Bereits vor einigen Tagen haben wir über die extreme Auslastung vieler WoW Classic Server berichtet. Auf etlichen beliebten und insbesondere schon seit Release vorhandenen Realms sind Warteschlangen von mehreren Stunden noch immer an der Tagesordnung. Mit ziemlicher Sicherheit lässt sich sagen, dass die Zeit, die gewartet werden muss bevor man auf seinen Wunschserver kommt, in der Zukunft geringer werden wird, wenn die ersten Spieler genug von Classic gesehen haben.

Doch wie groß die Spielerschaft anschließend bleibt, die World of Warcraft in seiner klassischen Variante längerfristig spielen wird, kann niemand genau vorhersehen. Aus diesem Grund hat sich Blizzard Entertainment entgegen ursprünglicher Pläne dazu entschieden, kostenlose Servertransfers anzubieten. Doch frei wählbar sind Ursprungsserver und Ziel nicht. Während in Amerika mehrere „Reiserouten“ für die eigenen Charaktere verfügbar sind, beschränkt sich die Option auf den deutschen Realms momentan lediglich auf einen Umzug von Lucifron oder Venoxis nach Transcendence.

Weitere Möglichkeiten sind allerdings natürlich nicht ausgeschlossen und werden gegebenenfalls natürlich auch in der WoW Classic Rubrik auf Gaming-Grounds.de bekanntgegeben.

*Update, 5. September*

Blizzard hat seine Pläne einen Tag nach den angekündigten Transfers abermals geändert. Statt auf den ebenfalls bereits gut gefüllten Server Transcendence zu wechseln soll es nun die Möglichkeit geben auf den extra dafür neu erstellten Realm Heartstriker zu wechseln.

Dieser Server wird einen Tag lang ausschließlich Transfers vorbehalten sein, bevor es möglich wird auf normalem Weg Charaktere dort zu erstellen. Auch bei Heartstriker handelt es sich natürlich um einen PvP Realm.

Bei Interesse schnell handeln

Falls bei Spielern tatsächlich das Interesse besteht die Möglichkeit des angebotenen Transfers wahrzunehmen, sollten sich die Nutzer sich beeilen. Zum einen könne der Transfer aufgrund der hohen Auslastung mehrere Stunden in Anspruch nehmen, zum anderen könne der Dienst jederzeit und ohne Vorwarnung wieder abgeschaltet werden, wenn beispielsweise der Ziel-Server ausgelastet sei, heißt es im zugehörigen Bluepost von Blizzard.

Insbesondere größeren Spielergruppen wird empfohlen den Service zeitnah und möglichst schnell zu vollziehen, falls der Wechsel in Betracht gezogen wird. Noch ist der Transfer allerdings nicht aktiv. Es empfiehlt sich die zugehörigen Socials und natürlich das WoW Classic Forum im Auge zu behalten, um den Startzeitpunkt nicht zu verpassen.

Zusätzliche Voraussetzungen

Neben den oben bereits beschriebenen Rahmenbedingungen sollten sich Spieler über weitere Voraussetzungen im Klaren sein, falls sie einen Transfer in Erwägung ziehen. So darf ein zu transferierender Charakter weder Gildenmeister sein, laufende Auktionen im Auktionshaus haben, noch Post im Postfach besitzen.

Beachtung geschenkt werden sollte ebenfalls der Tatsache, dass der Transfer auf den neuen Server ein „One-Way-Ticket“ ist. Ist der Wechsel erst einmal in Auftrag gegeben und vollzogen, so gibt es für den transferierten Charakter kein zurück mehr auf seinen Ursprungs-Realm. Die Nutzung des Services sollte somit gut überlegt sein.

Warteschlangen bleiben ein Problem

Trotz der Möglichkeit des Wechsels werden lange Wartezeiten zunächst ein Problem in WoW Classic bleiben. Solange die Spielerzahl so konstant hoch bleibt wie im Moment, können nur zusätzliche neue Server helfen die Last umzuverteilen. Doch selbst dann ist es höchst fraglich, ob Spieler ab einem gewissen Charakterlevel gewillt sind noch einmal komplett von Vorne zu beginnen.

Denn anders als in der „aktuellen“ Fassung von World of Warcraft: Battle For Azeroth ist der Levelprozess in Classic noch in anstrengender und langwieriger. Erst nach dem Ablauf der ersten Abonnements und Spielmonate sowie der weiteren Handlungsstrategie seitens Blizzard wird sich abschätzen lassen, wie sich der aktuelle Zustand verändern wird.

Über WoW Classic

Nach langem Begehren der WoW-Gemeinde, zahlreichen Fan-Projekten, Private-Servern und vielem mehr hatte Blizzard 2019 endlich ein Einsehen. Mit  belebt der Entwickler eines der größten Online-Rollenspiele aller Zeiten die Anfänge einer magischen Welt wieder, die Millionen von Spielern über 15 Jahre lang in ihren Bann gezogen hat und es bei einer großen Community weiterhin tut.

Einmal die Uhr zurückdrehen: Wie oft wünscht man sich in allen möglichen Situationen und Lebenslagen diese Option? Mit World of Warcraft Classic wird dieser Traum zumindest zu einem Teil wahr. Am 27. August 2019 ist es plötzlich wieder fast 2004. Keine Blutelfen, Draenai, Worgen, Goblins, Todesritter, Dämonenjäger, Klassenhallen, World Quests und 120 Level. All das vergessen wir in Classic und konzentrieren uns auf das, was mal wichtig war. Der Weg zu Level 60, eine Gemeinschaft, die sich kennen lernt und gemeinsam Azeroth Stück für Stück erschließt. Viele Fans erhoffen sich zumindest genau das.

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