projekt als dauerhaften Spielmodus umgesetzt, der über den normalen League of Legends Client verfügbar ist.

Riot Games setzt dabei auf einige deutliche und einige kleine Unterschiede, die den Modus deutlich von seinen Auto Battle Genre-Konkurrenten wie Dota Underlords oder Auto Chess abheben. Denn auch Valve und Epic Games sind mittlerweile auf den neuen Trend aufgesprungen. Mit dem  Twitch Rivals: Teamfight Tactics Showdown fand bereits ein erstes offizielles eSport Turnier statt.

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Jonas Walter

Spielejournalist bei gaming-grounds.de
Jonas 'Syncerus' Walter ist seit 2010 im eSport-Journalismus aktiv. Nach Beteiligungen an diversen eSport Projekten im redaktionellen Bereich wie MaseTV, ESC Gaming oder Team Vertex ist Gaming-Grounds.de nun die erste eigene Konzeption.

Diese hat die Vision aktuell relevante Themen aus dem Gaming- und eSport-Bereich aufzugreifen und für Videospielbegeisterte an einem Ort zu konzentrieren.
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