Erinnert ihr euch noch daran, wie wir euch am 8. Februar Valheim erstmals vorstellten? Schon dort sprachen wir von einem Hype, der sich rund um das neue Wikinger-Survival im Early Access aufzubauen begann. Damit sollten wir recht behalten. Der gute Early Access Auftakt von Valheim am 2. Februar 2021 war erst der Anfang.

Nachdem die Entwickler von Iron Gate AB und Publisher Coffee Stain Publishing eine Woche nach dem Launch der Vorabversion bereits eine Million Verkäufe registriert hatten, war es am gestrigen Montag so weit, diese bestätigte Zahl zu verdoppeln. Wie die Verantwortlichen via Twitter mitteilten, wurde der nächste große Meilenstein von zwei Millionen Wikingern geknackt, die sich im Spiel mindestens ausprobieren wollen.

Spielerrekorde jeden Tag

Nicht nur die Zahl der verkauften Early Access Zugänge zu Valheim steigt unaufhaltbar in die Höhe. Auch die Zahl gleichzeitig aktiver Abenteurer, die entweder allein oder kooperativ mit bis zu neun weiteren Mitspielern die prozedural generierten Welten erkunden, steigt momentan jeden Tag weiter an.

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Während die höchste Zahl an gleichzeitigen Spielern und Spielerinnen eine Woche nach der Veröffentlichung noch bei zirka 160.000 gelegen hatte, waren es am Sonntagabend bereits über 346.000. Nun hätte man erwarten können, dass dieser Rekord zumindest ein paar Tage, vielleicht sogar bis zum nächsten Wochenende halten könnte. Doch nichts da: bereits am gestrigen Montagabend wurde der Bestwert erneut eingestellt.

Um 22 Uhr abends tummelten sich über die vielen Sessions und Server verteilt stolze 391.325 Wikinger in Valheim.

Die Qualität von Valheim bestätigt sich nicht nur in den hohen Verkaufs- und aktiven Spielerzahlen, sondern auch in den Reviews auf Steam. Nach 10.000 im Durchschnitt “äußerst positiven” Rückmeldungen (8. Februar) oder über 20.000 am 11. Februar sind es am 16. Februar nun schon über 41.000 Reviews – noch immer äußerst positiv.

Woher der krasse Erfolg?

Es ist schon äußerst erstaunlich, dass ein Early Access Titel in dieser frühen Phase der Entwicklung bereits so einen enormen Hype generiert. Dieses Mal war es nicht die Community der großen Twitch Streamer, die ihre gigantischen Zuschauermassen zum Titel lockten. Zumindest nicht initial.

Selbstverständlich sprangen nach und nach auch mehr namhafte Content-Creator auf den Valheim Hype auf, doch dieser war dieses Mal – anders als beispielsweise bei Rust oder Among Us – zuerst da. Warum kann Valheim, ein Early Access Survival Multiplayer Hunderttausende Spieler und Spielerinnen zeitgleich fesseln?

Die Antwort darauf ist nicht eindeutig und klar. Fest steht, dass Valheim viele Elemente verbindet, die auch in anderen Titeln bereits sehr gut funktioniert haben. Ihr streift durch die Lande, besorgt euch Nahrung, baut eure eigenen Behausungen und erkunden die Welt um euch herum. Ihr schreitet in der Technologie weiter voran und baut euch immer bessere Ausrüstung, mit der es im Anschluss gegen immer stärkere Monster geht. So weit, so altbekannt.

Das Geheimnis steckt im Detail

Doch die Genialität im Detail macht Valheim besonders. Beispielsweise ist das Bausystem weitaus besser durchdacht als beispielsweise bei ARK: Survival Evolved, die geringe Downloadgröße von unter einem Gigabyte (!) macht den Einstieg ebenso unkompliziert wie die simple Funktion mit zwei Mausklicks eine Multiplayer-Partie aufsetzen zu können.

Der Blur-Effekt, der sich stets über die Landschaft legt, täuscht über die im Nahbereich doch sehr matschigen Texturen hinweg und erzeugt eine stimmungsvolle und hübsche Atmosphäre. Hinzu kommen im Gameplay diverse Elemente, die schon fast an ein Mmorpg erinnern. Ihr verbessert euren Charakter in diversen Fähigkeiten, rüstet ihn mit besseren Items aus und geht sogar mit euren Mitstreitern in Dungeons und bekämpft mächtige Bosse in der Welt. Klingt nach WoW? Kann Valheim auch!

Darüber hinaus haben die Entwickler einen Geniestreich gespielt, als die die Funktion implementierten, mit dem eigenen Charakter problemlos zwischen verschiedenen Welten wechseln zu können. Inklusive Fähigkeiten und Inventar. So ist es extremst unkompliziert, auch die Welten von befreundeten Spielern zu besuchen, ihre Bauwerke zu bewundern oder ihnen beim nächsten Ausflug zu einem Dungeon oder zum mächtigen Boss zur Seite zu stehen. Im Anschluss könnt ihr die Weggefährten ja auch Mal in eure Welt einladen. Mit wenigen Klicks ist die eigene Session wieder offen und die Mitspielenden beigetreten.