Eigentlich wollten wir schon lange unseren ersten Spielebericht zum neuen Animal Crossing New Horizons (ACNH) online stellen. Es sind jetzt rund vier Wochen seit dem Release des Nintendo Switch Games vergangen. Der erste wohlige Schock ist vorüber und es ist schwierig den richtigen Zeitpunkt zu finden, wann man denn jetzt detaillierter über das Spiel schreiben sollte (ohne etwas wichtiges zu verpassen). Immerhin wird man auch nach einem Jahr noch nicht alles zu Gesicht bekommen haben. Animal Crossing ist kein Spiel, welches man am Stück durchzockt und dann weglegt, es ist eher eine Art Wegbegleiter. Wer sich darauf einlässt kann seinen Nintendo Switch Konsum durch eine feste Routine erweitern.

Kennt ihr diese Free-To-Play Handyspiele, die euch täglich auf Trab halten und euch mit Aufgaben zuschütten, damit ihr auf jeden Fall am Ball bleibt? Wenn es danach geht, wäre Animal Crossing der König all dieser Spiele. Okay, es ist nicht free-to-play, aber wenn ihr es einmalig bezahlt habt, dann nervt euch das Spiel dafür auch nicht mit dämonisch teuren In-App-Purchases. Auch wird euch keiner locken, eure mit Echtgeld bezahlten Diamanten zu nutzen, damit euer Weizen schneller zieht.

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Auf ganz charmante Art und Weise und mit einem liebevoll gestalteten Veranstaltungskalender begleitet euch Animal Crossing durch euer Spielejahr. Es gibt wiederkehrende Events, einmalige Aktionen und allerlei saisonale Entdeckungsmöglichkeiten. Wenig krampfhaft und ganz natürlich appelliert es spielerisch an eure Neugier und lockt euch mit sanften ruhigen Klängen immer wieder zurück auf eure Insel.

Und ja, es gibt wirklich immer was zu tun. Von Unkrautzupfen, Angeln, Insekten fangen, Dekorieren oder Freunde treffen – in Animal Crossing ist so viel möglich.

Euren Charakter steuert ihr in einer Top-Down-Ansicht, deren Winkel ihr stufenweise einstellen könnt. Die Ausrichtung bleibt indes immer gleich, außer ihr befindet euch in eurem Haus – dort kann man die Sicht frei drehen (übrigens prima für Fotosessions).

Mit wenigen Tasten interagiert ihr mit der Umgebung oder Figuren, sammelt Gegenstände oder lauft. Ähnlich einfach gehalten sind auch Aktivitäten wie das Angeln. Das funktioniert, ähnlich anderer Tätigkeiten, selbst wie ein kleines Mini-Game.

Ein kurzer Einstieg ins Inselleben (im Video):

Aller Anfang ist leicht

Wenn ihr euch für Animal Crossing New Horizons entschieden habt, dann wird euch der gute alte Tom Nook (aus früheren Titeln bekannt als findiger Geschäftsmann und Waschbär) schon bald auf eure erste Insel schicken – denn ihr habt ja auch schließlich das Reif-für-die-Insel-Paket gebucht. Dies beinhaltet den Flug auf ein eigenes Eiland, begleitet werdet ihr natürlich von Tom Nook selber und seinen Neffen Nepp und Schlepp. Auf der Insel angekommen richtet man sich ein erstes Zeltlager ein, weitere zwei Besucher stoßen dazu. Am Anfang ist alles noch recht rudimentär ausgestattet und erinnert eher an ein Ferienlager.

In den nächsten Tagen wird man damit beschäftigt sein, eine gewisse Infrastruktur auf der Insel zu schaffen. Es werden Werkzeug gebaut, Ressourcen gesammelt, man lernt etliche Craftingrezepte, außerdem müssen das Museum, Nooks Laden und die Schneiderei gebaut werden. Wichtig sind auch Sprungstäbe und Leitern, damit man alle Zipfel der Insel erreichen kann.

Vor dem eigenen Häusle ist's doch am schönsten!
Vor dem eigenen Häusle ist’s doch am schönsten!

Parallel darf man nicht vergessen, dass ein Zelt auf Dauer auch keine Lösung ist. Mit Tom Nooks Hilfe bekomme wir ein Haus, diese wird stufenweise ausgebaut und größer – all die Maßnahmen wollen allerdings bezahlt werden. Gut, dass Tom Nook uns dabei etwas entgegenkommt, wir können die Sternis (so heißt die Währung bei ACNH) bei ihm abstottern.

Zunächst muss aber das Ticket auf die Insel bezahlt werden. Dafür brauchen wir Meilen – eine weitere Währung, die wir für Taten auf der Insel mit der Zeit sammeln. Das Meilensystem funktioniert ähnlich zu den Archievements in anderen Titeln – so gibt es zum Beispiel für geangelte Fische ein Abzeichen, wenn ihr eine bestimmte Menge erreicht habt. Manche dieser Meilen sind einmalig zu erreichen, manche sich nach Anzahl gestaffelt. Hat man seine Gebühr entrichtet, kann man Meilen für andere sinnvolle Dinge investieren, wie Nook-Kleidung, Werkzeugring oder ein größeres Inventar.

