Das lange und sehnsüchtige Warten hat schon sehr bald ein Ende. Am 27. August 2019 gehen die Classic Server von World of Warcraft online. Das sind vom Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels gerade einmal noch 19 Tage oder anders gerechnet etwas weniger als drei Wochen. So kurz vor dem Start der heiß ersehntes Neuauflage von Vanilla WoW sollten wir uns einige Dinge erneut vor Augen führen und bewusst machen.

10 Fakten und Tipps zu WoW Classic

Gaming-Grounds.de hat insgesamt 10 Fakten, Tipps und Ratschläge zusammengefasst, die jeder Classic-Starter wissen sollte.

  • 1. Sichert euch euren Namen

Bereits ab dem 13. August 2019 können sich Classic Spieler ihren Charakternamen sichern. Wie Blizzard bereits öfter an verschiedenen Stellen erwähnte, wird es bereits im Vorfeld möglich sein Charakternamen zu reservieren, bevor die Server vollumfänglich online gehen. Alles was ihr dafür braucht ist ein aktiver WoW Account.

  • 2. Keine Abo-Trennung zwischen Classic und Retail WoW

Apropos Abo: Jeder Spieler, der derzeit über ein aktives World of Warcraft Abonnement verfügt, wird Zugang zu der Classic Variante haben. Anders herum verhält sich das Ganze natürlich ebenso. Wer für Classic WoW wieder ein Abo abschließt, kann nicht nur Classic WoW sondern auch die Retail Version spielen. Es gibt keinerlei Trennung zwischen den Versionen, was das Bezahlmodell angeht.

  • 3. Es wird deutsche Server geben

Zunächst hatte Blizzard kommuniziert, keine länderspezifischen Server anzubieten, auf denen sich die Spieler in ihrer jeweiligen Muttersprache verständigen können. Lediglich die russische Community sollte aufgrund des alternativen Alphabets eine Ausnahme darstellen. Aufgrund massiven Protests der Spielergemeinde lenkten die Verantwortlichen jedoch ein. So wird es neben englischen auch deutsche und französische Server zum Release von Classic geben.

  • 4. Servertrennung wie gehabt

Wie es alle Spieler aus der „normalen“ World of Warcraft Version gewohnt sind, werden auch in Classic Serverangebote für Rollenspieler (RP-Server) als auch für Spieler gegen Spieler orientierte Nutzer (PvP-Server) vorhanden sein. In jeder Landessprache soll es nach Aussage von Blizzard mindestens einen Server jeden Typs (PvE, RP-PvE, PvP) geben.

  • 5. Endgame in sechs Phasen

Falls sich alte Vanilla-Veteranen bereits Pläne schmieden, welche Raids sie in welcher Reihenfolge absolvieren wollen, sollte ihnen eine Tatsache bewusst sein. Blizzard hat sich dazu entschlossen, die Endgame Inhalte in WoW Classic in sechs einzelnen Phasen freizuschalten. Die Frequenz der bespielbaren Inhalte soll neben anderen Faktoren auch an der Geschwindigkeit der Spielerfortschritte gemessen werden.

Zum Release sollen Der Geschmolzene Kern, Onyxia und Maraudon zugänglich sein, der Düsterbruch, der Pechschwingenhort, Zul’Gurub und weitere Instanzen folgen zu einem späteren Zeitpunkt.

  • 6. Ehresystem erst in Phase 2

Für alle PvP-Fans ist vor allem der Fakt relevant, dass das bekannte Ehresystem erst mit der zweiten der sechs Phasen implementiert wird. Auch Spieler gegen Spieler Inhalte sind an den Sechs-Phasen-Plan gebunden. So werden auch Schlachtfelder erst nach und nach in Classic verfügbar.

  • 7. Classic ist nicht Vanilla!

Bereits früh nach der Enthüllung von Classic WoW kommunizierten die Verantwortlichen deutlich, dass es maßgebliche Unterschiede zwischen Vanilla und Classic geben wird. Einer der relevantesten Aspekte diesbezüglich ist der Patch, auf dem gespielt werden soll.

So hat sich Blizzard dazu entschieden Classic auf dem Patch-Stand 1.12 zu starten. Dort seien die problematischsten Fehler und Bugs bereits beseitigt worden und generell biete der Patch die beste Erfahrung.

  • 8. Klassen und Rassen nicht in jeder Kombination

Wer erst zu einem späteren Zeitpunkt mit World of Warcraft angefangen hat, dem sind Charaktere wie untote Jäger, Troll-Druiden oder zwergische Schamanen kein allzu ungewohntes Bild. Doch das wird sich in Classic drastisch ändern. Generell stehen der Allianz und der Horde jeweils nur vier Rassen zur Auswahl. Auch die Kombinationsmöglichkeiten sind stark eingeschränkt.

