Das Rechtsgutachten, basierend auf einer neuen Studie, hat hohe Wellen geschlagen. Es attestiert dem deutschen olympischen Sportbund genau das, was die Institution hören wollte: sei kein Sport. Diese Haltung ist im Prinzip nichts Neues. Bereits im Dezember 2018 sprach man sogar dem als Begriff seine existenzielle Daseinsberechtigung ab. Doch die aktuelle Studie wärmte die Diskussion neu auf.

So bezogen Vertreter aus diversen Fachbereichen bereits kurz nach der Meldung Stellung. Neben dem -Bund Deutschland e.V. (ESBD), eversity, dem game – Verband der deutschen Games-Branche e.V., lokalen Institutionen wie beispielsweise dem Nord e.V., Dorothee Bär, Staatsministerin für Digitalisierung, und vielen mehr äußerte sich auch Tim Reichert, seines Zeichens Chief Gaming Officer beim Bundesligaverein FC Gelsenkirchen- e.V., zur Position des .

Tim Reichert zum -Rechtsgutachten:

„Der positionierte sich bereits im vergangenen Jahr eindeutig mit der Aussage: ‚ existiert in dieser Form nicht – Ausrufezeichen.‘ Auf seiner Mitgliederversammlung im Dezember 2018 lehnte der nicht nur die Anerkennung des als Sportart ab, sondern die Existenz des Begriffes ‚‘ als solchen. Dass das vom beauftragte Gutachten diese fragwürdige These nun unterstützt, ist daher nur wenig überraschend für uns.

Um in einem fairen Wettkampf auf höchstem Niveau konkurrieren zu können, müssen professionelle Athleten im kompetitiven Gaming mentale und körperliche Höchstleistungen abrufen. Es ist bedauerlich, dass viele Sportverbände in Deutschland nach wie vor mit diesem Gedanken fremdeln und sich an eine wenig zeitgemäße Auffassung des Sport-Begriffs klammern. Die Position des wird sich in keiner Weise auf unser Engagement auswirken. Entscheidend ist für uns einzig und allein die Sichtweise unserer Fans, die unser Team lautstark unterstützen. Eine junge Generation, für die kompetitives Gaming nicht nur wichtiger Bestandteil ihrer Jugend- und Alltagskultur sondern auch ein Sport ist. Vor diesem Hintergrund hat der FC vor drei Jahren entschieden, in den einzusteigen.“

Laut Reichert sei das Ergebnis der Studie wenig überraschend. Trotzdem ändere dies nichts an der Position des königsblauen Vereins. würden nach Reichert Höchstleistungen abrufen, die definitiv als Sport einzustufen sind. Zudem gehörten sie auch zur Kultur der jungen Generation.

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