In der Zwischenzeit lernen wir sowohl die Insel, als auch ihre Bewohner besser kennen. Es werden etliche Fische geangelt, Ballons mit der Schleuder abgeschossen und Fossilien gesammelt. Man entwickelt seinen Sinn für Geschmack, richtet sich sein Eigenheim ein, zieht sich coole Klamotten an und lernt weitere Gäste kennen, so wie die Teppichhändlerin Aziza oder unser rotznasiges Rübenmädchen Jorna – die kommt aber immer nur sonntags (Vergesst eure Rüben nicht, nicht nur der Preis kann Fallen – Rüben können auch vergammeln. Locken dann allerdings Fliegen an, die kann man wiederum mit dem Kescher fangen).

Wie ihr seht, in Animal Crossing ist wirklich enorm viel los. Zuletzt begann der Häschentag. Diese traditionelle Festzeit zu Ostern, lässt euch Eier suchen, Rezepte craften und am Ende vielleicht sogar einen Preis abstauben, wenn am Ostersonntag der Hase Ohs vorbeikommt und eure gebauten Oster-Gegenstände begutachtet.

Und das macht wirklich auf Dauer Spaß?

In einer kleinen Zeremonie feiern die Inselbewohner die Eröffnung von Nooks Laden.
In einer kleinen Zeremonie feiern die Inselbewohner die Eröffnung von Nooks Laden.

Seit dem Release verging bei uns nicht ein Tag ohne Animal Crossing, wir haben dabei schon viel erlebt: Geister, die die Insel unsicher machen, tolpatschige Matrosen, am Tag schlafende Eulen, lustige Wortspiele zu gefangenen Fischen, schicke Röcke für Jungs, viele freundschaftliche Koop-Momente und einfach eine schöne Zeit.

Eine schöne Zeit vor allem, um den Sorgen des Alltags ein wenig zu entfliehen oder um gemeinsam mit Freunden oder der Familie aufregende Dinge auf der Insel zu erleben. Wer das Spiel nicht selber gespielt hat, mag vielleicht die ein oder andere Augenbraue hochziehen: klar macht Animal Crossing auf den ersten Blick vielleicht ausschließlich einen niedlichen Eindruck, aber es handelt sich dabei tatsächlich um eine relativ komplexe Angelegenheit – eine Art Lebenssimulation mit Tieren.

Auch der Koop-Modus bringt richtig Laune. Hier kann man zusammen auf Entdeckertour gehen, sich gegenseitig seine Häuser zeigen oder einfach nur zusammen um die Wette angeln. Es ist ein schöne Freude Mitspieler mit einem kleinen Geschenk glücklich zu machen, welches morgens zusammen mit einer persönlichen Postkarte im Briefkasten liegt. Gezockt werden kann online oder in einer bequemen lokalen Variante.

Animal Crossing lässt Träume wahr werden. Hier gibt es sogar Toilettenpapier.
Animal Crossing lässt Träume wahr werden. Hier gibt es sogar Toilettenpapier.

Das Sammeln von Insekten, Fischen und Fossilien macht irrsinnig Spaß. Manche der Funde sind allerdings nur an bestimmten Orten, zu bestimmten Zeiten oder Jahreszeiten zu bekommen. So ist das gesamte Spiel auf eine längere Spielzeit ausgelegt. Mit der Umsiedlung auf die Insel, erhalten die Spieler auch ein NookPhone – dies ist quasi Teil eures Interfaces. Verschiedene Apps zeigen dann Rezepte, Meilen und weitere nützliche Menüpunkte. Ein besonderes Highlight ist allerdings der Fotomodus, der darf natürlich auch am NookPhone nicht fehlen. Mit der Kamera lassen sich tolle Dioramas festhalten, die die Insulaner entweder in Alltags- oder völlig abgedrehten Situationen zeigen. Gerne kann man auch mit einem Mitspieler posiere und per Auswahl auf eine bereits gesammelte Emotion zurückgreifen.

Unser Fazit

Animal Crossing New Horizons bringt die kultige Spielereihe nicht nur auf die Nintendo Switch, es scheint auch einer der besten Ableger zu sein. Das Spiel hat großes Potenzial eines der Spiele des Jahres 2020 zu werden. Wenn man hier im positiven Sinne von einem Hype sprechen möchte, den gibt es bestimmt um ACNH, wenn auch auf eine sehr bescheidene Art und Weise. Animal Crossing macht vieles richtig, präsentiert sich in makellos qualitativer Umsetzung und sorgt für unzählige Stunden Spielspaß, alleine oder zusammen.

Gemeinsam auf der Insel. Hier gibt es freundlichen Koop-Besuch.
Gemeinsam auf der Insel. Hier gibt es freundlichen Koop-Besuch.

Wer auch nur ansatzweise mit dem Konzept des Spieles etwas anfangen kann, der sollte sich Animal Crossing New Horizons unbedingt für die Sammlung holen. Für uns ist das Spiel schon jetzt ein absolutes Must-have, gehört in jede Switch-Sammlung und ist eines der besten Nintendo-Spiele.


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