Der Release des Action-Adventures Ghost of Tsushima steht kurz bevor. Ab dem 17. Juli werden Asia-Fans in diesem Samurai-Epos auf ihre Kosten kommen. Um euch ein wenig auf das Spiel einzustimmen, haben wir euch noch ein paar interessante Infos zu Ghost of Tsushima zusammengetragen.

Die im Artikel aufgeführten Details haben wir aus Äußerungen der Entwickler, den diversen Sony-Vorberichten und historischen Fakten entnommen. Viel Spaß beim Lesen!

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Die Welt von Ghost of Tsushima

ghost of tsushima feudale japan
Wunderschön und grausam zugleich, das japanische Mittelalter.

Ghost of Tsushima spielt im feudalen, mittelalterlichen Japan zur Zeit der Hōjō-Herrschaft. Im Angesichts der drohenden Invasion der Mongolen im 13. Jahrhundert, findet man sich als Jin Sakai in einer weitläufigen Open-World wieder. Viel Wert wurde bei der Entwicklung von Ghost of Tsushima auf die stimmungsvolle Umgebung gelegt. Authentische Siedlungen, verspielte Schlösser, Bambuswälder, weitläufiger Felder, Dörfer und unzählige traumhafte Ausblicke erwarten die Spieler.

Laut eigener Aussage haben die Entwickler von Sucker Punch mit diesem Spiel ihre eigene Leidenschaft verwirklicht. Nate Fox, Creative Director im Ghost of Tsushima Team, sagt dazu:

„Gibt es ein Spiel, von dem du dir wünschst, dass es irgendjemand machen würde, aber niemand macht es? Nun, das ist genau das, was wir hier bei Sucker Punch die letzten Jahre gemacht haben — wir haben ein Game entwickelt, das wir schon sehr lange spielen wollten.“

Ein historischer Rückblick – Kamikaze

ghost of tsushima mongolen invasion
Zwischen den Mongolen und Japan entbrannte eine unerbittliche Schlacht.

Die japanischen kaiserlichen Truppen hätten das Reich damals kaum gegen die Mongolen verteidigen könne. Kublai Khan, ein Enkel des legendären Dschingis Khan, hatte sich mit den Koreanern verbündet und versuchte im Jahr 1274 das japanische Inselreich zu erobern. Im Spiel greift man diese Ereignisse auf, hier steht allerdings General Khotun Khan, im Mittelpunkt, der die Invasionsflotte befehligt.

Mit einer gigantischen Wallanlage auf Kyūshū trotze man dem mongolischen Heer mit letzter Kraft. Im Spiel ist es die namensgebende Insel Tsushima, die von den Mongolen gebrandschatzt wird. Wie durch ein Wunder waren es gigantische Winde, die das japanische Reich damals retteten. Zweimal sorgten heftige Stürme dafür, so dass sich die Invasionsflotte zerstreute und der Angriff vereitelt werden konnte. Dies prägte den späteren Begriff „Kamikaze“, oder auch des „göttlichen Windes“.

Auch in Ghost of Tsushima spielt der Wind eine wichtige Rolle. Mit ungesehener Liebe zum Detail beeinflusst der Wind die Spielmechanik. Erst sollte der Wind nur ein optischer Aspekt werden, allerdings entwickelte er während der Produktion von Ghost of Tsushima offensichtlich eine Eigenleben und ist nicht nur ein visueller Effekt. Mittlerweile ist der Wind ein fester Bestandteil des Gameplays geworden: der Wind weist die Richtung, zeigt dem Spieler Orte und Verstecke. Ansonsten zerrt er natürlich an der Kleidung, bewegt Sträucher und Blätter und sorgt für eine tiefe Atmosphäre. Die unterstreicht unser Held gerne mal mit dem Spiel auf seiner Flöte.

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Zur Entspannung greift Jin auch zu seiner Flöte. Mit Blick in die Ferne spielt er Töne, die der Wind sanft hinab ins Tal trägt.

