Teamfight Tactics, die Auto Chess Auskopplung von Riot Games in League of Legends, hat es am gestrigen Donnerstag auf die Live Server geschafft. Nach etlichen chaotischen Zuständen auf dem PBE und langen Wartezeiten konnten ab den frühen Morgenstunden alle Interessenten problemlos in Tft hinein und den Modus testen. Der Launch schien zunächst auch in der großen Region Europa erfolgreich verlaufen zu sein. Doch die angenehme Spielerfahrung am Vormittag sollte sich nur als Ruhe vor dem großen Sturm herausstellen.

Die Ruhe vor dem Sturm

Als die Uhrzeit dem typischen Feierabend näher kam, stieg der Andrang auf die westeuropäischen Server immer mehr, bis um kurz nach 16 Uhr schließlich gar nichts mehr ging. In EUW hatten sich von allen LoL-Server Regionen mit Abstand die meisten Spieler eingeloggt, um Teamfight Tactics auszuprobieren. Das ließ die Server zunächst langsamer werden und schließlich war es gar nicht mehr möglich, in eine neue Auto Chess Partie hinein zu kommen.

Die Probleme gingen sogar soweit, dass Teamfight Tactics Produktleiter Richard Henkel, manchen vielleicht besser bekannt unter dem Namen ‚Riot MapleNectar‘, auf Twitter eine Art Live-Betreuung anbot und über die aktuelle Situation immer wieder Auskünfte gab. Demnach hätten sich im Vergleich aller Regionen in Westeuropa mit Abstand am meisten Spieler eingeloggt, um TfT zu spielen.

Kein Tft Spaß am Abend

Das führte wiederum dazu, dass so viele Partien Teamfight Tactics geöffnet waren, dass die Server der Region Westeuropa nicht mehr hinterher kamen. Zunächst wurden die Wartezeiten länger, schließlich schaltete Riot die gesamte Warteschlange temporär ab – um nach dem Problem zu suchen – hieß es. Dieses schien nach einiger Zeit auch gefunden und Spieler konnten sich für zirka 30 Minuten wieder in die Warteschlange begeben. Doch viele Spiele waren es nicht, die erstellt und gespielt wurden, bevor erneut nichts mehr ging.

Somit entschied man sich seitens der Verantwortlichen schließlich dazu, den Modus vorerst wieder zu deaktivieren, sodass man die Schaltfläche zunächst gar nicht mehr finden konnte, wenn man sich über den Client in der Region EUW einloggte. Das verleitete viele Spieler abermals dazu, auf andere Regionen auszuweichen und dort weiterzuspielen, wie es schon vor dem offiziellen TfT Release in Europa geschehen war.

Problem gelöst? Abwarten.

Diese Spieler waren die Einzigen, die am gestrigen Donnerstag noch TfT spielen konnten, denn bis in die Morgenstunden des heutigen Freitags blieb der Modus tatsächlich offline. Erst am Freitagmorgen schaltete Riot Games den Modus hierzulande wieder frei. Seitdem laufen die Server stabil und die Gegnersuche dauert nicht einmal wenige Minuten. Doch auch diesen Zustand hatten wir gestern bis zu einer gewissen Uhrzeit schon. Bleibt zu hoffen, dass der Modus nun auch in den Abendstunden spielbar ist und allen Taktikern problemlos Freude bereiten kann.

Unser Eindruck bleibt nach den Partien, die wir bislang absolvieren konnten, ein durchaus positiver. Sofern man in einem Match ist, funktioniert das Gameplay einwandfrei. Dennoch befindet sich Teamfight Tactics nach wie vor in einer Beta Phase und Riot muss noch an einigen Stellschrauben drehen. Insbesondere das Balancing scheint noch nicht perfekt. Einige Einheiten scheinen nahezu nutzlos, während andere Spiele oft quasi im Alleingang entscheiden können (Looking at you, Draven).

Einige wenige Bugs und fehlende Quality of Life Features gehören ebenso noch auf die Agenda des TfT-Teams bei Riot Games. Doch im Hinblick darauf sind wir äußerst zuversichtlich bald Verbesserungen im Spiel zu sehen.

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