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Nachdem die vergangenen zwei Tage für viele sehnsüchtig wartenden Teafight Tactics Fans gefühlt hätten zu einer Tortur werden können, ist das große Warten nun endlich vorbei. Nachdem im Laufe des gestrigen Mittwochs das Spiel nach und nach in anderen Serverregionen spielbar wurde, ist der Auto Chess Modus von Riot Games im League of Legends Client seit den frühen Morgenstunden des heutigen Donnerstags, 27. Juni, auch in der EUW Region und somit Deutschland offiziell spielbar.
Ohne nervige, überlastete und gefühlt endlose PBE-Warteschlangen können alle Teamfight Tactics Interessenten nun direkt in den normalen League of Legends Client einloggen und losspielen. Auch Wartezeiten gab es am Vormittag nicht. Im Client prominent auf der Startseite nach dem Login beworben oder alternativ über den oben stehenden „Spielen“-Button könnt ihr eine Lobby erstellen und allein oder zusammen mit Freunden loslegen.
Was macht TfT anders?
Im Vergleich zu anderen Auto Chess Alternativen bietet euch Teamfight Tactics einige Besonderheiten, das offensichtlich andere Franchise schon einmal ausgenommen (Obwohl es das bislang einzige Auto Chess außerhalb der Dota-Figuren ist). So beginnt das Spiel direkt mit einem Champion Roulette, in dem diverse Spielfiguren inklusive eines Items im Gepäck im Kreis laufen. Außen herum stehen die Spieler und wählen sich eine Einheit zum Spielstart aus. Dieses System wiederholt sich im Verlauf der Partie mehrfach und lässt Spieler mit weniger Lebenspunkten früher auswählen.
Zudem platziert ihr die Einheiten in TfT nicht auf Kacheln, sondern auf Hexfeldern. In Kombination mit dem etwas „kürzeren“ Schachbrett ermöglicht das neue Alternativen in der Aufstellung eurer Heldentruppe und bietet neue taktische Optionen. Doch zu viel experimentieren kann schnell tödlich ändern, denn im Vergleich zu anderen Auto Chess Titeln ist der erlittene Schaden bei verlorenen Kämpfen hoch. Das hat einen besonders starken Einfluss auf die Spiellänge, da wir nicht gegen eine Kopie eines Schachbretts von einem anderen Spieler antreten, sondern wirklich in ein Duell eintreten.
Ein besonderes Augenmerk liegt im LoL Autochess auf den Gegenständen. Diese lassen sich, im Unterschied zu Dota Underlords, einer Einheit nicht wieder wegnehmen und umverteilen. Dafür haben sie einen deutlich stärkeren Einfluss auf den gesamten Spielverlauf. Items sind mächtig und Kombinationen umso mehr. Denn aus zwei Grundgegenständen lassen sich diverse stärkere Items kombinieren, die LoL-Spielern durchaus bekannt vorkommen dürften. Doch aufgepasst: Sowohl die „Bauwege“ als auch Effekte sind nicht immer die, die aus dem MOBA bekannt sind.
Was schon geht
Das Spiel ist an sich komplett spielbar und auch viele Fehler und Balancing-Schwächen wurden vor dem Aufspielen auf die Live-Server noch einmal angefasst. Unsere erste Runde wirkte technisch stabil, Bugs sind uns nicht aufgefallen. Sicherlich wird es diese noch hier und da geben, aber immerhin handelt es sich ja trotz der Live-Version noch immer um ein Spiel (oder einen Modus – wie Riot Games betont), welches sich in einem Beta-Status befindet.
Demnach sind auch noch nicht alle Funktionen freigeschaltet beziehungsweise implementiert. So fehlt natürlich noch der versprochene Ranglisten-Modus als auch die Option die Spielfelder durch Skins anpassen zu können. Eine kosmetische Gestaltungsmöglichkeit gibt es dann aber doch schon. Im Shop, der direkt in den Client eingebunden ist, können wir durch sogenannte „Eier“ neue Erscheinungsformen für die kleinen Legenden freischalten. Dabei handelt es sich um den vom Spieler gesteuerten „Helden“ im neuen TfT oder auf deutsch TTK (taktischer Teamkampf) Modus, der zunächst die Gestalt eines Irrwischs annimmt.
Was noch kommt
Wie eben bereits erwähnt, hat Riot Games bereits im Vorfeld des Releases seine Pläne für die weitere Zukunft von Teamfight Tactics bekannt gegeben. So sollen – teils in und teils nach abgeschlossener Beta-Phase – noch weitere Funktionen, Features, Inhalte und Anpassungsmöglichkeiten in den Spielmodus integriert werden.
Gewerteter Modus
Bislang heißt es einfach drauf losspielen. Alleine oder mit Freunden im Gepäck heißt es Items sammeln, Champions leveln und sich so richtig auf die Mütze hauen. Genau das ist der Casual Spielmodus von TfT, der sich optimal eignet um Erfahrungen zu sammeln und Dinge auszuprobieren. Falls ihr kompetitive Ansprüche habt, könnt ihr die schon bald in einem Ranked-Modus ausprobieren, in dem ihr wie in League of Legends auch, Ligen auf- und absteigt. Promotion Series soll es allerdings nicht geben.
Spielfeldoptik
Momentan sieht jedes Spielfeld gleich aus. Doch das ändert sich bald. Riot Games hat bestätigt, dass es alternative Skins für das eigene Spielbrett geben wird. Das ist cool, denn so sehen wir bei „Auswärtskämpfen“ die Arena eines anderen Spielers und können unsere eigenen präsentieren, sollte ein Gegner mit seiner Armee zu uns kommen.
Neue Helden
Bisland sind in TfT 50 bekannte Champions aus League of Legends integriert und zum Kauf bereit. Doch die MOBA Variante bietet mittlerweile über 140 verschiedene Charaktere zur Auswahl. Dem ist sich auch Riot Games bewusst und bestätigte bereits mit kommenden Updates den Pool an Figuren für Teamfight Tactics weiter aufstocken zu wollen. Doch nicht zu schnell – denn das Balancing stehe an oberster Stelle.
Interface
Zu guter Letzt die Neuerung, die am frühesten in den Spielmodus implementiert werden soll. So vermisst man derzeit in TfT noch Anzeigen im Interface, die andere Auto Chess Modi bereits bieten. Dazu gehören eine Schadensübersicht der Einheiten, detailliertere Informationen zu einzelnen Einheiten und auch die generelle Übersicht über die Positionierung der Einheiten auf dem Schachbrett soll noch verbessert werden. Dazu kommt die Visualisierung höherstufiger Helden der Stufe 2 und 3. Bei einigen Figuren seien die Aufwertungen bereits gut zu erkennen, bei anderen wolle man nachbessern.