Leicht wie der Wind ist auch das Katana von Protagonist Jin. Es ist ein Familienerbstück und begleitet unseren Helden vom Anfang bis zum Ende des Spiels. Passend zu seinem Namen entwickelt sich Jin („Djinn“) zu einem gefürchteten Samurai-Krieger, der den Menschen später als „Geist“ bekannt sein wird. Er erlernt nicht nur das Katana meisterlich zu führen, auch das Bogenschießen gehört später zu seinem Repertoire. Mit diesem bringt er Feinde auch aus großer Distanz zur Strecke. Ebenfalls wird es ein paar alte Samurai-Tricks, wie Rauchgranaten geben. Zu allen Waffen wollten sich die Entwickler im Vorfeld allerdings bewusst noch nicht äußern, um die Spannung aufrecht zu erhalten. Sie deuten allerdings an, dass es noch einiges zu entdecken geben wird.

Ghost of Tsushima Gameplay

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Das Katana ist der treue Begleiter eines Samurai: eine tödliche Waffe.

Die Spieler können ihren eigenen Kampfstil finden, sei es frontal mit viel Kraft oder eher schleichend und im Schutze der Dunkelheit. Hier kann man sich auch das dynamische Wetter und den Tag- und Nachtzyklus zu Nutzen machen. Jeder Kampf soll eine wahre Herausforderung werden, sieht man also einen Samurai durch Horden von Gegnern schnitzeln, dann liegt es eher an seinem unglaublichen Skill, nicht an einem schlecht balancierten Spiel. Seinen Skill muss sich jeder Spieler in Ghost of Tsushima nämlich erstmal erarbeiten. Zum Glück gibt es drei Schwierigkeitsstufen zur Auswahl: einfach, mittel und schwer. Hier kann jeder die Herausforderung einstellen, mit der er seine persönliche Reise durch das mittelalterliche Japan antreten möchte.

Die Welt ist so groß, dass sich die Spieler freuen werden, dass man das Land auch mit seinem Pferd bereisen kann. Die Boote, die man auf Flüssen und Seen findet, sind allerdings nicht zur Reise vorgesehen. Neben der physikalischen Reise wird es aber vor allem die Entwicklung, die innere „Reise“ von Jin zu einem legendären Geist sein, die die Story des Spiels ausmacht. Die Entwickler reden von einer deutlich längeren Spielzeit als in vergangen Titeln (wie zum Beispiel Infamous: Second Son). Es hängt natürlich auch vom eigenen Spielstil ab, wie lang man in der Spielwelt bleiben möchte. Neben der Hauptstory soll es auch reichlich Nebenquests zu entdecken geben. Diese sollen die Spieler auch mit tollen Belohnungen versorgen, ein Anreiz, die Welt von Ghost of Tsushima zu erkunden.

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„Das Glück dieser Erde, liegt auf dem Rücken der Pferde…“, das weiß auch schon der Volksmund.

Mit seiner Erfahrung, wird Jin in der Lage sein auch sein geliebtes Katana mit der Zeit zu verbessern. Auch werden Ausrüstungsgegenstände eine Rolle spielen, die nicht nur kosmetischer Natur sind. Das Pferd, welches Jin während seines Abenteuers begleitet, bleibt im Laufe des Spiels dasselbe. Man kann es sich am Anfang der Geschichte aussuchen, danach bleibt es treu an Jins Seite.

Während man zwar seinen individuellen Spielstil finden können wird, wird die Story linear bleiben und die Geschichte von Jin und seine Verwandlung zu einer Legende erzählen. Wer sich auch schon auf das große Abenteuer von Jin Sakai freut, muss nur noch wenige Tage durchhalten. Am 17. Juli erscheint Ghost of Tsushima exklusiv für Sony PlayStation.


Wenn ihr euch für den neuesten Trailer interessiert, den könnt ihr euch hier anschauen – ebenso gibt es eine große Ghost of Tsushima Screenshots-Sammlung:

Ghost of Tsushima: Trailer zeigt unglaubliche Samurai-Action

Ghost of Tsushima: So meistert ihr euer Katana

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