Eine weiteres angekündigtes und digital geplantes Event wird auf einen unbestimmten, späteren Zeitpunkt verschoben. Ende Mai hatte Blizzard auf der offiziellen World of Warcraft Homepage einen Livestream angekündigt, in dem ursprünglich am kommenden Dienstag, 9. Juni 2020, weitere Details zum kommenden Addon „Shadowlands“ verraten werden sollten.

Spekulationen rund um einen Releasetermin, Insights zu weiteren Beta-Einladungen oder vielen weiteren möglichen Themen waren zuletzt durch die Community gegangen. Doch beim munteren Mutmaßen wird es nun auch erstmal werden – denn aus dem geplanten Stream wird nichts. Grund für die aktuelle Absage und die Verschiebung auf einen bislang nicht weiter definierten Termin ist auch hier der anhaltende Aufruhr und die Proteste gegen den noch immer tief verankerten Rassismus in der Gesellschaft – insbesondere in den USA.

„Wichtigere Stimmen müssen gehört werden“

„Wichtigere Stimmen als unsere müssen momentan gehört werden, und nun ist die Zeit um zuzuhören“, heißt es im kurzen Tweet, den Blizzard über den WoW Twitter Account veröffentlichte und somit die Spieler und Fans informierte. Genau deshalb verschiebe man den geplanten World of Warcraft: Shadowlands Livestream vom 9. Juni auf einen unbestimmten Zeitpunkt. Weitere Details zur Expansion sollen später mit der Community geteilt werden.

Anzeige

Blizzard ist bei weitem nicht das erste Unternehmen aus der Unterhaltungsbranche, welches Ankündigungen, Veröffentlichungen und neue Inhalte verschiebt, um Aufmerksamkeit den Themen zu schenken, die sie momentan – so die Einschätzung der Verantwortlichen – verdient und bitter nötig haben. Dazu gehören beispielsweise EA, Activision, oder auch Epic Games. Zu den verschobenen Inhalten gehören das Madden NFL 21 Reveal, die neuen Seasons in Call of Duty: Modern Warfare und Call of Duty: Mobile, sowie die das kommende Fortnite Event.

Weitere Initiativen laufen an

Andere Entwickler, Publisher und Akteure der Branche entschlossen sich dazu finanzielle Hilfestellung an engagierte Projekte und Institutionen zu geben, um den Kampf gegen den Rassismus zu unterstützen. Dazu gehört beispielsweise Microsoft:

343 Industries, die momentan fleißig am kommenden Halo Projekt arbeiten, haben sich indes dazu entschlossen, alle Einnahmen, die vom 19. Juni bis zum 19. Juli durch den Verkauf des Halo 5: Guardian REQ Packs erwirtschaftet werden, zu 100 Prozent an die NAACP Legal Defense und den zugehörigen Education Fund weiterzugeben.

Noch einen Schritt weiter geht Riot Games, die einen vollständigen Action Plan präsentierten, der gegen systematischen Rassismus vorgehen soll. Dazu gehören initiale Spenden an das „The Innocence Project“ und die ACLU (American Civil Liberties Union). Weitere 10 Millionen US Dollar sollen unter anderem in Start-Ups investiert werden, um Gründer zu unterstützen, die in der Games Community unterrepräsentiert sind. Die neue Partnerschaft mit Florida A&M, die Stiftung von Stipendien und nicht zuletzt viele weitere Programme im Bereich der Bildung sollen das Konzept abrunden.

Anzeige