So stehen beispielsweise Paladine ausschließlich der Allianz zur Verfügung, während Schamanen der Horde vorbehalten sind. Lediglich Krieger sind als Klasse für alle Rassen zugänglich.

  • 9. Waffenskills wollen gelevelt werden

Beispielszenario: Euer Krieger kämpft eine lange Zeit immer mit einem ordentlichen Schwert. In einer Instanz fällt eine Axt, die deutlich höhere Schadenswerte bietet. In Retail wäre kein langes Überlegen nötig. Neue Waffe anlegen und schon teilt der Charakter deutlich mehr aus. Nicht so in Classic. So bald ihr die Axt benutzt, werden ihr zunächst kaum noch einen Gegner treffen. Denn euer Held muss für jede Waffengattung trainieren, um mit ihr umgehen zu können. Liegt euer Axt-Skill bei 1, guckt ihr zunächst in die Röhre.

  • 10. Gold ist etwas wert!

123.500 Gold oder noch deutlich mehr auf der Bank oder dem Account? Das ist ein Bild, von dem ihr euch in Classic eine sehr, sehr lange Zeit verabschieden werden müsst. Vor allem anfangs werdet ihr so arm sein wie eine Kirchenmaus. Selbst diese hätte wahrscheinlich noch mehr übrig, als euer Charakter in seinen ersten Classic Tagen. Ihr beschwert euch, dass ihr erst auf Level 40 reiten könnt?

Hofft lieber, dass ihr bis dahin überhaupt genug Geld angespart habt, um euch die Fähigkeit als auch das Reittier kaufen zu können. In Classic müsst ihr wirklich gut haushalten, um euch finanziell über Wasser zu halten.

Auf eine tolle Zeit!

Dies sind nur einige der Dinge, über die sich WoW Classic Enthusiasten im Klaren sein sollten. Die Vorfreude ist auch bei uns in der Redaktion schon angekommen und wir können den Release am 27. August kaum noch abwarten. Die Nostalgie-Keule sei euch allen an dieser Stelle erspart, dennoch kurz erwähnt. Nicht alles wird so sein wie damals, auch wenn das Spiel sich wieder deutlich mehr danach anfühlen wird. Die Community von damals existiert nicht mehr. Gilden und Gemeinschaften aus Vanilla befinden sich an einem anderen Punkt im eigenen Leben, Inhalte und die Welt sind den Spielern wohl bekannt.

Dies alles soll die Vorfreude und den Spaß aber nicht im geringsten trüben. Wir hoffen genau wie ihr auf einen tollen zweiten WoW-Frühling, jede Menge schöner nostalgischer Momente und ein super World of Warcraft Classic in seiner ganzen Bandbreite und Vielfalt.

Über WoW Classic

Nach langem Begehren der WoW-Gemeinde, zahlreichen Fan-Projekten, Private-Servern und vielem mehr hatte Blizzard 2019 endlich ein Einsehen. Mit WoW Classic belebt der Entwickler eines der größten Online-Rollenspiele aller Zeiten die Anfänge einer magischen Welt wieder, die Millionen von Spielern über 15 Jahre lang in ihren Bann gezogen hat und es bei einer großen Community weiterhin tut.

Einmal die Uhr zurückdrehen: Wie oft wünscht man sich in allen möglichen Situationen und Lebenslagen diese Option? Mit World of Warcraft Classic wird dieser Traum zumindest zu einem Teil wahr. Am 27. August 2019 ist es plötzlich wieder fast 2004. Keine Blutelfen, Draenai, Worgen, Goblins, Todesritter, Dämonenjäger, Klassenhallen, World Quests und 120 Level. All das vergessen wir in Classic und konzentrieren uns auf das, was mal wichtig war. Der Weg zu Level 60, eine Gemeinschaft, die sich kennen lernt und gemeinsam Azeroth Stück für Stück erschließt. Viele Fans erhoffen sich zumindest genau das.

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Jonas Walter

Spielejournalist bei gaming-grounds.de
Jonas 'Syncerus' Walter ist seit 2010 im eSport-Journalismus aktiv. Nach Beteiligungen an diversen eSport Projekten im redaktionellen Bereich wie MaseTV, ESC Gaming oder Team Vertex ist Gaming-Grounds.de nun die erste eigene Konzeption.

Diese hat die Vision aktuell relevante Themen aus dem Gaming- und eSport-Bereich aufzugreifen und für Videospielbegeisterte an einem Ort zu konzentrieren.
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